S-Bahnhof Elbbrücken: Eröffnung verzögert sich um Monate

Der neue S-Bahnhof an den Elbbrücken wird deutlich später fertig als geplant. Die Eröffnung verzögert sich um Monate. Ein Datum gibt es nicht.
Von Christian Hinkelmann
Sichtbarstes Zeichen am neuen S-Bahnhof Elbbrücken: Ein Gestell, auf dem ein gläserne Fußgängersteg zum benachbarten U-Bahnhof lagern soll
Sichtbarstes Zeichen am neuen S-Bahnhof Elbbrücken: Ein Gestell, auf dem ein gläserne Fußgängersteg zum benachbarten U-Bahnhof lagern soll

Beobachter hatten es schon länger vermutet – nun ist es offiziell: Der neue S-Bahnhof an den Elbbrücken wird nicht rechtzeitig bis zur geplanten Eröffnung im Dezember fertig. Die Inbetriebnahme verzögert sich um mehrere Monate, wie die Deutsche Bahn gestern mitteilte.

Einen genauen neuen Termin gibt es nach übereinstimmenden Medienberichten noch nicht.

Grund sind laut NDR Probleme mit dem Boden: Bei der Gründung der neuen S-Bahn-Station kamen die Bauarbeiter nicht tief genug in den Untergrund, weil es dort Widerstände gab.

Statt 18 Meter kam der Bohrer teilweise nur zehn Meter tief. Neun baumstammdicke Betonsäulen sind dem NDR-Bericht zufolge schon gegossen worden, nur zwei davon gingen tief genug.

Statik für S-Bahnhof Elbbrücken muss neu berechnet werden

Aus diesem Grund musst die Statik der Station laut NDR jetzt neu berechnet werden.

In welchem Umfang die neuen Probleme die Kosten für den neuen Bahnhof weiter nach oben treiben, ist noch nicht bekannt.

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15 Antworten auf „S-Bahnhof Elbbrücken: Eröffnung verzögert sich um Monate“

Da hat wohl ein besonders kompetenter Controller an der richtigen Stelle -dem Baugrundgutachten- sparen lassen.
D.h. so um die 20.000€ vielleicht?!

Anders ist es nicht zu erklären.
Aber Hauptsache die Umplanung und was sonst noch so mit dranhängt ist gratis…

Wird dieser entlassen? Ich hoffe es.

Ist die denn vorgesehen? Die Suche im Neuland nach “linie (m)13 elbbrücken” findet jedenfalls nur Kommentare und Randgruppenforderungen (der preußische Rest in Wilhelmsburg vermutlich, man kennt’s), aber keine Nachrichten oder Pressemeldungen.

Wenn Elbbrücken die neue Endstation der 13 wird, braucht die Hochbahn dort ja einen Haufen Überlieger, während der Platz an der Veddel nicht mehr benötigt wird. So spart man sich zwar einen Umstieg in Richtung Hafencity, aber die S-Bahn ist dann doch flotter als der Bus durchs Veddeler Wohngebiet, ob nun über Freihafenelbbrücke oder die Neue Elbbrücke.

Fände es für solche Fahrgäste sinnvoller, wenn die 34, die den Kreisel auf der Veddel links (naja, in dem Falle rechts) liegen lässt, direkt beim Eingang zu den beiden Bahnhöfen hält und man ohne LSA-Überquerung dort reinkommt. Derzeit rast der Bus ja vom Veddeler Marktplatz direkt bis zum Billhorner Röhrendamm. Die Zweibrückenstraße wird ja nicht mehr von der 154 bedient, aber afaik nur temporär so aufgrund von Baustellen. Da könnte man ja auch überlegen, ob die 34 zu einer “normalen” Linie wird; und bei zunehmender Nachfrage schaut man halt Richtung Gelenkbus. Wären zwar mit 200m Fußweg auch international üblich bei vielen Stationen, wo man mit wenig Mühe ein nettes Angebot errichten kann, das keinem schadet, aber die Olympiagegner bzw. Sportmuffel, die ja schon eine Verlängerung der U4 gen Kleiner Grasbrook ablehnten, sind ja schon von 60 Metern Skywalk zwischen U- und S-Bahn heillos überfordert und können sich nicht vorstellen, diesen Weg fußläufig bzw. körperlich zu überwinden. Für die muss man dann wohl irgendwie die 256 umlenken, die derzeit schlecht für Nutzer der 13 erreichbar ist. ^^

(das S- bzw. R-Wort hebe ich mir für spätere Kommentare auf)

Ein Bauprojekt der Deutschen Bahn wird später fertig und teurer, ich bin schockiert. Damit konnte man doch wirklich nicht rechnen! Und nach der Devise “erst mal anfangen, dann sehen wir im Lauf der Zeit schon, was so im Boden auf uns wartet” baut doch jeder private Bauherr!

Allerdings beruhigt mich die Meldung – ebenso wie der Hinweis auf den “S-Bahnhof Ottensen” – mit Blick auf “Altona-Diebsteich”: Bis der Unsinn fertig ist, werden wohl Frau Bährs Flugtaxis im Einsatz sein …

Schöne Grüße an alle aus einer der rollenden Hamburger DB-Saunen = unklimatisierte S-Bahn. Sänk ju vor träveling …

Wenn ich hier lese, dass es die DB wieder nicht hinbekommt, ein Projekt im Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren, dann wird mir ziemlich mulmig, wie wohl die Entscheidung bzgl. der Schienenanbindung von Osdorf ausgeht, denn hier gibt es ja die beiden Varianten U5 oder S32. Sollte hier die Entscheidung zugunsten der S-Bahn ausgehen, dann wird es am Ende vielleicht ein böses Erwachen geben.

Ich sage mal, alle interessierten Leser dieser Internetseite wussten, dass die Termine nicht zu halten sind. Ich habe mich schon vor einem halben Jahr gewundert. Ich nenne nur mal die beteiligten Akteure: DB Netz, DB Station und Service und S-Bahn Hamburg
Mich würde auch mal interessieren, wann die S-Bahn Station Ottensen an der S 1 umgesetzt wird. Seit 25 Jahren in der Planung…

Wenn es die Bahn schon bei solchen “Prestigprojekten” nicht schafft, Termine zu halten, dann wundert es mich nicht mehr, wenn an verschiedensten “Nebenbaustellen”, beim mir momentan “Alte Wöhr”, die Bauarbeiten auch nicht termingerecht abgeschlossen werden.
Ob die Haltestelle dieses Jahr oder 2019 oder sonstwann fertig wird, stört glaube ich niemanden. Ärgerlich nur, dass die Kosten mal wieder steigen.

Das das Projekt “S-Bahnhof Elbbrücken” sich verzögert, kommt für mich völlig überraschend. Das sich im Untergrund möglicherweise Hindernisse (vermutlich Steine) befinden, war für die Deutsche Bahn absolut nicht vorhersehbar gewesen, andernfalls hätte die DB eine ganz andere zeitliche Planung und selbstverständlich auch auch eine völlig andere Kalkulation abgeliefert.

Vergessen wir doch bitte nicht, dass die DB ein sehr erfahrenes Unternehmen im Bereich Bahn- und Bahnhofsbau ist und über sehr gute Referenzen verfügt. Ich möchte hier stellvertretend nur die präzise Planung und Durchführung der Projekte “Berliner Ostbahnhof” oder “Stuttgart 21” nennen.

Da ist es doch wohl auch nur selbstverständlich, dass die nun leider entstehenden Mehrkosten nicht zu Lasten des Traditionsunternehmens DB gehen dürfen, sondern von der Stadt Hamburg getragen werden müssen. Immerhin ist es ja auch Hamburger Baugrund. Woher soll man bei der DB auch nur ahnen können, was die Hamburger hier vergraben haben bzw welche Steine die Stadt der DB in den Weg legen wird.

Hier also die DB in irgendeiner Form verantwortlich zu machen, ist völlig fehl am Platze.

Wer nun mit dem Argument kommt, dass die Hochbahn nicht diese Probleme hat, im Zeitplan liegt und sogar möglicherweise noch unter dem Kostenrahmen bleibt dem sei nur gesagt: Die Hochbahn ist ein Hamburger Unternehmen, das natürlich Zugang zu internen Unterlagen bekam und somit ganz anders Planen und Kalkulieren konnte.

Nun aber genug mit Ironie und Sarkasmus. Freuen wir uns lieber auf ein bequemes Umsteigen zwischen U-Bahn und S-Bahn ab 2025.

Und wenn die Station dann irgendwann fertig sein wird, ist sie zu klein – und die S-Bahn weiterhin total überlastet. Die Bahnsteige sind 210 m lang, da passen nach meiner Rechnung 3 Waggons hin. Man wird also immer genau schauen müssen, wo man einsteigt, um Elbbrücken umsteigen zu können. Außerdem werden zu beiden Seiten der Station tausende Arbeitsplätze entstehen – überwiegend ohne Parkmöglichkeiten (Tower…). Dann Wohnungsbau Reichsstraße und Grassbrook…. Alles sehr ambitioniert und zu eng geplant!

Ein Zug der DB-Baureihe 490, also einem der neuen Hamburger S-Bahn-Züge, ist als Kurzzug mit drei Wagen 66m lang. Ein Langzug mit 9 Wagen hat also eine Länge von 198m und passt somit an die Bahnsteige. Es macht auch keinen Sinn, einen längeren Bahnsteig zu bauen, da auch die anderen Bahnsteige (in Hamburg und anderen S-Bahn-Systemen) keine größere Länge haben und somit auf den S3*-Linien trotzdem keine längeren Züge fahren könnten.

Mit Findlingen muss man überall in HH rechnen. Das Gelände wurde in der Eiszeit geformt. Und das Eis hat die Granitbrocken von Skandinavien hierher verschoben. So etwas sollte eigentlich jeder Bau-Ingenieur wissen.

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