S-Bahnhof Landungsbrücken: Barrierefreiheit existiert oft nur auf dem Papier

Wochenrückblick: So oft ist der Aufzug am S-Bahnhof Landungsbrücken kaputt, S-Bahn-Strecke in Harburg wird schon bald zwei Wochen lang voll gesperrt, und das ist möglicherweise der wahre Grund für den Misserfolg der Hafenfähre 66.
Christian Hinkelmann
S-Bahnhof Landungsbrücken (Foto: Christian Hinkelmann)
S-Bahnhof Landungsbrücken (Foto: Christian Hinkelmann)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die wichtigsten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

S-Bahnhof Landungsbrücken: Barrierefreiheit existiert oft nur auf dem Papier

Seit zehn Jahren ist der S-Bahnsteig an den Hamburger Landungsbrücken mit einem Fahrstuhl am Hafentor erreichbar und gilt damit als barrierefrei. Allerdings oft nur auf dem Papier, wie der Senat jetzt auf Nachfrage der LINKEN einräumen musste. Demnach war der Aufzug in den vergangenen Jahren immer wieder lange defekt und nicht nutzbar.

Am schlimmsten war die Lage im Jahr 2024. An 137 Tagen funktionierte der Aufzug nicht. Oder anders ausgedrückt: An 37 Prozent aller Tage war der S-Bahnhof Reeperbahn nicht barrierefrei.

Im vergangenen Jahr war die Ausfallquote mit 20 Prozent (73 Tage) ebenfalls auffallend hoch. 2023 lag sie mit 15,5 Prozent (53 Tage) etwas darunter. Auch im aktuellen Jahr gehen die Probleme weiter. Bis jetzt war die Anlage schon 23 Tage außer Betrieb.

Um den Schrägaufzug zuverlässiger zu machen, sollen Türen und Türkontakte im anstehenden Sommer umfangreich umge…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „S-Bahnhof Landungsbrücken: Barrierefreiheit existiert oft nur auf dem Papier“

Da es kein passendes Thema dazu in der letzten Zeit gab, schiebe ich den Link zu diesem interessanten Artikel einmal in den letzten Wochenrückblick:
https://taz.de/Oeffentlicher-Nahverkehr-in-Hamburg/!6170169/
Ein Glück, dass ich nicht auf das ständige hamburgtypische Animieren und Drängen, diese komische Switch-App zu nutzen, reingefallen bin! 😊

PS: Hoffentlich wird irgendwann einmal dieser Scooter-Irrsinn unterbunden. Jetzt hatte schon jemand so ein Teil innen im „Tondo“ „abgestellt“. (Vielleicht bin ja auch nur einfach zu alt und zu konservativ dazu, das zu verstehen.)

Eben habe ich etwas gesehen, was ich so noch nie erlebt hatte. Sage und schreibe vier (4!) „eventgetriebene Jugendliche“ schießen auf einem dieser Scooter bei uns auf Höhe der Feuerwache quer über die ehemalige B75 und dann auf der Fahrbahn stadteinwärts entlang. Glücklicherweise anscheinend noch mit entsprechendem Abstand konnte ein PKW gerade noch auf die Überholspur lenken. Als Autofahrer hättest du da keine Chance, wenn der Abstand geringer wäre, und vermutlich dann auch noch Schuld an einem Unfall.

Ausgefallene oder fehlende Aufzüge sind wirklich ein Problem für eine barrierefreie Reisekette. In Berlin wird jetzt seit Jahresanfang für Personen mit Mobilitätseinschränkungen ein Alternativangebot in Kooperation mit dem Taxigewerbe getestet „Barrierefreier Alternativ Verkehr – BAV“, umgesetzt mit dem Verkehrsverbund VBB https://www.vbb.de/barrierefrei-unterwegs/bav/. Das vom VBB gebuchte Taxi überbrückt immer dann, wenn es keine passfähige Alternativroute mit den Öffis gibt. Die durchschnittlichen Wartezeiten – Standardtaxi 4 Minuten, Inklusionstaxi 12 Minuten – sind bisher OK.

Wann stellt DIE LINKE auch einmal eine Anfrage zur ÖPNV-Situation in meinem Bezirk? (Ich meine jetzt nicht das obligatorische „Steilshoop muss durch eine Straßenbahn angebundenen werden und nicht durch die U5“.)

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