S-Bahn-Sperre im Sommer: Wilhelmsburg nur per Bus erreichbar

Harte Zeiten für Pendler aus dem Hamburger Süden: In den Sommerferien wird die S-Bahn-Hauptschlagader zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg knapp vier Wochen lang voll gesperrt. Der Grund sind Gleisbauarbeiten. Ersatzweise fahren Busse, die aber bis zu 20 Minuten länger benötigen. Einen weiteren Ersatzverkehr mit Fähren lehnt die Stadt ab.
S-Bahn auf den Süderelbbrücken in Hamburg-Wilhelmsburg
S-Bahn auf den Süderelbbrücken in Hamburg-Wilhelmsburg

Pendler aus dem Hamburger Süden müssen sich in den Sommerferien auf längere Fahrzeiten und zusätzliches Umsteigen einstellen. Vom 21. Juli bis zum 14. August wird die vielgenutzte S-Bahnverbindung zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg voll gesperrt. An den vier Wochenenden in diesem Zeitraum wird die Sperrung sogar bis nach Harburg ausgeweitet.

Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Birgit Stöver hervor (Drucksache 21/4276).

Der Grund sind Gleisbauarbeiten. Außerdem werden mit Blick auf den geplanten Bau des neuen S-Bahnhofs “Elbbrücken” bereits zusätzliche Weichenverbindungen eingebaut (siehe hier).

Laut Senat gibt es zu der Vollsperrung der zweigleisigen Strecke keine Alternative – eine nur eingleisige Sperrung würde die Bauzeit demnach über die Ferienzeit hinaus verlängern.

Während der Bauarbeiten soll die S-Bahnlinie S3 von Pinneberg kommend über Berliner Tor nach Hasselbrook fahren und dort wenden. Fahrgäste Richtung Süden sollen am Berliner Tor in Ersatzbusse umsteigen, die ohne Zwischenhalt direkt bis Wilhelmsburg und an den Wochenenden bis Harburg fahren.

Die S-Bahnlinie S31 soll nach Angaben des Hamburger Senats während der Sperrzeit ganztags zwischen Altona und Hammerbrook pendeln. Ab Hammerbrook fährt dann ein Ersatzbus, der in Veddel…

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13 Antworten auf „S-Bahn-Sperre im Sommer: Wilhelmsburg nur per Bus erreichbar“

Die Fähre wäre ohne Rad eine schlechte Alternative.
Zum Feierabendverkehr kommt der Bus am Anlieger immer so an, dass man ca 15min auf diesen warten muss. Ab 17 Uhr noch länger und wenn man später Arbeitet und die Fähre um 1810 nicht bekommt kommt gar kein Bus mehr. Alternativ könnte man 10-15min zu fuss zum Stübenplatz gehen aber da Fährt auch kein Bus mehr – Bauarbeiten – sodass sich der Fussweg um weitere 10-15min verlängert.

ÖPNV Technisch ist man ab Veddel auf die S3 angewiesen… Die gewünschte uBahn Strecke über die Elbe wird wohl so schnell nicht kommen aber die Zahl der Fahrgäste, durch den “Sprung über die Elbe” weiter erhöht. Es sind ja allein 2500neue Wohnungen auf Wilhelmsburg geplant, sobald die B75 verlegt ist.

Wie kann die S-Bahn von Pinneberg kommend über Brliner Tor nach Hammerbrook fahren? – siehe Artikel – Es besteht keine direkte Schienenverbindung zwischen Berliner Tor und Hammerbrook.

Du meinst wohl nach Hassenbrook oder? Nun ich denke da wird die S3 den Selben Weg nehmen wie die S1.

Ich hab’ mich Heute auch gewundert als ich in Hasselbrook eine S3 mit Fahrtziel Pinneberg gesehen habe, aber dann kam mir der Gedanke das die ja den gleichen Weg wie die S1 Richtung HBF nehmen kann.

Die nicht vorhandene Schienenverbindung die du meinst ist aus Richtung Hasselbrook über Landwehr nach Berliner Tor und von da aus nach Hammerbrook. Das geht nicht. Das wäre auch die Verbindung in Richtung Stade.
Aber vom HBF kommend fahren die S3 Züge ja vor Berliner Tor die Brücke hoch, halten am oberen Bahnsteig und fahren dann nach Hammerbrook weiter.

Ich habe den Eindruck, dass der Hamburger Senat die tatsächliche Nutzung der S-Bahn zwischen Hbf, Veddel, Wilhelmsburgh und Harburg schlichtweg unterschätzt. Genauso auch die Nutzung des Metronoms, der im Fahrplan selbst an Wochenenden noch “Sardinienzüge” vorsieht.

@ Wolfgang:

“Während der Bauarbeiten soll die S-Bahnlinie S3 von Pinneberg kommend über Berliner Tor nach Hasselbrook fahren und dort wenden.”

Hasselbrook, nicht Hammerbrook.

Wie viele Abgeordnete aus dem Hamburger Rathaus kommen aus dem Süderelbebereich, bzw. Harburg? Es interessiert im Rathaus niemanden wirklich was im südlichen Teil Hamburgs wirklich nötig wäre. Die Elbphilharmonie darf das 10-fache kosten, Autobahndeckel? Beschlossen und die Arbeiten beginnen schon 1 1/2 Jahre später.
Die A 26 wird wohl 2060 an HH angeschlossen, die nötige Hafenquerspange lässt bestimmt auch 50 Jahre auf sich warten. Immerhin ging es mit den Flüchtlingsunterkünften schnell, da weiß man, wo der Süden liegt.
Also Leute, seid froh das die Schienen innerhalb von 4 Wochen erneuert werden!

Dass sich die Verkehrsbehörde so vehement gegen die im Regionalausschuss Wilhelmsburg EINSTIMMIG vorgebrachten Vorschläge wendet, ist schon sehr erstaunlich.

@ Gert:
“Die Elbphilharmonie” kostete nicht das “10-fache”, auch wenn fast alle Medien diesen Quatsch immer wieder nachplappern.

186 Mio € zu 866 Mio € macht runde 4,7. Aber das klingt halt aber nicht so dramatisch.

Aber was soll die S3 denn in Hasselbrook? Also wäre es nicht schlauer lieber nach Rothenburgsort zu fahren und sogar den SEV von dort aus anbieten?

wenn schon keine zusätzlichen Metronom-Züge… so hätte man doch bei etwas gutem Willen einen zusätzlichen Pendelverkehr mit DB-Regio-Zügen zwischen Harburg und Hauptbahnhof organisieren können… aber was solls – die blöden Bewohner südler der Elbe sollen sich gefälligst in volle Ersatzbusse zwängen und zufrieden sein, dass überhaupt noch irgendetwas fährt…!!

Und das Nadelöhr Reichsstrasse, das angeblich mal zur IGS fertig werden werden sollte, dauert auch immer länger, wird schlimmer und schlimmer.

Die Sesselpfurzer in den Rathäusern und Verwaltungen sollten mal die Abstimmungsergebnisse gegen Olympia stadtteilbezogen betrachten, aber ganz genau. Da können sie direkt ablesen, wo sie die Bürger in der Vergangenheit mit Versprechungen und Lügen so massiv verarscht haben, dass es zur Olympia Abstimmung statt der überragenden Zustimmung eine schallende Ohrfeige gab, teilweise über 80% dagegen waren.

Wenn einem die Leute, die in Hafen müssen und die Wegzeiten anderer Berufstätiger chronisch egal sind, sie sich nur um die eigenen Belange und Vorteile für die Wirtschaftslobby scheren, fliegt einem irgendwann halt mal Volkes Meinung gründlich um die Ohren.
Das schieben sie dann auf die Situation in Frankreich oder NOlympia, obwohl die paar Figuren selbst bei Aktionen kaum ein Bein an die Erde bekommen haben, anstatt sich mal selbst in den Schritt zu fassen.

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