Streik: Hamburg kürzt S-Bahn offenbar Zuschüsse

Wegen des tagelangen Notverkehrs bei den Lokführerstreiks im Herbst will die Stadt Hamburg der S-Bahn Hamburg GmbH offenbar die Zuschüsse kürzen. Das bestätigte die Wirtschaftsbehörde dem Hamburger Abendblatt.
Christian Hinkelmann
S-Bahn im Bahnhof Halstenbek in Schleswig-Holstein
S-Bahn im Bahnhof Halstenbek in Schleswig-Holstein

Die genaue Höhe der Summe steht demnach noch nicht fest – könnte aber nach Mutmaßungen des Abendblatts ein niedriger einstelliger Millionenbetrag sein.

Die S-Bahn Hamburg GmbH bekommt für ihren laufenden Betrieb von der Stadt jährliche Zuschüsse in Höhe von rund 80 Millionen Euro, weitere knapp 20 Millionen kommen von den Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Erbringt die S-Bahn bestellte Verkehrsleistungen nicht, können die Länder ihre Zuschüsse kürzen.

Während der Lokführerstreiks der GDL fuhren die Hamburger S-Bahnen auf den Hauptlinien nur im 20-30 Minutentakt, die Verstärkerlinien fielen sogar ganz aus.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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