Stellwerke, Brücken, Tunnel: Wo Hamburgs S-Bahn immer anfälliger wird

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-Nachrichten der Woche für Hamburg und Umland: Zustand im S-Bahn-Netz verschlechtert sich auf bestimmten Strecken stark, Gewalttaten im Hauptbahnhof nehmen leicht zu und Carsharing-Anbieter ignorieren Senatsvereinbarung.
Christian Hinkelmann
Antike Stellwerkstechnik am S-Bahnhof Sülldorf. (Foto: Christian Hinkelmann)
Antike Stellwerkstechnik am S-Bahnhof Sülldorf. (Foto: Christian Hinkelmann)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Stellwerke, Brücken, Tunnel: Wo Hamburgs S-Bahn immer anfälliger wird

Verspätungen, Ausfälle, Störungen: Die Qualität der Gleise, Stellwerke, Brücken, Tunnel und Brücken bei der Hamburger S-Bahn wird immer schlechter. Während die Deutsche Bahn für den Gesamtzustand des S-Bahn-Netzes im Jahr 2021 noch die Schulnote 2,9 vergab, reichte es im Jahr 2024 nur noch für die Note 3,4. Das hat die Bundesregierung auf Nachfrage des Hamburger Grünen-Abgeordneten Till Steffen eingeräumt.

Am schlechtesten steht es um die Stellwerke. Sie bekamen zuletzt nur noch die Note 4,2. 2021 lag die Bewertung noch bei 3,7. Vor allem auf der Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und Aumühle sackte die Benotung der Stellwerke enorm – von 3,0 auf 4,7.

Auch der Zustand der Brücken schneidet mit der Note 3,5 nicht gut ab. 2021 lag der Wert noch bei 3,3. Am stärksten hat sich zwischen 2021 und 2024 der Zustand der Tunnelanlagen verschlechtert. Die Note fiel zwischen 2021 und 2024 von 1,3 a…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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8 Antworten auf „Stellwerke, Brücken, Tunnel: Wo Hamburgs S-Bahn immer anfälliger wird“

Ich denke was die Anfrage von Till Steffen am klarszten zeigt ist dass die Stadt Hamburg endlich mal die S-Bahn-Infrastruktur übernehmen muss.

In der Anfrage stehen ja auch die S-Bahn Infrastruktur-Kosten drin (so 66-74 Mio Euro/Jahr). Was kostet die U-Bahn eigentlich?

Bei den Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg-Berlin sollte man doch auch die Kirche im Dorf lassen! Wir haben jetzt fast zwei Monate Frost und Stillstand bei allen(!) Tiefbauarbeiten. Das gab es zuletzt vor ca. 15 Jahren und wir werden noch von anderen Projekten hören dass es Verspätungen gibt. Man kann natürlich so eine Pause bei allen Bauarbeiten einplanen wie es noch vor einigen Jahren üblich war. Ich möchte dann aber nicht wissen was die (immer die gleichen) Kritiker der Bahn dann sagen würden wenn die Bauarbeiten zwei Monate ohne Frost ruhen und von vornherein zwei Monate länger geplant sind!

Man sollte aber auch daran denken, wie oft genau diese Strecke schon in der Vergangenheit wegen Bauarbeiten gesperrt war. Und die nächste Sperrung ist ja schon indirekt für in 5 Jahren angekündigt.
Und das Ganze mit völlig unzulänglichen Ausweichstrecken:
Trotz „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit“ immer noch größtenteils Eingleisigkeit zwischen Uelzen und Stendal, mit äußerst schlechter Einbindung in die Endbahnhöfe. Dann immer noch keine Elektrifizierung Lübeck-Bad Kleinen. Ich hatte hier schon mal geschrieben, dass eine durchgehende Elektrifizierung selbst mit dem noch nicht synchronisierten alten DR-Netz in MV möglich gewesen wäre. Man hätte nur vorübergehend eine Schutzstrecke vor Bad Kleinen einbauen müssen.

Sinngemäß hatte ich vor kurzem gelesen: Was wäre in der Bevölkerung los, wenn mal einfach so monatelang die A19 voll gesperrt würde? Diese Frage stelle ich mir auch.

Das Parkplatz Oratorium der SPD, von Bürgermeister Tschentscher , entpuppt sich nun als das was es von Anfang an war, ein Hindernis für die Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen. Es zeigt aber auch, was von der SPD Verkehrspolitik zu erwarten ist, nämlich Stillstand. Besonders ärgerlich muss das doch für die Planer*innen in Nord sein, die haben leider für den Papierkorb gearbeitet. Die haben ja auch sonst nichts zu tun (Ironie Ende). Außerdem müssen einige der Planungen eh irgendwie umgesetzt werden, dann nur verändert, verspätet und vor allen Dingen viel teurer. Aber wir haben es ja!

Es geht primär darum, was die Mehrheit der Bürger braucht. Und das sind gewiss keine Fahrradspuren, die von den Fahrbahnen abgezwackt werden. Der Schildbürgerstreich in der Lenhartzstraße sollte jedem zu denken geben. Selbst die Radfahrenden mögen diese Trassen direkt neben dem Autoverkehr nicht. Denn was wäre sonst der Grund dafür, dass diese Radwege kaum befahren werden?

Einfach mal hier gucken:
https://region.statistik-nord.de/detail_timeline/27/23011/1/2/
Es gibt nur gut 1/3 so viele private PKW wie Einwohner. D.h. die meisten Hamburger sind auf Mobilität ohne Auto angewiesen. Und wenn man das herumgeheule, weil da jemand nicht vor seiner Wohnung 20m² öffentliche Fläche einheimsen darf dagegen, dass jetzt trotz bezahlter Fahrkarte wegen Streik keine Busse und U-Bahnen fahren, in Verbindung setzt: Die Autofahrer heulen nur lauter.

Ich wünsche mir schon fast, dass es wegen dieser verpatzten Generalsanierung jetzt so richtig internationale Verwicklungen gibt. CD und DSB wollten ab 1.5. die Railjet-Garnituren zwischen Prag und Kopenhagen fahren lassen, was jetzt nicht mehr möglich ist. Zumindest hoffe ich, dass Tschechen und Dänen jetzt so richtig über die Deutschen und ihre lächerliche Bahn lachen.
Ernst zu nehmen, ist das schon lange nicht mehr. Aber es ist eine Riesenfrechheit den Fahrgästen, vor allem den Pendlern aus MV gegenüber. Meine Konsequenzen bezüglich Fahrten in diese Richtung habe ich ja schon gezogen.
Und nachdem ich am Mittwoch wieder mal gesehen habe, was auf der „S4-Baustelle“ nicht los ist, dann würde auch ein Abziehen der dortigen nicht vorhandenen Bauleute zur Korridorsanierung nichts bringen.

580 Gewaltdelikte pro Jahr, das ist nicht einmal ein Mückenschiß, wenn man bedenkt, daß über 550.000 Menschen jeden Tag den Hbf frequentieren. Und die 580 Fälle sind ja nicht alles Morde, wie Abendblatt, Bild und Mopo die „Bürger“ glauben machen werden, sondern oftmals einfach Schlägereien. Da kann jede Kiezeckkneipe mit mehr aufwarten.

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