„S4 hat für Bahnchef Grube Priorität im Norden“

Bahnchef Rüdiger Grube hat sich offenbar deutlich für den Bau der geplanten S-Bahn nach Bad Oldesloe (S4) ausgesprochen.
Christian Hinkelmann
S4-Sonderfahrt in Ahrensburg
Sonderfahrt auf geplanter Linie S4 im Herbst 2011 in Ahrensburg

Der Pinneberger CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder erklärte nach einem Treffen in Berlin, Grube hätte ihm deutlich gesagt, dass die S4 im Norden Priorität habe weil sie notwendig für die Anbindung der Pendler im Hamburger Umland sei. Das schreiben die Uetersener Nachrichten.

Die geplante S-Bahn-Linie S4 soll vermutlich ab 2018 zwischen Hamburg-Altona, Jungfernstieg, Ahrensburg und Bad Oldesloe pendeln und die Fernverkehrsgleise im Hamburger Hauptbahnhof entlasten. Das Projekt genießt in Hamburg und Schleswig-Holstein hohe Priorität.

Langfristig soll die Linie von Hamburg-Altona bis nach Elmshorn, Itzehoe und Wrist/Kellinghusen verlängert werden.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Eine Hamburger U-Bahn vom Typ DT5 fährt auf einem Viadukt im Hafen, während sich unten der Autoverkehr staut

Wie die Auto-Zwickmühle die Hamburger Verkehrswende torpediert

Verkehrssenator Tjarks freut sich zu früh über den 2025 gesunkenen Autobesitz. Weite Teile der Hamburger haben zu wenig Vertrauen in Bus, Bahn und Carsharing als Alternative zum eigenen Auto. Der Senat müsste dringend nachsteuern, wenn die Verkehrswende gelingen soll.

Philipp Holz, 51, Sachgebietsleiter Auskunftsmedien bei der Hochbahn.

Dieser Mann bestimmt, wie lange Sie beim Umsteigen im HVV warten

Wenn Ihre HVV-App zwei Minuten fürs Umsteigen anzeigt, stammt das nicht von einem Algorithmus – sondern von einem Mann mit Stoppuhr. Philipp Holz von der Hochbahn läuft Hamburgs Bahnhöfe ab, um Ihre Wegezeiten zu messen. So sieht sein Job aus.

Eine Antwort auf „„S4 hat für Bahnchef Grube Priorität im Norden““

Dass Herr Grube Priorität in der S 4 sieht ist naheliegend, verspricht sie doch hohe Bestellerentgelte und Trassengebühren für ihn bzw. seine Bahn (die Trassengebühren selbst wenn die S Bahn fremdvergeben werden sollte), während die Errichtung der Gleise alleine der Steuerzahler zu Gunsten der „privaten Staatsbahn“ leistet.
Unter diesen Umständen wäre ich als Chef des begünstigten Unternehmens auch für die S 4.
Ich will den Sinn der S 4 insbesondere für das auch weitgehend finanziell verschonte Hamburg gar nicht in Frage stellen, aber man muß sich schon fragen dürfen, ob wirklich der am meisten profitieret, der die Sache zahlt oder nicht ganz andere. Übrigens braucht Herr Grube die S 4 auch, sollte die Vogelfluglinie ausgebaut werden. Und da ist es gut, wenn diese Investitionen schon von anderen getätigt sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner