S4 lohnt sich vor allem für Wandsbek

Mit dem Bau der geplanten S-Bahn nach Bad Oldesloe (S4) werden die Fahrgastzahlen auf der Strecke offenbar um bis zu 30 Prozent steigen. Davon geht eine Untersuchung der Stadt Hamburg aus. Die größten Zuwächse soll es zwischen Wandsbek und Tonndorf geben.
Christian Hinkelmann
S4-Sonderfahrt im Hamburger Hauptbahnhof
Sonderfahrt auf geplanter Linie S4 im Herbst 2011 im Hamburger Hauptbahnhof

Die geplante S-Bahn von Hamburg nach Bad Oldesloe (S4) wird die Fahrgastzahlen auf der heutigen Regionalbahnstrecke deutlich steigern.
Das teilte der Hamburger Senat in seiner Antwort auf eine kleine Anfrage der GAL-Fraktion mit und beruft sich dabei auf eine entsprechende Untersuchung (Drucksache 20/1019).

Demnach sollen die Fahrgastzahlen mit der S-Bahn um mehr als 30 Prozent ansteigen.

Spitzenreiter ist der Abschnitt zwischen Wandsbek und Tonndorf. Dort waren im Jahr 2007 täglich 27.263 Pendler mit dem Zug unterwegs. Würde auf der Strecke ab sofort eine S-Bahn bis nach Bad Oldesloe fahren, rechnen die Autoren der Studie bis zum Jahr 2018 mit 35.797 Fahrgästen am Tag, was einem Plus von 31 Prozent entspricht. Ähnliche Werten werden auch auf den Streckenabschnitten zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Wandsbek prognostiziert.

Die kleinsten Zuwächse erwarten die Autoren zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe: Plus 7 Prozent.

Außerdem wurde in der Studie untersucht, wie sich die Fahrgastzahlen entwickeln würden, wenn die geplante S-Bahn nicht bis Bad Oldesloe sondern nur bis Ahrensburg-Gartenholz gebaut werden würde (1. Baustufe). Ergebnis: Die Prognosewerte sinken auf der ganzen Strecke um ca. 1 Prozent – liegen aber auch auf dem dann S-Bahn-freien Abschnitt zwischen Ahrensburg und Bad Oldesloe ü…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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