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S-Bahntunnel unter der Alster muss teilweise abgerissen werden

S-Bahn-Verbindung zwischen Jungfernstieg und Hauptbahnhof wird 6,5 Jahre lang nur eingleisig befahrbar sein, wenn der geplante Verbindungsbahnentlastungstunnel gebaut wird. Dazu drohen noch weitere Sperrungen bei U- und S-Bahn. Und: Der neue Bahnhof Altona muss schlimmstenfalls teilweise wieder abgerissen werden. Zu den Kosten schweigt die Stadt – obwohl es eine Schätzung gibt.

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S-Bahnen am Hamburger Hauptbahnhof
S-Bahnen am Hamburger Hauptbahnhof

Hauptbahnhof-Ausbau, Ersatz der Elbbrücken, U5, neue S-Bahnlinie nach Osdorf – auf die Hamburgerinnen und Hamburger kommen in den nächsten zwanzig Jahren so viele Bahnbaustellen gleichzeitig zu wie noch nie.

Und obendrauf wird aller Voraussicht nach noch ein weiteres gigantisches Projekt kommen: Die Verlegung der S-Bahn-Strecke vom Hauptbahnhof über Dammtor und Sternschanze nach Altona unter die Erde, um an der Oberfläche mehr Platz für Fern- und Regionalzüge zu bekommen. Verbindungsbahnentlastungstunnel ist der sperrige offizielle Name. Die Stadt Hamburg und der Bund wollen das Projekt unbedingt verwirklichen.

Vor sieben Wochen stellten die Deutsche Bahn und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) eine Machbarkeitsstudie dazu vor, die zum Ergebnis gekommen war, dass der zusätzliche S-Bahn-Tunnel quer unter der Hamburger Innenstadt hindurch technisch grundsätzlich machbar ist. Fünf mögliche Trassenverläufe wurden der Öffentlichkeit präsentiert. Bis Jahresende soll es eine Festlegung auf ein oder zwei Varianten geben.

Was die DB und der Senator bei der Präsentation der Ergebnisse im März aber nicht erwähnten, sind die riesigen Einschränkungen, die durch den Tunnelbau auf die HVV-Fahrgäste zukommen werden. Und auch die voraussichtlichen Kosten wollten die Verantwortlichen trotz hartnäckiger Nachfragen von Journalistinnen und Journalisten nicht verraten.

Dabei gibt es durchaus schon genaue Informationen, welche Bahnstrecken und Straßen für den Tunnelbau gesperrt werden müssen, wo Gebäude wohl abgerissen werden sollen und wie viel der Verbindungsbahnentlastungstunnel…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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