Stadtbahn-Gegner kritisieren neue Busoffensive

Kaum hat die Hochbahn erste Skizzen über den Ausbau des Busverkehrs vorgelegt, droht Ärger mit betroffenen Anwohnern. Blüht der Busoffensive dasselbe Schicksal wie der Stadtbahn?
Von Christian Hinkelmann
Busbeschleunigung: Vorfahrt für die Metrobuslinie M5 in Hamburg
Vorfahrt für einen Doppelgelenkbus der Linie M5 an der Hamburger Universität. Durch eine neue Ampelvorrangschaltung bekommen die Busse hier bevorzugt Grünlicht.

Kaum sind die ersten Pläne für den Ausbau des Busverkehrs auf dem Tisch, droht offenbar schon Widerstand von betroffenen Anwohnern in Winterhude.

„Wir beobachten die Planungen sehr genau und werden notfalls wieder aktiv werden“, erklärte Andreas Wagener, Gründer der erfolgreichen Volksinitiative gegen die Stadtbahn, gegenüber NahverkehrHAMBURG.

Ihm ist vor allem die geplante Beschleunigung der Metrobuslinien 20 und 25 ein Dorn im Auge. Beide HVV-Linien sollen künftig eigene Busspuren erhalten und an Ampeln konsequent bevorrechtigt werden.

Ob auch auf dem Winterhuder Markt Autospuren in Bustrassen umgewandelt werden sollen, steht zwar noch nicht fest, gilt aber als wahrscheinlich – schließlich kündigte Hochbahn-Chef Günter Elste vor wenigen Tagen an, bei der Beschleunigung des Busverkehrs in Hamburg “alle Register” ziehen zu wollen.

Damit könnten die ehemaligen Stadtbahn-Gegner vom Regen in die Traufe geraten, denn Busspuren benötigen mehr Platz als eine Stadtbahntrasse und die beschleunigten Busse würden künftig in einem noch dichteren Takt durch Winterhude rollen als es bei der Stadtbahn je geplant war.

Andreas Wagener hält den geplanten Ausbau für überflüssig. Die derzeit in Winterhude fahrenden Busse seien nur zu absoluten Spitzenzeiten richtig voll. Außerdem gäbe es im Moment wesentlich wichtigere HVV-Projekte als die …

Auch interessant

Regionalbahn im Bahnhof Wandsbek in Hamburg

Bahnhof Wandsbek wird im Dezember geschlossen – für immer

Der Bahnhof muss für den Bau der zukünftigen S-Bahnlinie S4 weichen. Weil die Arbeiten schnell vorankommen, wird die Station zum kommenden Fahrplanwechsel geschlossen und abgerissen. So sieht es aktuell auf der S4-Baustelle aus. Ein Fotobericht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.