S-Bahn plant noch keine Trostpflaster für genervte Fahrgäste

Auch in dieser Woche werden in Hamburg möglicherweise wieder S-Bahnen ausfallen oder nur als Kurzzug unterwegs sein. Schuld ist Herbstlaub auf den Gleisen, das die Räder der Züge schädigt. Freiwillige Trostpflaster für die genervten Fahrgäste plant die S-Bahn Hamburg GmbH bislang nicht.
Christian Hinkelmann
Ein Anzeiger am S-Bahnhof Rothenburgsort dokumentierte im Juni 2019 den unregelmäßigen Betrieb auf der Linie S21.
Ein Anzeiger am S-Bahnhof Rothenburgsort dokumentierte im Juni 2019 den unregelmäßigen Betrieb auf der Linie S21.
Foto: NAHVERKEHR HAMBURG

Herbstlaub auf den Schienen sorgt bei der Hamburger S-Bahn offenbar weiterhin für verkürzte Züge und Totalausfälle durch beschädigte Räder. Derzeit könne man keine Prognose abgeben, wie lange dies noch andauere, erklärte ein Bahnsprecher gegenüber NahverkehrHAMBURG. Betroffen sei hauptsächlich die Linie S2 nach Bergedorf.

Auch der Hamburger Verkehrsverbund kann noch keine genaueren Angaben machen. “Nach unserer Information hat sich die Situation schon gebessert, auch wenn noch nicht der Normalzustand wieder eingekehrt ist”, so HVV-Sprecherin Giesela Becker zu NahverkehrHAMBURG. Verbindliche Zusagen seitens der S-Bahn Hamburg GmbH gebe es nicht.

Sicher ist nur: Für die DB-Tochter werden die Ausfälle teuer. Becker: “Es besteht zwischen der Stadt Hamburg und der S-Bahn Hamburg ein Verkehrsvertrag. Für komplett ausgefallene Züge bzw. Fahrten wird kein Geld gezahlt”. Allerdings: Außerplanmäßig verkürzte Züge werden laut HVV nicht bestraft.

Die von den vielen S-Bahn-Ausfällen betroffenen Fahrgäste haben dagegen wenig Aussicht auf Entschädigung. Zwar greift bei einer Verspätung von mehr als 20 Minuten die HVV-Garantie, bei der die Hälfte des Fahrpreises erstattet wird, doch dazu dürfte es im Fa…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „S-Bahn plant noch keine Trostpflaster für genervte Fahrgäste“

Viel Frust auf der Linie S21/S2!
Als täglicher Pendler auf der Linie S21/S2 gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass der Hamburger Osten zunehmend “stiefmütterlich” von der S-Bahn Hamburg behandelt wird. Trotz steigender Fahrgastzahlen fahren hier ausschließlich die ältesten (BR 472/473 der Baujahre 1974 – 1984) und störanfälligsten Triebzüge im S-Bahn-Netz. Modernere Züge, wie auf der “Vorzeige-“Linie S1 zwischen dem Flughafen und den Elbvororten, werden im Hamburger Osten nur dann eingesetzt, wenn die “regulären alten Züge” in der Werkstatt sind und der Fahrplan anders nicht aufrecht erhalten werden kann. Grundsätzlich fallen vorher einzelne oder auch mal sämtliche Züge der sog. Verstärkerlinie S2 in der Hauptverkehrszeit aus, was dazu führt, dass die S21 völlig überfüllt ist.
Dieser Zustand wird sich, nach Auskunft einer Mitarbeiterein der S-Bahn Hamburg, erst dann ändern, wenn die S-Bahn Hamburg den Zuschlag für die nächste Ausschreibung des HH-S-Bahn Netzes erhält und dann neue Züge in Auftrag gibt – so etwa ab 2017!. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Zug in der Hauptverkehrszeit mit einem Defekt ausfällt oder sonstige Störungen (defekte Weichen, Böschungsbrand, betriebsfremde Personen oder Laub) den Verkehr ausbremsen. Die Bahnsteigdurchsagen, welche die Kunden! informieren sollen, sind ein Kapitel für sich. Bauarbeiten, wie z.B. die Modernisierung des Bahnhofes Mittlerer Landweg können sich schon mal über eineinhalb Jahre hinziehen; aktuell ist der halbe Bahnsteig im Bahnhof Nettelnburg eine Sandwüste. Im Winter fahren wir gerne in kalten oder überheizten Zügen und so weiter und so fort….. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den Sommer – dann nehme ich lieber mein Fahrrad und pendel die 20 km in die City- ohne Störungen.
Mit freundlichen Grüßen,
Karsten Binge

Da ich in Bergedorf einsteige, versuche ich möglichst eine der sehr selten verkehrenden RE-Züge von Büchen nach Hamburg zu nehmen. Die Doppelstockwagen sind bequem und haben gute Laufeigenschaften. So reise ich per RE und Stadtrad weiter nach Altona. Da bleibt mir der 472er Frust erspart. Es ist unbequem, die ganze Strecke dicht gedrängt in der S-Bahn zu stehen. Wenn in Hamburg mal trokenes Wetter ist, pendel ich ebenfalls sehr gerne mit dem Rad (Pedelec) 28 km zur Arbeit. Bei Hamburgs berühmten Schmuddelwetter kann ich meinem Auto nicht wiederstehen.

Ich bin komplett aufs Rad umgestiegen, meine Proficard (71,50 mtl. für den HVV) ist gekündigt!

Bei 10Km Weg pro Richtung durch die City ist das kein Problem, keine überfüllten Züge und anstelle wie doof zu warten oder mich zu drängeln tue ich etwas für meine Gesundheit-und bei 1,2 Feierabendbierchen drangsaliert mich auch kein Wachdienst.

Wenn alle, denen es entfernungstechnisch möglich wäre, dem HVV auf diese Weise die Rote Karte zeigen würden, würde sich dieses Unternehmen vielleicht weg von Restriktion und schlechtem Service sondern wieder hin zu entspannter, guter Beförderungsqualität hin orientieren!

Dieses Herbstlaubtheater sit doch bei der Deutschen bahn seit einigen Jahren ien Thema, bei der Hochbahn wa re ja uch nicht unbekannt , nur diese masiven ausfälle hat es dort nie egeben, seitdem die Außenstrecken ständig gereinigt werden mit speziellen Gantiren gibt es dort nur geringe Problem. Bei der Deuteschen Bahn könnte man doch glauen dass sie mal bei der Hochbahn abschreiben slllte wie man sowas in Griff kriegt …

Derzeit kann man davon ausgehen das die S2 nicht fährt. Leider ist die S21 frühs schon oft in Bergedorf übervoll, in Nettelnburg und Allermöhe mus man eh stehen. Außer auf den Regionalexpress umzusteigen habe ich keine andere Möglichkeit, da es sinnlos ist in die Hafencity mit dem Auto zu fahren. Also bezahlt man sehr viel Geld für einen schlechten Service. Die Anbindung des Hamburger Osten ist eh mehr als mangelhaft.

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