S-Bahn nach Winsen ist offenbar kaum realistisch

Die vom Landkreis Harburg angedachte S-Bahn nach Winsen und Tostedt bleibt wohl ein Wunschtraum. Für die Deutsche Bahn und das Land Niedersachsen ist das Projekt derzeit kein Thema. Aber der Landkreis Harburg will für seine Idee kämpfen.
Von Christian Hinkelmann
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Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 474 fährt aus dem Bahnhof Elbgaustraße heraus

Dämpfer für den Landkreis Harburg. Die gewünschten S-Bahn-Linien vom Hamburger Hauptbahnhof nach Winsen und Tostedt werden in den nächsten Jahren nicht gebaut. Das erklärte die niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG auf Anfrage von NahverkehrHAMBURG.

“Es gibt keine konkreten Planungen und wir verfolgen das Projekt auch nicht weiter”, betonte Reinhard Kaiser, Bereichsleiter Technik der LNVG. Hintergrund sind die zu erwartenden Kosten. “Wir hatten uns die Idee vor einigen Jahren einmal genauer angeschaut und haben festgestellt, dass es wahnsinnig teuer werden würde”, so Kaiser.

Größter Kostentreiber wäre laut LNVG die Ausfädelung der neuen Strecke aus dem Hamburger S-Bahnnetz. “Nach unserer Ansicht müsste die neue Linie hinter dem Bahnhof “Hamburg-Harburg” unterirdisch aus dem bestehenden S-Bahn-Tunnel abzweigen und dürfte im Grunde erst kurz vor Meckelfeld zurück an die Oberfläche kommen”, so Kaiser weiter.

Auch die Deutsche Bahn winkt ab: “Für uns ist die Idee kein Thema”, betont Bahnsprecher Egbert Mayer-Lovis auf Anfrage.

Der Landkreis Harburg will sich dennoch nicht geschlagen geben. Pressesprecher Bernhard Frosdorfer zu NahverkehrHAMBURG: “Wir wissen, dass die Verwirklichung dieses Projekts ein langer Weg ist und wir werden kontinuierlich daran arbeiten. Schließlich wäre ein S-Bahn-Anschluss für unseren Kreis ein attraktiver Standortvorteil”.
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