S-Bahnhof Ottensen: Planfeststellungsverfahren startet bald

Der lang geplante S-Bahnhof Ottensen zwischen den Stationen Altona und Bahrenfeld kommt langsam voran. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ist fast fertig. Das Planfeststellungsverfahren soll demnächst beginnen. Das teilte Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage mit.
S-Bahn am geplanten neuen Bahnhof Ottensen zwischen Bahrenfeld und Altona in Hamburg
S-Bahn am geplanten neuen Bahnhof Ottensen zwischen Bahrenfeld und Altona in Hamburg

Eigentlich sollte das Planfeststellungsverfahren schon zu Jahresbeginn starten (siehe hier).

Die Eröffnung der neuen Bahnstation ist für das Jahr 2020 vorgesehen – mehrere Jahre später als ursprünglich avisiert.

Der S-Bahnhof Ottensen soll zwischen dem Bahrenfelder Steindamm (Osteingang) und der Daimlerstraße (Westeingang) entstehen. Der Haupteingang soll am Bahrenfelder Steindamm liegen. Hier ist von der Straßenunterführung aus ein barrierefreier Bahnsteigzugang mit Aufzug geplant. Am Westende soll ein Nebeneingang mit Zuwegen zur Gaußstraße und Daimlerstraße gebaut werden.

Geplant ist ein Mittelbahnsteig, der 140 Meter lang und rund 7 Meter breit werden soll. Um genügend Platz für den neuen Bahnsteig zu schaffen, soll das S-Bahn-Gleis in Fahrtrichtung Blankenese um mehrere Meter nach Norden versetzt werden. Zurzeit liegt dort noch ein nicht mehr benötigtes Gütergleis, das auf einer Länge von 500 Metern zurückgebaut werden muss.

Der Bau der S-Bahn-Haltestelle Ottensen wird seit langer Zeit diskutiert, aber kam bislang nur langsam voran. Bereits im Jahr 2003 – vor zwölf Jahren …

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9 Antworten auf „S-Bahnhof Ottensen: Planfeststellungsverfahren startet bald“

seit 12 Jahren gewollt und vielleicht immerhin in 5 Jahren fertig. 17 Jahre für einen neuen S-Bahnhof ist in meinen augen wirklich eine ganz schön lange Zeit. In anderen Regionen ist man da fixer.

Wie heisst es in der Mitteilung so treffend? Bei der (S-)Bahn in Hamburg geht es eben “langsam” voran.

Da nimmt sich die S-Bahn so einiges vor. Der neue Bahnhof von Ottensen zur S1/S11 ist für die Anwohner ein großer Schritt einen Schnellbahnanschluss zu bekommen der unbeschwerlich in wenigen Minuten die Hamburger Innenstadt erreichen wird. Von dort aus könnte man die S-Bahn bis zu den Arenen verzweigen der erste Zugteil fährt nach Wedel weiter und der hintere beispielsweise könnte dann über den Abzweig bis zu den Arenen fahren.

Schade,
bei der Planung des Bahnhofes Ottensen wurden weder die ÖPNV Bedürfnisse der neuen Mitte von Altona, noch die geplante Verlegung des Fernbahnhofes nach Langenfelde berücksichtigt. So wird die Chance verpasst, den S-Bahn Verkehr im Raum zwischen Altona (derzeitiger Bahnhof), Bahrenfeld, Langenfelde und Holstensrraße so zu sortieren und zu überplanen, dass erhbeliche zusätzliche Fahrgastpotentiale (auch von der “Neuen Mitte Altona” erschlossen werden, dass der geplante Bahnhof Langefelde besser mit dem ÖPNV erschlossen wird, dass die derzeitige S 11 um bis zu 4 min beschleunigt wird, dass die Umsteigebeziehrungen zwischen heutiger S 1 und S 3 um bis zu 19 min beschleunigt werden, dass eine Umsteigebeziehung zwischen der Buslinie 3 und der S-Bahn schon vor Hostenstraße ermöglicht wird…
Aber das integrieren von verschiedenen Projekten überfordert die Hamburger Planer. Die Umsetzung könnte ja teuerer werden, als eine Stückwerksplanung. Dass die jetzt angedachten Lösungen die betrieblich teuersten und für den Fahrgast unattraktivsten Lösugen sind, ist nicht schlimm. Dann werden die Leute sich später hatl ärgern und der Autoverkehr in Hamburg wird zunehmen. Ist egal, die heute Verantwortlichen, haben dann das Sagen haben sie dann sowieso nicht mehr…

Das wäre super, wenn Ottensen auch einen S-Bahn-Halt bekommt. Alle Einwohner des Stadtteils müssen derzeit mit Busse nach Ottensen fahren. Die neue Station würde einen hohen Fahrgastaufkommen bekommen wenn alle 10-20 Minuten eine S-Bahn Richtung Hamburg Innenstadt kommt kommt.

Das größte Problem bei allen Planungen in Hamburg ist, das Alle meinen mitreden zu müssen. Egal wieviel Ahnung sie von den Materie haben oder nicht. Und wenn sie nicht beteiligt werden, dann wird schnell eine Initative gegründet und durch alle Instanzen geklagt. Das macht alle Planungen endlos lang und teuer.

@ Max Hansen

Und dann kommt noch ein Politikwechsel dazu, weil das Ganze länger als eine Legislaturperiode dauert…

@ Eremit :
Da muß ich Ihnen recht geben. Schon öfters habe ich hier erwähnt, daß man besser gleich mit der Neuen Mitte Altonas geplant hätte. Am besten gleich ein komplett neues Verkehrskonzept. Die Flächen sind vorhanden, der Grund muß sowieso auf Altschadstoffbelastung gereinigt werden, also hätte man gleich die City-S-Bahn begradigen können, ohne die ganzen Kreisch-S-Kurven, die Blankeneser Bahn direkt mit der Verbindungsbahn anbinden, und in der Mitte einen Turmbahnhof bauen können. Das ganze hätte sogar im Tunnel geschehen können. Stattdessen bekommt Altonas Neue Mitte jetzt keinen Bahnhof, dafür aber jede Menge lauter Kreischkurven, die man hinterher mit teuren, unästhetischen Schallschutzwänden abschirmen wird.

@ Max Hansen:

Wo ist denn das Problem, wenn man bei der Planung von großen Vorhaben im Vorfeld alle Rahmenbedingungen abfragt? Hamburg macht es leider so. Es werden z.B. bei der Planung der neune Mitte Altona die Bürger einbezogen, die auch wirklich gute Vorschläge machen und dann kommt die Senatorin und sagt, dass es jetzt aber so gemacht wird, wie es am grünen Tisch schon immer geplant war. Immerhin ist die Senatorin ja gewählt worden. Dass die Bürger des Zentrums von Altona nun den Lärm der vorbeifahrenden Züge ertragen müssen, ohne von der S-Bahn profitieren zu können, interessiert die Senatorin nicht. Hauptsache war doch, dass Sie sich nicht mit ihren Planern am grünen Tisch auseinander setzen musste. Nun ist die Senatorin schon nicht mehr veranwortlich, die Hamburger werden zu viel Geld für die Fehlplanung ausgeben und die Altonaer werden sich über eine umgesetzte Fehlplanung ärgern, die unumkehrbar ist. Warum nicht im Vorfeld aufeinander hören?

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