Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Switch-Nutzer wollen keine langen Fußwege zur Leihwagen-Station

TU Hamburg präsentiert Umfrageergebnisse zur Nutzung des Switch-Systems im HVV. Bemerkenswert: Die Nähe zur nächstgelegenen Station ist ein entscheidender Faktor.
Christian Hinkelmann
Switch-Station am Berliner Tor mit neuem Branding im Juli 2020
Switch-Station am Berliner Tor mit neuem Branding im Juli 2020

200 Meter – das ist ein Fußmarsch über den kompletten Hachmannplatz vor dem Hamburger Hauptbahnhof. Dauer: Ungefähr 3 Minuten. Keine große Sache.

200 Meter können aber darüber entscheiden, ob jemand im Alltag einen Carsharing-Wagen auf einem Switch-Parkplatz abstellt oder nicht.

Auf diese etwas verkürzte Formel lässt sich das Ergebnis einer neuen Studie der TU Hamburg bringen, in der untersucht wurde, wie und warum Menschen das Switch-System des Hamburger Verkehrsverbunds nutzen. 3.000 Bürgerinnen und Bürger wurden dafür befragt, gestern wurden einige Details der Studie öffentlich präsentiert.

Was ist das Switch-System? Eine neue App, die der HVV vor zwei Monaten veröffentlicht hat und in der künftig sämtliche Mobilitätsdienste – vom Leihwagen über Moia bis zum E-Roller ­­– zentral gebucht werden können. Im Moment ist der Leistungsumfang aber noch sehr beschränkt. Unseren Testbericht lesen Sie hier.

Ergänzt wird die App durch 73 Mobilitätspunkte im Stadtgebiet. Dabei handelt es sich um exklusive Parkplätze für Carsharing-Wagen und Mieträder, die seit 2013 ursprünglich einmal für das glücklose Vorgängersystem „switchh“ gebaut wurden.

Laut der Studie der TU Hamburg nutzen 25 Prozent der Befragten mehrmals pro Woche einen Switch-Parkplatz, um dort ihren Leihwagen abzustellen, wenn dieser Stellplatz nur 200 Meter oder weniger vom Ziel entfernt ist. Ist der Parkplatz dagegen bis zu 400 Meter vom Ziel entfernt – also nur 200 Meter mehr – sinkt die Nutzung der Switch-Parkplätze rapide auf nur noch 5 Prozent.

Deswegen will die Hochbahn, bei der das Switch-Projekt angedockt ist, die Zahl der Switch-Stationen in den nächsten Jahren deutlich erhöhen und näher an die potentielle Kundschaft heranrücken. Statt der heute 73 Stationen peilt Hochbahn-Chef Henrik Falk zeitnah 200 bis 300 Switch-Punkte an, wie der NDR berichtet (siehe hier).

Allein bis Ende 2020 will die Hochbahn sechs weitere Stationen am U-Bahnhof Habichtstraße, am UKE, an der Semperstraße, am Veilchenweg, in der Bismarkstraße und am Kapstadtring erö…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

E-Scooter am Hamburger Hauptbahnhof

Neue Voi-Daten: So werden E-Scooter in Hamburg genutzt

Immer mehr Menschen fahren mit E-Scootern – und die Nutzung zu den verschiedenen Jahres- und Tageszeiten verändert sich deutlich. Der Roller-Verleiher Voi gibt exklusiv für Hamburg aufbereitete Einblicke in seine Statistiken. Die Daten verraten, wer die Nutzer sind, warum sie E-Scooter fahren und welche anderen Verkehrsmittel sie dafür links liegen lassen.

Soll trotz steigender Fahrgastzahlen in den nächsten Jahren stillgelegt werden: Die Bäderbahn in der Lübecker Bucht - hier am Bahnhof Haffkrug.

Trotz Beschluss: Warum die Bäderbahn gar nicht stillgelegt werden kann

„Die einfachste Lösung ist wahrscheinlich ein Busverkehr“: Beliebte Touristenzentren an der Ostsee sollen nach dem Willen von Bund, Bahn und Land Schleswig-Holstein ihren direkten Bahnanschluss verlieren. Doch rechtlich gesehen ist das derzeit wohl gar nicht möglich. Die Hintergründe und wann voraussichtlich die letzten Züge auf der Bäderbahn fahren werden.

Schaurig: In diesem Hamburger S-Bahnhof müssen im Sommer zehntausende Fußball-EM-Fans in die Züge zum Stadion umsteigen.

Hier empfängt Hamburg Fußball-EM-Fans aus der ganzen Welt

Seit 18 Jahren sind die Tunnelbahnhöfe der S-Bahn in der Hamburger Innenstadt eine Dauerbaustelle. Ganz besonders schlimm sieht es am Hauptbahnhof aus – dort, wo im Juni zehntausende Fans zu den Hamburger Fußball-EM-Spielen in der Stadt ankommen werden. Inzwischen ist sicher: Bis dahin wird der Bau nicht fertig. So sieht der aktuelle Zeitplan aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert