Die wichtigsten Punkte zum Planfeststellungsverfahren

Hamburg hat aus dem Elbphilharmonie-Desaster gelernt: In einem beispiellosen Schritt stellt die Hochbahn die kompletten Planungsunterlagen zur Stadtbahn ins Internet und schafft soviel Transparenz wie noch nie. Ein Überblick.
Von Christian Hinkelmann
Visualisierung: Eine moderne Stadtbahn der Hochbahn am U-Bahnhof Kellinghusenstraße in Hamburg
Visualisierung: Eine moderne Stadtbahn der Hochbahn am U-Bahnhof Kellinghusenstraße in Hamburg
Foto: Hochbahn

Warum führt die Trasse durch den Ortskern von Winterhude und nicht drumherum? Wie wurde der Bedarf an der Stadtbahn analysiert? Wie lange dauern die Bauarbeiten? Wie viele Parkplätze fallen weg?
Auf hunderten eng bedruckten Seiten werden diese und andere Fragen detailliert geklärt. Insgesamt hat die Hochbahn für diese Informations-Offensive 16 DIN A4-Aktenordner digitalisiert und ins Internet gestellt.
Damit sind endlich alle Fakten auf dem Tisch – ein großer Beitrag zur Versachlichung der Stadtbahn-Debatte.

NahverkehrHAMBURG erklärt die wichtigsten Punkte:

Warum ist eine Stadtbahn überhaupt nötig?
Der Öffentliche Nahverkehr in Hamburg wächst – im Bundesvergleich – seit Jahren überdurchschnittlich stark. Schon heute fahren tägliche über 400.000 Menschen mit der Hochbahn.
Durch die zusätzlichen Fahrgeldeinnahmen ist die Hochbahn so rentabel wie kein anderes Verkehrsunternehmen in Deutschland und benötigt nur wenige Zuschüsse von der Hansestadt Hamburg. Allerdings könnte sich dieser Zustand schon bald umkehren. Analysen und Prognosen haben ergeben, dass die Fahrgastzahlen im Busverkehr in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden. Die Experten sind sich sicher: Wenn Hamburg seine ÖPNV-Struktur diesem Ansturm nicht grundlegend anpasst, und stattdessen nur zusätzliche personalintensive Busse einsetzt, werden die Betriebskosten irgendwann überproportional in die Höhe schießen. Das würde dazu führen, dass die Hochbahn trotz Rekord-Fahrgastzahlen kün…

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