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Stilllegung der Bahnstrecke nach Lütjenburg ist aufgeschoben

Die seit Jahren brachliegende Eisenbahnstrecke zwischen Malente und Lütjenburg in der holsteinischen Schweiz wird möglicherweise doch nicht endgültig stillgelegt. Im Zuge des offiziellen Stillegungsverfahrens hätten sich mehrere Unternehmen gemeldet, die Interesse an einer Übernahme der Strecke hätten, berichtet der Ostholsteiner Anzeiger.
Christian Hinkelmann
Stillgelegte Eisenbahnstrecke in Schleswig-Holstein
Stillgelegte Eisenbahnstrecke in Schleswig-Holstein
Foto: Christian Hinkelmann

Demnach darf eine Eisenbahnstrecke nicht stillgelegt werden, solange ein Unternehmen bereit ist, dort Züge fahren zu lassen.

Laut dem Zeitungsbericht soll unter anderem der Landesverband Norddeutschland des Deutschen Bahnkundenverbands (DBV) zu den Interessenten gehören. Der DBV ist wiederum Gründer der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), die bereits mehrere Strecken in Deutschland betreibt.

Der derzeitige Streckeneigentümer, die Eisenbahnbetriebs- und Consulting GmbH (EBC), will nun mit den Interessenten um eine Übernahme der 17 Kilometer langen Bahnstrecke verhandeln.

EBC-Chef Ludger Guttwein erklärte in dem Zeitungsbericht, dass er die Stilllegung der Strecke wegen der hohen Investitionskosten für die technischen Anlagen an den Bahnübergängen beantragt habe. Demnach seien die Anlagen überholungsbedürftiger gewesen als zuvor gedacht. Außerdem habe es Schwierigkeiten bei der Beschaffung von passenden Ersatzteilen gegeben.

Auf der Bahnstrecke zwischen Malente und Lütjenburg fahren seit 1976 keine regelmäßigen Personenzüge mehr, Mitte der 90er Jahre wurde auch der Güterverkehr eingestellt.

2010 kündigte die EBC…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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