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So kommt der Bau für die S-Bahn nach Kaltenkirchen voran

Seit sechs Wochen laufen die Bauarbeiten für den Ausbau der AKN-Strecke zwischen Hamburg und Kaltenkirchen zur S-Bahn. So sieht es aktuell auf der Baustelle aus, das wurde bisher schon geschafft und diese Arbeitsschritte stehen in den nächsten Wochen an.
Christian Hinkelmann
Blick auf die gesperrte AKN-Strecke in Ellerau. Im Hintergrund ist bereits der zweigleisige Ausbau erkennbar.
Blick auf die gesperrte AKN-Strecke in Ellerau. Im Hintergrund ist bereits der zweigleisige Ausbau erkennbar.

Es ist eines der größten Nahverkehrsprojekte in Norddeutschland: Der Ausbau der AKN-Strecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen. Ab Ende 2025 sollen dort statt der bisherigen Dieselzüge elektrische S-Bahnen fahren – mit durchgehender Verbindung bis in die Hamburger Innenstadt und weiter nach Harburg und Stade.

Nach zwölf Jahren Planung begannen vor sechs Wochen offiziell die Bauarbeiten für das Mammutprojekt, für das die rund 30 Kilometer lange AKN-Strecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen elektrifiziert werden muss.

Dafür müssen allein 700 Masten neben den Gleisen aufgestellt werden. Außerdem werden an allen 14 Haltestellen die Bahnsteige verlängert, damit dort künftig die längeren Hamburger S-Bahn-Züge halten können. In Henstedt-Ulzburg müssen in einem Bahntunnel die Gleise tiefergelegt werden, damit an der Decke zusätzlicher Platz für Oberleitungsdrähte entsteht, in Hamburg Eidelstedt und zwischen Quickborn und Ellerau werden eingleisige Streckenabschnitte zweigleisig ausgebaut und in Schnelsen soll ein zusätzlicher Bahnhof „Schnelsen Süd“ gebaut werden. Insgesamt also ein riesiges Vorhaben, das rund 120 Millionen Euro kosten und bis Ende 2025 abgeschlossen werden soll.

Für die Umbauarbeiten ist die AKN-Strecke in vier Abschnitte eingeteilt worden, die jeweils mehrere Monate lang voll gesperrt werden. Der erste rund zwölf Kilometer lange Abschnitt zwischen Burgwedel in Hamburg und Ellerau in Schleswig-Holstein ist seit dem 16. Januar dicht.

Was ist in den sechs Wochen Bauzeit bis jetzt passiert? NA…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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10 Antworten auf „So kommt der Bau für die S-Bahn nach Kaltenkirchen voran“

Bin sehr verwundert, dass der Bahnübergang in Ellerau bestehen bleiben soll. Im Zwanzig-Minuten-Betrieb je Richtung käme alle zehn Minuten ein Zug. Dies dürfte zu einem hohen Staupotenzial (bei den Kraftfahrzeugen) führen. Man beachte, dass der Bahnübergang Teil der Verbindungsstraße zwischen Quickborn in der gleichnamigen Autobahnanschlussstelle ist. Ich hoffe, dass in Verbindung mit dem S-Bahn-Ausbau eine südliche Umgehungsstraße für Ellerau, welche in Ansätzen schon seit vielen Jahren erkennbar ist, realisiert wird.

Aber das große Problem im Hamburger „Speckgürtel“ zeigt sich auch hier. Es werden immer mehr Wohnungen und Häuser gebaut, aber die Straßen sind seit Jahrzehnten nicht mehr erweitert worden. Nun gut, hier wird es bald eine schienengebundene Alternative für Autofahrer geben.

Eine Ergänzung noch zu meinem Beitrag: Da der Bahnübergang in Ellerau nur 200 Meter von dem Bahnhof entfernt liegt, müssten die Schranken bei von Norden heranfahrenden Zügen bereits vor Einfahrt des Zuges in den Bahnhof geschlossen werden. Im Zwanzig-Minuten-Betrieb wäre somit mit Gesamtschließungszeiten von ca. 40 Prozent zu rechnen.

Danke für den ausführlichen Beitrag. Als Weggezogener würde ich mich alle 2-3 Monate über ähnliche Updates meiner ehemaligen Heimatrecke freuen. Im Gegensatz zur S4 gibt es keine offiziellen Projektseiten.

Ich frage mich, ob man nicht einen Betrieb mit Notbahnsteigen hätte aufrecht erhalten können, denn an der Strecke an sich wird sich ja nicht so viel tun. So ist es natürlich „einfacher“. Bei den Bauten im Norderstedt oder Ulzburg waren derartige Lösungen noch möglich.

Naja, eine Projektseite vielleicht nicht, aber ich denke mal, im Bahninfo-Forum wird bestimmt jeder gesetzte Fahrleitungsmast kommentiert/diskutiert/bejubelt werden. Das im Unterschied zur S4. Wenn überhaupt gibt es da nur mal „hingeworfene Sätze“, auf die niemand antwortet. Selbst, wenn da was Interessantes drin steht, wie letztens das Video zum Baufortschritt. Nicht mal Fehlinformationen, wie die angebliche Drehscheibe der WIB, werden da von den Nerds diskutiert.😉

Die Elektrifizierung einer Bahnstrecke zu einer Großbaumaßnahme zu erklären, ist doch ein wenig übertrieben. Was ist angesichts dieser eher kleinen Baumaßnahmen, hier und da eine Bahnsteigverlängerung/-erhöhung, ein kleines Stück Herrichtung einer Zweigleisigkeit, Aufstellen von Lärmschutzwänden, dann der Bau der U5?
Zudem macht man mal wieder alles superaufwendig, teuer und damit zeitraubend. Warum konnte die Strecke nicht mit dritter Schiene und Gleichstrom elektrifiziert werden? Da die Strecke ausschließlcih von der S-Bahn befahren wird, macht die Oberleitung überhaupt keinen Sinn, sondern erhöht nur die Investitions und Betriebskosten (2-System-Fahrzeuge) und Störanfälligkeit und verschandelt das Landschaftsbild und beängstigt die Anwohner mit der unsäglich Elektrosmog-Diskussion. 3. Schiene geht auch bei ebenerdigen Bahnübergängen, wie die Berliner S-Bahn zeigt und in Hamburg auf der S3 bis Neugraben üblich ist. Die Leidtragenden der langen Totalsperrungen sind mal wieder die Berufspendler.

Laut Planfeststellungsbeschluss wäre eine Elektrifizierung mit Stromschiene noch aufwändiger geworden. Demnach müssten für die Montage der seitlichen Stromschienen rund 4.000 Eisenbahnschwellen an der Strecke ausgetauscht, Bahnübergänge und Bahnsteigzugänge besonders geschützt und sieben Gleichrichterwerke entlang der Linie gebaut werden. Siehe: https://www.nahverkehrhamburg.de/akn-strecke-nach-kaltenkirchen-monatelange-vollsperrungen-ab-januar-193657/

Beste Grüße, Christian Hinkelmann

es kommt noch hinzu, daß Seitenschienen bei Aus-und Neubaustrecken nur gebaut werden dürfen, wenn es keine Bahnübergänge gibt. Das müsssen Sie doch wissen Herr Jung. Unabhängig davon kann man später die Strecke weiter bis Neumünster elektrifizieren und z.b. den Güterverkehr über die Strecke leiten, wenn die Hauptstrecke Neunmüster z.b. wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht.
Warum regt sich Prellbock eigentlich nicht über die Umbauten in Langenfelde auf? Dort wäre in der Tat, zu überlegen, ob man nicht durch Tieferlegung der ganzen Schienenstränge eine enorme Fläche z.b. für einen Park freibekommen könnte.

Die Vorderfront des Busses im ersten Foto war so rosa dass ich für einen Moment dachte die benutzen alte Schnellbusse beim Schienenersatzverkehr 🙂

Ja, könnte man meinen. Aber die letzten rosa Busse sind bei der VHH vor rund 20 Jahren ausrangiert worden und bei der Hochbahn schon früher. Ich bedauere es außerordentlich, dass dieser ganz besondere Farbton aus dem Stadtbild verschwunden ist. Wer hatte diese verachtenswerte Entscheidung gefällt?

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