Sperrungen, neue Züge, Bauprojekte: Was 2026 im Hamburger Verkehr entschieden wird

2026 wird das Jahr der Weichenstellungen im Hamburger Verkehr. Bei zahlreichen Projekten stehen wichtige Entscheidungen an, die den Kurs für viele Jahre bestimmen. Diese Daten sollten Sie unbedingt kennen.
Christian Hinkelmann
In diesem Jahr startet der Teilneubau des S-Bahnhofs Sülldorf (S1). Der alte Zugang und das Bahnhofsgebäude werden anschließend abgerissen. (Foto: Christian Hinkelmann)
In diesem Jahr startet der Teilneubau des S-Bahnhofs Sülldorf (S1). Der alte Zugang und das Bahnhofsgebäude werden anschließend abgerissen. (Foto: Christian Hinkelmann)

Hamburgs Mobilität steht vor einem wegweisenden Jahr 2026. Zwischen Großbaustellen, digitalen Neuerungen und strategischen Weichenstellungen verändert sich der Nahverkehr in der Metropolregion an vielen Stellen.

Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Meilensteine und Entscheidungen der kommenden zwölf Monate.

Die erste große Änderung hat es bereits vor einigen Tagen gegeben: Zum 1. Januar 2026 ist das Deutschlandticket teurer geworden (63 statt 58 Euro) und auch die HVV-Fahrpreise sind angestiegen – um bis zu 13 Prozent.

Das passiert 2026 im S-Bahn-Netz

Die seit dem vergangenen Sommer gesperrte S-Bahn-Brücke am Bahnhof Holstenstraße, die für eine umgeleitete S2, eine provisorische S7 und insgesamt mehr Instabilität im Netz sorgt, wird in den nächsten Monaten abgerissen.…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Sperrungen, neue Züge, Bauprojekte: Was 2026 im Hamburger Verkehr entschieden wird“

Schade, dass der Bf. Sülldorf weg kommt. Das Sicherheitsargument ist vorgeschoben, da muss man sich nur Mal die künftige S5 bzw. jetzige A1 ansehen. Da geht es auch mit ferngesteuerten Schranken (bzw. ganz ohne). Es ist ein Verlust für die Barrierefreiheit (man weiß ja, wie schlecht Aufzüge der DB gewartet sind) und macht die S-Bahn ein weiteres Stück unattraktiver.

Der Unterschied in Planungs- und Ausführungsgeschwindigkeit zwischen U-Bahn durch HHA und S-Bahn durch DB erscheint riesig. Gefühlt liegt die AKN irgendwie dazwischen. Das mag zum Teil am unterschiedlichen Regelwerk liegen – das Eisenbahn Regelwerk ist sehr komplex, das der U-Bahn deutlich übersichtlicher. Es erscheint wie ein Treppenwitz der Geschichte, dass die HHA das Regelwerk für Straßenbahnen(!) anwendet wo sich Hamburg doch wie der Teufel vor dem Weihwasser vor Straßenbahnen auf der Straßenebene fürchtet. Wenn es aber Vorteile bringt und sie auf Ebene 1 oder -1 fährt ist sie dann doch gefragt!

Die AKN ist gar nicht so schlecht, sie wird nur im anderen Forum wegen der sicher notwendigen Ausfälle angemeckert. Man sieht es ja daran, welche umfangreiche Berichte zum Baufortschritt in der HN&HB in jedem Quartal möglich sind. Jetzt ist die AKN bereits in der letzten Bauphase 4. Ich habe mich mal auf deren Website umgeschaut und gesehen, dass sie im Plan liegen.
Dass die Phase 4 so lang angesetzt ist, liegt nur daran, dass es diese (vorgesehenen) Verzögerungen bei Bau und Inbetriebnahme des Urw gibt. Sonst wäre man spätestens Ende nächsten Jahres mit allem fertig und es könnte die S5 nach Kaltenkirchen fahren.
Vielleicht ließe sich doch noch etwas daran drehen, dass diese Maßnahme schneller geht. Es wäre doch schön, wenn die Diskrepanz zu einem anderen S-Bahn-Bauprojekt dadurch noch krasser zum Ausdruck käme!
(Es muss ja nicht so wie beim Urw Schwerin laufen, dass nun nach mehr als zehn Jahren hoffentlich mit der Generalsanierung endlich in Betrieb geht. Es kann auch wie in Stralsund gehen, wo das Urw rucki-zucki gebaut wurde und vermutlich noch dieses Jahr ans Netz gehen könnte.)

Ja, zu dem anderen S-Bahn-Bauprojekt habe ich schon lange keine Lust mehr, den Nichtfortschritt in der HN&HB zu dokumentieren, zumal ich sowieso nicht näher an die Baustelle ran kann. Und was im Beitrag als „wegweisende Veränderungen“ gehypt wird, ist einfach nur noch lächerlich. (Gut, da bin ich vielleicht nicht Verkehrspolitiker genug, um noch etwas Positives zu finden. Und auf Hubsteiger zum Bejubeln von durchsichtigen Schallschutzwänden steige ich auch nicht.)

Wenn man die letzten Fahrgäste von den großzügigen Dostos und der RB81 wegbekommen möchte, dann muss man jetzt unbedingt die überschüssigen neuen S-Bahn-Fahrzeuge dort einsetzen, mit Kuschel- oder Steheffekt.

es gibt auch den Unterschied, dass die Hochbahn bauen will wohingegen die DEUTSCHE BAHN nur öffentliche Gelder abgreift und so umschichtet, das man sich auch die Kostenvon der Allgemeinheit bezahlen lässt, die man wie den Erhalt von Brücken selber tragen muss. Denken wir nur an die S-Bahnstelle Ottensen
Und: Wir werden das jetzt bei der Brücke an der Holstenstrasse sehen, die 15 Jahren noch ein Provisorium sein wird. (und der Hamburger Verkehrsenator wird – wer immer das auch sein wird – wird wie immer dazu schweigen)

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