Steigende Fahrgastzahlen: Hochbahn bestellt 13 zusätzliche U-Bahnen

Wegen der steigenden Fahrgastzahlen vergrößert die Hochbahn ihre U-Bahn-Flotte und bestellt 13 weitere Fahrzeuge der aktuellen Baureihe DT5. Sie werden bis Ende 2020 geliefert.
Von Christian Hinkelmann
Ein U-Bahn-Zug vom Typ DT5 auf einem Viadukt im Hamburger Hafen am Baumwall
Ein U-Bahn-Zug vom Typ DT5 auf einem Viadukt im Hamburger Hafen am Baumwall

Weil immer mehr Menschen in Hamburg mit dem Öffentlichen Nahverkehr fahren und das HVV-Angebot deswegen weiter ausgebaut werden soll, vergrößert die Hochbahn ihre U-Bahn-Flotte.

Bis Ende 2020 sollen 13 zusätzlich bestellte Triebzüge der aktuellen Baureihe DT5 von den Herstellern Alstom und Bombardier ausgeliefert werden. Darüber hinaus hat sich die Hochbahn die Option gesichert, zweimal 16 weitere baugleiche Fahrzeuge nachbestellen zu können.

Der bislang fest vereinbarte Lieferumfang steigt damit von 118 auf 131 Fahrzeuge. Aktuell sind laut Hochbahn bereits 95 DT5-Fahrzeuge auf den Hamburger U-Bahn-Schienen im Einsatz. Der gesamte Fuhrpark der Hamburger U-Bahn umfasst mehr als 250 Fahrzeuge.

Baureihe DT5 ist seit 2012 in Hamburg im Einsatz

Die Baureihe DT5 ist seit 2012 in Hamburg im Einsatz. Die Einführung wurde zu Beginn von Lieferschwierigkeiten überschattet, die aber inzwischen überwunden sind.

Die durchgängig begehbaren Drei-Wagen-Züge bieten Platz für insgesamt 336 Fahrgäste und sind klimatisiert.

Hochbahn-Chef Henrik Falk: “Der DT5 ist ein Erfolgsmodell. Er bietet ein gutes Raumgefühl und ist modern, was auch die eingebauten USB-Ladebuchsen und das Infotainmentsystem zeigen. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen werden wir das Angebot nach und nach steigern und den Umstieg damit noch attraktiver machen.”

Nachfolgebaureihe DT6 liegt erst einmal auf Eis

Ursprünglich wollte die Hochbahn in den kommenden …

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5 Antworten auf „Steigende Fahrgastzahlen: Hochbahn bestellt 13 zusätzliche U-Bahnen“

Es macht vollständig Sinn ein Erfolgsmodell, welches jetzt nach den anfänglichen Kinderkrankheiten gut läuft wetier zu bauen. Höhere Stückzahlen senken den Preis für jedes Fahrzeug, genau darauf kommt es an, wenn wir einen bezahlbaren ÖPNV haben wollen. Da muss nicht schon wieder eine neue Serie mit neuem technischen Schnickschnack beschafft werden, der dann die üblichen Einführungsprobleme bereitet. Es macht kein Fahrgast die Entscheidung ob er mit der U-Bahn fährt davon abhängig, ob er in einem Fahrzeug der Baureihe DT2, DT3, DT4 oder DT5 fährt, sondern ob die U-Bahn fährt und wie häufig. Die deutschen Verkehrsbetriebe müssen sich mal von dem Wahn frei machen, immer den neuesten technischen Stadndard haben zu wollen, schon schlimm genug, dass jeder Verkehrsbetrieb seine eigenen Fahrzeuge spezifiziert und es keine großen Einheitsserien von Fahrzugen gibt.

Schön, dass der DT5 noch öfter im Netz sein wird. Ich weiß, er ist in gewissen Kreisen nicht gern gesehen, aber insgesamt ist er doch ein sehr modernes Fahrzeug und ich persönlich finde ihn auch sehr schick.
Zumal ich es nicht für sinnvoll halte, die DT6 zu bestellen, wo die U5 ja schon wieder länger dauert.

Die Anschaffung weiterer Züge ist sehr zu begrüßen, denn z.B. auf der U3 wäre der Verstärkerbetrieb in beide Richtung und auf der kompletten Linie (und nicht nur auf dem Ring) wünschenswert.
Besorgniserregend finde ich die Nachricht dass der DT-6 auf Eis liegt, denn der sollte ja für die bramfelder U5 bestellt werden. Da wir wissen, welch langer Zeitraum zwischen einer Ausschreibung und der grundsätzlich mit deutlichen Verzögerungen behafteten Auslieferung der fertigen Fahrzeuge liegt, kann man daraus fast schon schließen, dass es in den nächsten 10 Jahren nichts mit der U5 wird.

Was schade ist, dass der DT5 und neuerdings jetzt auch der DT4 (und die umgebauten DT3N) keine Mülleimer mehr im Zug haben. Auch nicht im Mehrzweckraum, wo eigentlich genügend Platz ist. Siehe neue Züge AKN (LINT 54). Das kann ich nicht verstehen.

Das kann ich nur unterstreichen. Besonders auf der Linie U1, wo viele Fahrgäste lange Strecken zurücklegen sitzt man des Öfteren zwischen Müll, alten Zeitungen etc. Wie das mit der vom Hochbahn Chef gepriesen Komfort-Steigerung zusammenpasst bleibt sein Geheimnis.

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