Schleswig-Holstein will Echtzeit-Fahrplandaten veröffentlichen

Schleswig-Holstein will in Zukunft Echtzeit-Fahrplandaten von Bussen und Bahnen veröffentlichen. Der Hersteller HaCon ist damit beauftragt worden, eine zentrale Datendrehscheibe aufzubauen.
Christian Hinkelmann
Regionalzug in Wrist in Schleswig-Holstein
Regionalzug in Wrist in Schleswig-Holstein

Das teilte die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) mit.

In einer ersten Baustufe werden die Unternehmen an die Drehscheibe angeschlossen, die schon mit Echtzeitinformationen arbeiten: Nord-Ostsee-Bahn, Regionalbahn Schleswig-Holstein (DB), Stadtverkehre in Kiel und Lübeck und Autokraft.

Für kleinere und mittlere Busunternehmen, die bislang noch nicht mit Echtzeitdaten arbeiten, ist der Aufbau eines gemeinsamen rechnergestützten Betriebsleitsystems (RBL) geplant. Daten aus diesem System sollen später dann auch über die zentrale Datendrehscheibe verteilt werden.

Die Echtzeitinformationen sollen in die Fahrplanauskunft auf der LVS-Website www.nah.sh integriert werden und werden auch vom Smartphone aus abrufbar sein.

Auch Hamburg plant seit Jahren die Veröffentlichung von Echtzeit-Fahrplandaten. Hierbei soll eine Datendrehscheibe des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen mitgenutzt werden. Das Projekt kommt aber nur sc…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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Eine Antwort auf „Schleswig-Holstein will Echtzeit-Fahrplandaten veröffentlichen“

Der HVV räumt der modernen Fahrgastinformation recht genau null Priorität ein. In Wien sind die Echtzeitdaten in Kürze Open Data und stehen für alle möglichen Nutzungen frei zur Verfügung. Sachsen-Anhalt hat selbst die meisten Provinzbusse in sein Echtzeitinfosystem eingebunden. Berlin geht ins 11. Jahr des öffentlichen Regelbetriebs.

Müde Ausreden braucht man nicht mehr zu bringen – der IST-Stand kann nicht befriedigen und passt eher zu einer Stadt in der 3. Welt.

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