S-Bahn-Chaos an Elbbrücken sorgt für Fahrrad-Rekord

Seitdem wegen eines Brückenschadens kaum noch S-Bahnen über die Elbe fahren, hat der Radverkehr parallel zur Strecke deutlich zugenommen. Eine Datenauswertung zeigt Rekordwerte. Ab heute wird der Ersatzverkehr bei Bus und Bahn verstärkt. Das sind die Details.
Christian Hinkelmann
Seitdem die S-Bahn-Strecke über die Elbe teilgesperrt ist, sind die Radverkehrszahlen im alten Elbtunnel auf Rekordwerte gestiegen (Foto stammt vom 20.8., als zusätzlich im Hafen auch noch das Dockville-Festival stattfand)
Seitdem die S-Bahn-Strecke über die Elbe teilgesperrt ist, sind die Radverkehrszahlen im alten Elbtunnel auf Rekordwerte gestiegen (Foto stammt vom 20.8., als zusätzlich im Hafen auch noch das Dockville-Festival stattfand)
Foto: Thomas Dugaro

Wer regelmäßig mit der Hamburger S-Bahn fährt, ist seit Jahren einiges gewohnt. Doch die aktuelle Situation stellt wohl für viele Fahrgäste alles Bisherige in den Schatten. Seit mehr als zwei Wochen herrschen rund um die hochbelastete S-Bahn-Verbindung über die Elbe chaotische Zustände, nachdem am 8. August ein brennender Lastwagen am S-Bahnhof Elbbrücken eine Brücke so stark beschädigte, dass dort seitdem nur noch ein eingleisiger S-Bahn-Pendelverkehr im 20-Minuten-Takt möglich ist.

Auf Twitter berichteten Fahrgäste, dass dieser Pendelzug in den vergangenen Tagen teilweise aber deutlich seltener fuhr und dass sie mit dem HVV von Stellingen bis Harburg offenbar deutlich mehr als zwei Stunden Fahrzeit gebraucht hätten.

Fotos zeigen zudem dicht gedrängte Menschen auf Bahnsteigen, die offenbar versuchen, die wenigen Pendelzüge über die Elbe zu ergattern. Dazu kam, dass in den vergangenen Tagen wegen Bauarbeiten deutlich weniger Metronom-Züge zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Harburg fuhren und ein Ausweichen auf den Regionalverkehr somit kaum möglich war.

Ein Twitter-Video zeigt offenbar, wie am vergangenen Freitagabend im Hamburger Hauptbahnhof ein Bahnsteig so überfüllt war, dass Sicherheitskräfte die Treppenzugänge sperren mussten.

Kurz: Die Situation ist derzeit schlimm für betroffene HVV-Fahrgäste und Alternativen sind rar. Neben den Elbbrücken gibt es im Hamburger Raum keine weitere Bahnquerung über den Fluss und die Straßenverbindungen über die Elbbrücken und durch den Hamburger Elbtunnel sind im Berufsverkehr eh chronisch verstopft.

Messtellen zeigen Rekordwerte

Aus diesem Grund griffen in den vergangenen Tagen offenbar immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger zum Fahrrad.

Das belegt eine Datenauswertung von NAHVERKEHRHAMBURG. Dazu wurden die Werte von mehreren Fahrradzählstellen rund um die Elbe genutzt, die die Stadt Hamburg betreibt und deren Daten fortwährend im Internet veröffentlicht werden. Die Zahlen zeigen auf den Radwegen neue Rekordwerte, seitdem der S-Bahn-Verkehr an den Elbbrücken so massiv gestört ist.

Demnach wurden an der Zählstelle auf den neuen Elbbrücken – also direkt neben der gestörten S-Bahn-Strecke ­– in den zwei Wochen vor dem LKW-Brand in Fahrtrichtung Nord (in der Gegenrichtung wird nicht gezählt) im Schnitt 920 Radfahrende am Tag registriert.

Direkt nach der S-Bahn-Sperrung am 8. August schnellte die Zahl deutlich nach oben und lag in den vergangenen 14 Tagen im Mittel bei 1.435 gezählten Fahrrädern. Ein Plus von rund 500 Rädern täglich – in nur eine Richtung! Ein neuer Jahres-Spitzenwert wurde dort am vergangenen Donnerstag mit 1.768 Radfahrenden registriert.

Schaut man sich die Zahlen wochenweise an, dann gab es in der…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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16 Antworten auf „S-Bahn-Chaos an Elbbrücken sorgt für Fahrrad-Rekord“

<> Zitat Ende.
Wer so scheibt, qulifiziert sich für …..

Die S-Bahn ist überhaupt nicht unfähig.
Sie trägt für diese Situation überhaupt keine Verantwortung.
Das Thema: Wer trägt den Schaden und kann ich als Pendler auch an diese LKW-Versicherung meine dann 5 Tage x5 Wochen a 1 Std. Zusatzzeit mit einer Rechnung von 1000€ belasten.
Wer wird die zig Millionen€ Kosten für Brückenreparatur und vor allem Zusatzverkehre bezahlen. Auch die LKW Versicherung.
Was war das überhaupt für eine brandgefährliche Ladung??
Wer jetzt Verantwortung trägt ist die Verkehrsbehörde und der Verkehrssenator.
Aber seine Website träumt weiterhin von der neuen S-Bahn 20xx

Und zu B+V: Die haben exellente Stahlbauer, Konstrukteure, hochqualifizierter Schweißer. Das ist mir ja sehr peinlich:”Einen Baum schnitzen”
Ja – ich würde mich sehr freuen, wenn wir eine 2.Schienen-Elbquerung hätten. Dann würde wir diesen Crash gut ausgleichen können.
Wir hätten eine Ring-S-Bahn und wir hätten schnelle RE`s und Fernzugverbindungen nach Kiel, nach Flensburg nach Kopenhagen, etc.
Ein Schienenelbtunnel würde bedeuten:
in 7 min. ab Harburg wäre eine ICE im Tiefbahnhopf Altona.
Wer zum Hbf möchte, steigt in die S-Bahn, wer nach Kiel will, bleibt sitzen und freut sich über diese schnelle Verbindung.

Fernzüge nach Kopenhagen über neuen Elbtunnel und Flensburg? Nur mal so ein Tipp: Fehmarnbelttunnel mit angedachter Fahrzeit von 2:30 h im Vergleich zu heute 4:50 h …

> Wer zum Hbf möchte, steigt in die S-Bahn, wer nach Kiel will, bleibt sitzen und freut sich über diese schnelle Verbindung.

Gerne einmal Zahlen, wie viel % der Fahrgäste aus dem Zug, die aussteigen, wären das denn.

Hallo Sebastian,
es geht Prellbock doch nur darum, alle möglichen Register zu ziehen, damit Altona (alt) irgendeine Berechtigung für den Erhalt bekommt. Ansonsten ist eine zweite Elbquerung im Westen für sie vermutlich völlig irrelevant.
Herr Müller-Goldenstedt hat ja nicht mal in seinem Beitrag, der sich offensichtlich auf meine Antwort von gestern bezieht, erkannt, dass u.a. das “unfähig” Bestandteil meiner Ironie war.

Dieser ganze Dogmatismus von Prellbock, egal ob zu diesem Thema oder z.B. zur Stadtbahn, ist so was von unproduktiv und stößt nur noch prinzipiell positiv eingestellte Menschen ab. Prellbock erreicht nur das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollen. Und das in jeder Beziehung.

Hallo Jens Ruge,

ich weiß, aber es ist schon immer nett, mittels einer sachlichen Frage / Anmerkungen das ganze Argumentationkonstrukt zu Fall zu bringen.

Ein theoretischer Tiefbahnhof würde übrigens vermutlich nicht genau am heutigen Bahnhof liegen. Der hätte natürlich nicht die von Prellbock proklamierten Vorteile des barrierefreien Umstieges, den sie sonst immer ins Spiel bringen. Außerdem sind sie bei der U5 gegen die “unzumutbare” Höhenunterschiede, daher ist das ganze echt immer lustig.

Was mich bei Prellbock (und auch vielen anderen BIs) stört, ist dieses absolutistisches. Es ist nie “hier ist Altona alt besser, hier Diebsteich, aber aus dem und dem Grund sollte Altona bleiben”, nein Diebsteich ist “völlige Grütze und Teufelszeug”. Gleiches U5 vs. Stadtbahn, da gibt es auch nur schwarz (U5) und weiß (Stadtbahn). Und bei dieser Grundeinstellung wundern sie sich dann, warum man sie nicht ernst nimmt.

Hinzu kommt, daß man sich immer an Projekte hängt, die entweder in der Planfeststellung sind oder sogar im Bau: Warum nicht einmal außer unrealistischen Träumereien hinterher hängend durchaus ambitionierte Dinge mitanstoßen:
– Deckelung Langenfelde (wenn man die A7 überdeckeln kann, warum nicht auch dieses riesige Bahnfeld?)
– zeitnahe Verlängerung der U4 nach Jenfeld und Harburg.
– zeitnäherer Bau der U3 Haltestelle Fuhlsbüttler Straße.
usw.
Und ich muß auch gestehen, daß mich der derzeitige Bahnhof Altona nicht wirklich anspricht und für die Meisten, die dann in ein paar Jahren nach Diebsteich fahren und eben nicht in Altona wohnen, die Anfahrt nicht wirklich schlechter ist. (Treppensteigen ist hier wie dort von der S-Bahn erforderlich). Und vor allem: Altona bekommt eine riesige Fläche zurück, die man für Wohnbebauung und auch einen schönen Park nutzen kann. Die Kapazitätsprobleme in Diebsteich werden vorläufig ein Problem sein aber mit dem Ferlemanntunnel gelöst werden können.

Die Brücke über der Zweibrückenstraße ist wohl sehr beschädigt.
Aber es muss doch gelingen, in einer Woche eine oder zwei Stützen unter der Brücke zu bauen.
Wir haben in HH Blohm & Voss und weitere gute Stahlbauer. Notfalls muss für die Schiene der Autoverkehr unter der Brücke eingeschränkt werden, wenn da Platz für die Stützen gebraucht wird.
Und das sind die absoluten Muss:
1.Freigabe der ICE`s und IC zwischen Altona bis Harburg und anders herum.
2.RB-Pendelzüge zwischen Altona und Harburg mit viel Platz für das Fahrrad.
3.Busersatzverkehre im 10 min. Takt
4.Hafenfähren ab Landungsbrücken nach Harburg.
Und für eine bessere Zukunft:
Statt 10 Milliarden€ für VET, Diebsteich und eine neue Autoreisezugverladung
für !!!!!!!
die Hälfte eine
2.Schienen-Elbquerung vom Süden nach Altona.
Der Süden von Hamburg darf nicht zur 3.Klasse im ÖPNV werden.
Ganz besonders ärgerlich weiterhin die Website der HH-Verkehrbehörde.
Kein Wort zu dieser Situation, stattdessen weiterhin das Hohe Lied zur neuen S-Bahn:
“Mehr Züge, mehr Platz, mehr Komfort Das neue Liniennetz der S-Bahn Hamburg”
Ich sage dazu: Besser gehts nicht oder Kaum zu glauben aber amtlich.

Genau, wir fällen einen Baum, schnitzen ihn in passende Stücke zurecht und schieben diese als Abstützung unter die demolierte Brücke. Das geht ganz schnell, im Gegensatz zu dem, was die “unfähige S-Bahn” macht.
Ich kann mich entsinnen, in einem anderen Beitrag etwas über “mit einem Bein im Knast” geschrieben zu haben. Aber egal.
(Wer die Ironie gefunden hat, kann sie gerne mitnehmen.)
Und was die wieder aufgewärmte Altonaer Elbquerung betrifft, da helfen auch keine 7 Ausrufezeichen. (Hand aufs Herz: Es geht doch nur um Altona-Alt.)

ich halte eine weitere Elbquerung bei Altona nicht für realistisch. Zum einen wäre das ein ziemlich ambitioniertes Bauwerk aber vor allem: Es wohnt in Altenwerder kaum jemand (mehr) und das wird sich Dank Hafenerweiterungsentwicklungsplan auch nicht ändern. Viel wichtiger wäre doch, endlich die U4 nicht nur als “Pet Project” ab Jungfernstieg zu begreifen, sondern die Trasse Richtung Harburg und Kirchdorf Süd zu planen und zu bauen und auch einen P&R Abschnitt für die Pendler aus Niedersachsen einzurichten. Zusätzlich bedarf es zweier weiterer Fernbahnbrücken über die Elbe. Die Katastrophe in Hamburg ist doch, daß alles Mögliche geplant wird aber sobald die Deutsche Bahn auch nur am Rande involviert ist, nichts geht. Nur beim U Bahn Bau geht es wenigstens teilweise voran.
Es stimmt allerdings, daß die bisher getroffenen Maßnahmen einfach unzureichend bzw. erbärmlich sind. Warum z.b. läßt man nicht während der Rush hour morgens die S-Bahn nicht in Richtung Innenstadt durchfahren und in der Gegenrichtung am Abend. Damit wäre zumindest in einer Richtung ein Normalbetrieb möglich. Die S-Bahn Hamburg kann halt gar nichts und Hunderttausende leiden darunter im Moment. Der Vorschlag: die Brücke mit der Kompetenz von Schiffbauern kurzfristig einsatzbereit zu machen, buchen wie mal besser in den Bereich verspäteter Aprilscherz ab.

Die zweite Elbquerung für S-Bahn und Fernverkehr westlich des Hauptbahnhofs würde insofern Sinn ergeben, als der Hauptbahnhof dann nicht als Kopfbahnhof mit Auszugsgleis nach Kiel und Westerland verwendet würde, sondern als Durchgangsbahnhof mit Frankfurt über Kassel, Berlin und Stockholm auf der einen Seite und das Ruhrgebiet, Kiel und Westerland auf der anderen Seite.
Auch die S-Bahn fährt ja vom Westen (Stade) bis Norden (Poppenbüttel) über 270° der Metropolregion von der Südseite ein.
Für jede andere Relation gibt es ein notdürftiges Backup. Aber Richtung Süden ist erst in Wittenberge die nächste halbwegs leistungsfähige Elbquerung. Dagegen steht auf der Straße der A7 Tunnel, die A1 Brücken und die A253 / A255 Brücken. Da sind über die Norderelbe insgesamt 26 Fahrspuren vorhanden, die an der A1 um 4 weitere ergänzt werden sollen. Bei den Gleisen wurde eines abgebaut und jetzt sind es nur noch 6. Aber das wirklich fatale ist, dass die alle nebeneinander liegen.
Wäre der LKW 20m weiter gefahren, wäre jetzt der Hafen, die Innenstadt und der Süden Hamburgs komplett lahm gelegt, weil die Leute ja irgendwie zur Arbeit müssen. Was bleibt denn da, als sich ein Auto zu organsieren? Es wird einem ja allerorts nachgeschmissen mit wirklich üppige staatlichen Zugschüssen z.B. für Elektroautos.
9 EUR-Ticket hört sich gut an. Nicht für eine ehemals direkte Verbindung 3 Mal bescheuert umsteigen zu müssen, wäre eine Lösung. Von den 26 Spuren könnte ja wohl 2 für direkte Busverkehre genutzt werden.

jetzt zeigt es, das dringend denje eine zweite Elbquerung gebraucht wird, worüber seit Jahrzehnten Diskutiert wird. Jetzt bin ich gespannt, ob der Senat endlich in die Tüte kommt und Nägel mit Zöpfen macht. Aber was auch komisch ist: Freitag meldet der HVV auch in seinem Newsletter und die Website der S Bahn das die Züge nach Harburg fahren, das der Pendelverkehr besser laufen soll und und. es zeigt wieder das selbst der Teuerste Verkehrsverbund Deutschland nur mit Wasser kocht und die Fahrgäste seit Jahrzehnten nur veräppelt. Denn da 9 € Ticket war Bundesweit ein Stresstest für die Milliarden die im Nahverkehr Investiert wurden, das die eigentlich weg sind für nichts. Denn was immer klappt sind die Preiserhöhungen in Hamburg, aber was bringt das? Die Hochbahn lässt immer noch kuscheln zu jeder Tageszeit, wie auch die DB Regio Nor Ost. Denn warum gibt es z.B. denn RE von Hamburg nach Berlin nicht mehr, warum müssen die Hamburger nur die teuren IC und ICE nach Berlin nehmen?

Wären denn genügend zusätzliche Hafenfähren und Schiffsführer verfügbar, um einen Schiffspendel zumindest zwischen Landungsbrücken und dem Harburger Binnenhafen einzurichten?
Ich glaube, an diese Möglichkeit hat bis jetzt noch niemand beim >hvv gedacht.

Wenn man sich anschaut, was in London mit CrossRail für ein Investitionsvolumen geleistet wurde, um die Schienenkapazität massiv zu erhöhen, sind die Diskussionen, die wir in Hamburg über U4 und S-Bahn-Tunnel führen, ein absoluter Witz…

18 Mrd GBP hat CrossRail gekostet und war 9 Mrd. über dem ursprünglichen Budget mit einer Bauverzögerung von 8 Jahren. Teilweise wurden wie in Canary Wharf die Haltestellen privat finanziert. Egal: Jetzt fährt das Ding und das Bahngefühl in London hat sich dramatisch verbessert. Von Reading in die City in 30 Minuten (dafür brauchte man vorher 1 Stunde und mehr); das sagt eigentlich alles und zurecht geht Cross Rail2 in die Endplanung. (und in UK gibt es keine Machbarkeitsstudien und auch keine Planfeststellungsverfahren:) Beides hat eh wenig mit Demokratie aber alles mit Preissteigerungen und Bauverzögerungen zu tun. In Deutschland will man es immer allen bis aufs Kleinste recht machen und macht es am Ende…Niemanden recht.

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