S-Bahnhof Elbbrücken: Im Sommer starten Bauvorbereitungen

Im Sommer starten die ersten Bauvorbereitungen für den geplanten S-Bahnhof Elbbrücken. Dann werden die ersten Bauweichen verlegt. Bis Mitte August erwartet die Deutsche Bahn den Planfeststellungsbeschluss für das 40-Millionen-Euro-Projekt. Anfang kommenden Jahres soll dann der Bau der Station beginnen.
Von Christian Hinkelmann
S-Bahn an den Elbbrücken in Hamburg
S-Bahn an den Elbbrücken in Hamburg

In wenigen Monaten starten die ersten Bauvorbereitungen für den geplanten neuen S-Bahnhof an den Elbbrücken. Im Sommer sollen im Rahmen einer routinemäßigen Gleiserneuerung zwei Bauweichen südlich der Norderelbbrücke eingebaut werden.

Diese Weichen sind beim späteren Bahnhofsbau nötig, damit die S-Bahnen teilweise eingleisig an der Baustelle vorbeifahren können. Der S-Bahn-Takt soll dadurch nicht eingeschränkt werden.

Das geht aus dem Finanzierungvertrag zwischen der Stadt Hamburg und der Deutschen Bahn zum S-Bahnhof Elbbrücken hervor, der NahverkehrHAMBURG vorliegt.

Die Lage des neuen Bahnhofs ist anspruchsvoll, denn die beiden geplanten 210 Meter langen Außenbahnsteige werden in einem starken Gefälle zwischen zwei Bahn-Brücken liegen. Teilweise liegt die Neigung bei 25 Promille.

Weil dieses starke Gefälle für Fahrgäste nicht ungefährlich ist, sollen laut Bahn spezielle Hinweisschilder aufgestellt werden. Zusätzlich sollen die Bahnsteige in den besonders starken Gefälleabschnitten am Boden farbig markiert werden.

Außerdem sollen waagerechte jeweils fünf Meter lange Podeste in den hinteren Bahnsteigbereichen die Situation entschärfen. Diese Podeste sollen mit Geländern vom übrigen Bahnsteig getrennt werden.

Die Bahnsteige selbst sollen nicht konventionell sondern aus Beton-Fertigteilen gebaut werden. Dabei handelt es sich um Betonplatten, die aufgeständert auf kleinen Streifenfundamenten lieg…

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6 Antworten auf „S-Bahnhof Elbbrücken: Im Sommer starten Bauvorbereitungen“

Ein Bahnhof den die Stadt nicht braucht. Ein Bahnhof, der den ohnehin geplagten Wilhelmsburgern und Harburgern / Süderelbe-Bewohnern 2 Minuten längere Fahrzeiten beschert. Der Systemvorteil der S-Bahn geht verloren.
Die S3/31 stellt durch ihre rasante Fahrzeit den Porsche-Fahrer kalt !
Ein Bahnhof, wo garantiert kein Beschäftigter in der Hafencity nach Williburg umsteigen wird.
Na toll, mal wieder einige Millionen weg, die in einer Verstärkung der stets vollen Züge besser angelegt wären.

Und wie schnell das geht! In der Zeit sind in Ottensen noch nicht mal die Pläne gemacht. Finde ich die U4-Verlängerung schon fragwürdig, ist diese S-Bahn-station wirklich überflüssig. Warum wird sie also kommen? Man (Sie wissen schon, wer…) kann sich als großer Förderer des ÖPNV in Hamburg darstellen, ohne wirklich etwas substantielles zu verbessern Es ist zum Heulen!

Bitte nicht mehr superteuere Designer-Haltestellen bauen! Weder bei Hochbahn noch bei DB. (Auch wenn einige Fans der “schönsten Hochbahn der Welt” das toll finden sollten.) Die Gelder wären für notwendige andere Projekte im ÖPNV besser verwendet.

Was sollen Paläste mit Show-Vorführungen und gefühlt 10 Meter hohem Deckenabstand und mindestens 5 Meter breiten Bahnsteigen, wo sich kaum ein Mensch hin verirrt (und wenn, dann nach 5 Minuten, um unten anzukommen) und der Solo-DT4 irgendwie verloren am Rand rumsteht? Da möchte ich doch lieber funktionale Haltestellen ohne Archtekten-Schnick-Schnack.
Sollen etwa alle Haltestellen der geplanten U5 solche Paläste werden?

Da lobe ich mir doch die funktionalen, völlig ausreichenden, sauberen und großteils liebevoll gestalteten U1-Tunnelhaltestellen! Das reicht volkommen aus und ist ökonomisch vernünftig. Wenn z.B. die S-Bahn-City-Tunnel-Haltestellen gepflegter und farblich und lichttechnisch heller wären und nicht mit so vielen offenen Baustellen, dann wären auch sie sehr gute Haltestellen. Das ist es was ich an der DB dazu kritisieren möchte, nicht fehlenden Schnick-Schnack.
(Der Bf. Tonndorf hat z.B. ein “Designer-Dach”, schön geschwungen und hoch. Aber wenn es regnet, bleibt man nur an einigen wenigen Stellen im Trockenen. Design top, Funktionalität flop.)

Und etwas anderes:
Eine U1-Hst. “Johnsallee” wurde bisher immer u.a. mit dem Argument abgelehnt, dass die Strecke in einer Steigung liegt. Jetzt werde an den Elbbrücken Erfahrungen gesammelt, wie man dem begegnen kann. Sicher “Johnsallee” wäre unterirdisch, aber das wäre meiner Meinung das geringste Problem, wenn man bereit wäre, auf der Rothenbaumchaussee einmal den Individualverkehr zugunsten des ÖPNV-Ausbaus “zurückstecken” zu lassen… Ja, wenn man bereit wäre…
So eine Haltestelle wäre äußerst sinnvoll: Sie nähme viele Studenten von den Linien 4 und 5 weg, sodass die 4 evtl. sogar über einen anderen Weg (Bundesallee) geführt werden und so weitere Gebiete erschließen könnte. Die ungewöhliche, über 1 Kilometer lange Hst.-Lücke (auf einer Innenstadt-Strecke!) wäre endlich geschlossen, mit der Anbindung neuer Fahrgäste aus dem betreffenden Bereich.

@ HVV-Kritiker:
1km U-Bahn und keine Haltestelle? Der Abstand ist doch geradezu paradiesisch, wenn man das mit der U4 vergleicht!

Hallo Josef,

da hast Du in der Relation natürlich vollkommen recht. (Man muss ja in Hamburg schon mit “kleinen Brötchen” zufrieden sein… Ist leider so.)
Ich hatte diese seltsame U4 mit ihrem 180°-Richtungswechsel-Gekurve und ihrer 3 km langer Non-Stop-Fahrt unter SPNV-mäßig schlecht erschlossener Neustadt, S Stadthausbrücke und U Baumwall schon gar nicht als normale U-Bahn “auf dem Schirm”, nur wegen ihren Palästen (s.o.).

Na, anstelle von “Johnsallee” wird ja bald an der U1 die Haltestelle “Kleingartenverein 576” gebaut. Das passt, denn es ist ja die Walddörferbahn, die extra für Gärten gebaut wurde. Ach, die Haltestelle soll “Oldenfelde” heißen? Dabei liegt sie ja gar nicht dort, sondern in Farmsen-Berne, wenn man sich die Grenzen genau ansieht. Sie könnte aber auch “Busbrookhöhe” heißen, das klingt so schön nach des Bürgermeisters Lieblingsnahverkehrsmittel. Na, es fahren ja immerhin zwei dürre Stadtbuslinien (eine für die Arbeit und eine fürs Wochenende), eine heilige Schnellbuslinie und – gerechter Weise nicht zu vergessen – noch ein Nachtbus da durch. Oder “Am Knill”, eben wie Fuchs und Hase, die sich dort “gute Nacht” sagen.

Die Oldenfelder würden sich sicher mehr über eine S-Bahn im mindestens ständigen 10-Minutentakt freuen, die auch dort fahren würde, wo die meisten Oldenfelder wirklich wohnen. Und auch an der U1 könnte es neben “Johnsallee” noch die Station “Barmwisch” geben, die – auf halber Strecke zwischen Wandsbek-Gartenstadt und Trabrennbahn – das andere Ende der Großsiedlung Barmwisch und das den benachbarten Bereich bedienen könnte. Alles sinnvoller als das Vorhaben von Stadt, HVV und HHA.

Sicher werden jetzt gleich wieder welche kommen, die mir erklären werden, dass in Hamburg nur dort gebaut werden kann, wo es möglich ist. D.h. dort, wo kein heiliger Autoverkehr etwas eingeschränkt werden müsste, dort wo keine Geschäftsleute für eine gewisse Zeit evtl. eine (kleine) Baustelle in ihrer Nähe hätten, und dass die U1-Haltestelle “Oldenfelde” so unwahrscheinlich wichtig ist.

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