Super-ÖPNV in Gefahr: Szenarien für 2040 erfordern Rekordinvestitionen

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-Nachrichten der Woche für Hamburg und Umland: Ein neues Gutachten zeigt, wie stark der Senat in Hamburgs ÖPNV investieren müsste, die Hochbahn zieht eine winterliche Bilanz zu Bussen mit alternativen Antrieben und die Gewalt gegen Bahnpersonal nimmt zu.
Paul Meerkamp
In imer mehr Hamburger Stadtteilen gehören Elektrobusse inzwischen zum Alltag - wie hier an der Wandsbeker Chaussee.
In imer mehr Hamburger Stadtteilen gehören Elektrobusse inzwischen zum Alltag - wie hier an der Wandsbeker Chaussee.

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Noch besserer ÖPNV bräuchte Milliardeninvestitionen

Der Hamburger Nahverkehr landet bundesweit mit der Note 1,8 auf Platz 2 – doch ohne zusätzliche Mittel ist dieser Spitzenplatz gefährdet. Das zeigt ein neues Gutachten des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), das gestern Abend vorgestellt wurde. Darin wird deutlich, wie unterschiedlich sich die Nachfrage je nach ÖPNV-Angebot der Hansestadt entwickeln könnte. In zwei Szenarien („Modernisierung 2040“ und „Deutschlandangebot 2040“) rechnen die Expertinnen und Experten vor, wie Hamburg sein Angebot sichern oder ambitonierter ausbauen kann.

Für den reinen Erhalt des Niveaus steigt der Finanzbedarf demnach bis 2040 auf rund zwei Milliarden Euro jährlich. Ein um 54 Prozent erweitertes noch attraktiveres „Deutschlandangebot“ würde im selben Jahr 3,62 Milliarden Euro kosten. Damit könnte der Hamburger Nahverkehr dann wesentlich mehr Fahrgäste anziehen. Klar ist: Dichtere Takte und eine bessere Erschließun…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Paul Meerkamp besitzt, seit er zehn Jahre alt ist, eine ÖPNV-Dauerkarte. Der Politik- und Datenjournalist wohnt in Kiel. Nach der Arbeit düst er gerne mit dem Rad oder der Fähre zum nächsten Strand. Seine Recherchen drehen sich oft um Statistiken und Gesetzesänderungen.

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4 Antworten auf „Super-ÖPNV in Gefahr: Szenarien für 2040 erfordern Rekordinvestitionen“

ÖPNV bräuchte Milliardeninvestitionen : da stellt sich aber auch die Frage, was denn konkret. Die U5 wird ja bereits gebaut und kostet um 12-14 Mrd (bei Kostenstatus 2040). Bedeutet diese Forderung, daß die U4 von Mümmelmannsberg nach Bergedorf und die U4 nach Willhelmsburg finanziert und gebaut wird ? Und was hat Olympia damit zu tun? (Hamburg wird sich eh nicht beteiligen, weil die Mehrheit dies nicht will)

Ach, ich kann meine Frage schon selbst beantworten: Die Hochbahn fällt wohl in die Sparte Tram. Für eine Hamburgerin oder einen Hamburger unverständlich. Aber in vielen anderen Städten ist die Abgrenzung zwischen U-Bahn und Tram recht unscharf.

(Meine Kommentare hierzu brauchen nicht veröffentlich zu werden.)

In dem folgenden von Ihnen genannten Link https://www.bewegt-uns-alle.de/hamburg steht:

„In der Hansestadt wurden 13 % der Nutzfahrzeug/Nutzzug-km im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zurückgelegt, 76 % in der Sparte Bus, 11 % in der Sparte Tram.“

Fallen denn die Metrobuslinien in die Sparte Tram? Oder sind damit die Hafenfähren gemeint, da ja sonst unter den Tisch fallen würden? Aber Letztere würden kaum auf 11 % kommen. Ich bitte um Aufklärung.

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