Jetzt geht die Arbeit für die S4 richtig los

Der Beginn der Vorplanung für die neue S-Bahn nach Bad Oldesloe ist noch immer offen. Im Moment wird ein Anforderungskatalog erstellt. Inzwischen wird klar: Vor 2018 wird es wohl keine Fördergelder für das Projekt geben.
Christian Hinkelmann

Nach den positiven Verhandlungen mit dem Bund laufen in Schleswig-Holstein und Hamburg die Arbeiten an der geplanten S-Bahn nach Bad Oldesloe (S4) auf Hochtouren.

Zurzeit wird in den zuständigen Behörden ein Anforderungskatalog für die anstehende Vorentwurfsplanung erstellt. „Darin sind zum Beispiel die Ergebnisse der bereits durchgeführten Machbarkeitsstudie, der Betriebssimulation und der Betrieblichen Aufgabenstellung enthalten“, erklärte Birgit Einfeld, Pressesprecherin des schleswig-holsteinischen Verkehrsministeriums, auf Anfrage von NahverkehrHAMBURG. „Außerdem müssen noch mögliche Rückfragen des Bundes in den Katalog mit eingearbeitet werden“.

Wann die Vorentwurfsplanung für das rund 350 Millionen Euro teure Projekt genau beginnt, steht noch nicht fest. Gestartet werde dann, wenn der Katalog alle Anforderungen des Bundes enthalte, so Einfeld.

Bis Ende kommenden Jahres soll die Vorentwurfsplanung, in der unter anderem die genauen Kosten der neuen S-Bahnlinie ermittelt werden, fertig sein. Kiel rechnet damit, dass die Fördergelder aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes (GVFG) erst ab 2018 abgerufen werden können. Einfeld: „2018 ist das maßgebliche Datum für die GVFG-Finanzierung.“

Der Hamburger „S4 Initiative“ dauert das zu lange. Sie fordert einen schnelleren Baubeginn und mahnt, dass die S4 spätestens bis zur Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung im Jahr 2020 fertig sein müsse.

Nach den aktuellen Planungen soll die S4 in zwei Stufen realisiert werden: Der erste Abschnitt führt von Hamburg-Hasselbrook bis Ahrensburg-Gartenholz. Danach folgt die zweite Stufe von Ahrensburg bis Bad Oldesloe.

Bis…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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