Start des Fahrgastfernsehens in S-Bahn verspätet sich

Die für dieses Jahr geplante Einführung eines neuen Fahrgast-TV und -Informationssystems in den S-Bahnzügen verspätet sich. Erst 2018 soll es losgehen.
Von Christian Hinkelmann
Ein Zug der Linie U3 fährt in die Station Hamburger Straße ein
Ein Zug der Linie U3 fährt in die Station Hamburger Straße ein

In immer mehr S-Bahn-Zügen in Hamburg hängen Monitor-Attrappen mit aufgeklebten Screenshots, die wie das Fahrgastfernsehen in der U-Bahn aussehen und die nächste Station anzeigen.

Dabei handelt es sich um Züge der Baureihe 474, die das im Januar 2016 gestartete Modernisierungsprogramm der Hamburger S-Bahn bereits durchlaufen haben und zum Beispiel an den neuen Durchgängen zwischen den einzelnen Waggons erkennbar sind.

Eigentlich sollten diese Attrappen im Laufe dieses Jahres durch echte Monitore ersetzt werden – doch das Projekt verzögert sich.

Erst Ende 2018 soll das neue Fahrgastinformationssystem in den S-Bahnen in Betrieb gehen. Das teilte die Deutsche Bahn auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage mit und verweist auf die Weiterentwicklung von Terminen in einem sehr komplexen System.

Demnach befindet sich das neue System derzeit in einer umfangreichen Testphase mit den Herstellerfirmen. Dazu gehören auch Testfahrten im Hamburger S-Bahnnetz.

Auch interessant

ARGO AI-Deutschlandchef Dr. Reinhard Stolle, Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei der Nutzfahrzeugsparte von VW und Moia-Chef Robert Henrich (v.l.n.r.)

In diesen Stadtteilen will Moia künftig autonom fahren

Der Fahrdienst Moia will noch in diesem Jahr mit den Vorbereitung für einen fahrerlosen Betrieb starten. Dazu hat sich die VW-Tochter ein ambitioniertes Testgebiet ausgesucht. Mit welchen Herausforderungen Verkehrssenator Tjarks rechnet und was mit dem bisherigen Moia-Dienst passiert.

Neue Mobilität: Zwei E-Scooter-Fahrer stehen an einer Ampel in Hamburg-EImsbüttel. Im Hintergrund ein Bus des Ridesharing-Anbieters Moia

Bundestagswahl: Diese Verkehrswende-Versprechen machen die Parteien

Autonomes Fahren, Mobility-Hubs, Sharing-Portale, Ladesäulen-Infrastruktur, digital vernetzte Mobilitätsangebote – was versprechen die großen Parteien zur Bundestagswahl konkret im Bereich der neuen Mobilität? Wir haben die einzelnen Wahlprogramme analysiert.

7 Antworten auf „Start des Fahrgastfernsehens in S-Bahn verspätet sich“

Hi Frank,

andere Eisenbahnverkehrsunternehmen können’s aber auch, die DB ist einfach nur Marktführer und geht mit “gutem” Beispiel voran: auch AKN, HHA (U-Bahn), Metronom und NordWestBahn können sich verspäten – gestern gerade zwischen OL und HB erfahren.

Ausnahmsweise sind Verspätungen sogar willkommen, sofern es sich um Anschlusszüge handelt. Beispiel gefällig? In der Nacht vom 22. zum 23.06. hatte die S3 in Richtung PI ca. 10 Minuten Verspätung, und in Eidelstedt wartete brav so lange die letzte A1 – welch ein Glück!

Dass die AKN solange wartet ist aber eher die Ausnahme, statt die Regel. Die wartet ja nicht einmal bei zwei Minuten Verspätung der S21.

Muss hier so ein System völlig neu erfunden werden ?
So ein Quatsch….

Wenn das Komplex ist, dann sollte die DB den Bau von Bahnhöfen
mal in China ausschreiben lassen, dann klappt das auch wieder…

Vllt sollte man einfach einen Werksstudenten der Informatik einstellen. So komplex kann es ja wohl nicht sein einen Monitor mit ein paar Bildern zu beschicken.
Zumal die Hochbahn in U-Bahnen und der VHH in Bussen ähnliche Systeme haben und man da sicher auch mal nachfragen kann.

Ich weiß nicht, was die Aufregung soll?

Bis jetzt gab es bei der S-Bahn, und auch beim DT3, noch kein Fahrgastfernsehen, und es hat bisher noch jede/r überlebt. Ob diese Schicki-Micki-Zugabe jetzt oder 1 1/2 Jahr später kommt, ist doch egal. Der DT3 hat nicht mal eine Displayanzeige der nächsten Haltestelle. Oder stört es irgend jemandem, dass in den DT4 – wenn man am anderen Ende sitzt – der Monitorinhalt auch nicht zu erkennen ist.

Für mich ist in erster Linie entscheidend, dass die S-Bahn zuverlässig fährt. Und da liegt oft genug einiges im Argen. Auf die Glotzen kann ich dagegen problemlos verzichten. (Wäre übrigens auch für so manche/m gut, mal weniger darauf oder aufs iPhone zu schauen, und dafür lieber auf die realen Mitmenschen zu achten…)

Außerdem finde ich es besser, dass die wichtigen Dinge (Durchgänge, Mehrzweckbereich) so schnell wie möglich in Neumünster beim Umbau erledigt werden. Und da ist die S-Bahn wirklich gut: Mindestens ein Fahrzeug kommt pro Monat wieder redesignet zurück. Bei diesem Tempo wird die S-Bahn die Hochbahn bei ihrem schon seit Jahren laufendem DT4-Redesign geschätzt Ende nächsten Jahres überholt haben, was die Anzahl der umgebauten Fahrzeuge betrifft. Die Feinheiten können dann sukzessive bei standardmäßigen Werkstattaufenthalten nachgerüstet werden.

Aber leider sind solche Schnick-schnack-Aktivitäten heutzutage “in”. Ich denke da nur an das WLAN in Bussen und U-Bahn-Haltestellen oder jetzt die “Platzampel”, die ausgerechnet in Wandsbek Markt installiert werden soll. Dort wäre es angebrachter, endlich mal einen Countdown der Folgezüge zu zeigen, so wie es die S-Bahn macht, oder eine Countdownanzeige der Busabfahrten bereits auf dem Bahnsteig. (Von einer besseren Alternative zu diesen Rumpelbussen getraue ich mir schon gar nicht mehr zu reden…)

Hey HVV-Kritiker,

leider hast Du es nicht verstanden…
Es geht ja gerade darum, dass für dieses ja sooooo”komplexe System” tatsächlich Resourcen verbraucht werden, was hier einige genau so wenig verstehen wie Du.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.