Switchh künftig auch mit DriveNow, Cambio und CiteeCar

Die Hamburger Mobilitätsplattform Switchh wird ausgebaut. Ab dem kommenden Frühjahr können Kunden neben car2go und StadtRad auch die Mietwagenflotten von DriveNow, Cambio und CiteeCar nutzen. Außerdem wird das Programm für alle HVV-Kunden geöffnet und ist nicht mehr nur Zeitkarteninhabern vorbehalten.
Das Logo an einer Switchh-Mobilitätsstation in Hamburg
Das Logo an einer Switchh-Mobilitätsstation in Hamburg

“Mit den neuen Partnern haben wir alle wichtigen Carsharing-Anbieter in Hamburg für switchh gewinnen können. Das bietet unseren Kunden künftig eine große Vielfalt an Mobilitätsangeboten”, so Dirk Bestmann, Vertriebsleiter bei der federführenden Hochbahn.

Europcar wird dagegen in Zukunft nicht mehr zentraler Bestandteil von Switchh sein. “Europcar bleibt in der ‘switchh-Familie’, wird aber nicht Partner in dem neuen Kernprodukt. Im Wesentlichen liegt es daran, dass im Vergleich zu den anderen Partnern eine ‘Schlüsselübergabe’ stattfinden muss und für die Nutzer (zumindest bislang) keine Spontannutzung möglich ist”, so Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage.

Das Mobilitätsprogramm Switchh war im Frühjahr 2013 gestartet und soll die Verknüpfung zwischen HVV, Auto und Fahrrad einfacher machen. Für 10 Euro Grundgebühr im Monat kommen HVV-Stammkunden in den Genuss von Mietwagen-Rabatten, außerdem wurden an acht Bahnhöfen in Hamburg spezielle Switchh-Stationen mit Parkplätzen für Mietwagen gebaut.

Im Frühjahr soll dieses Preissystem umstrukturiert werden (Einzelheiten hier).

Seit dem Start v…

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5 Antworten auf „Switchh künftig auch mit DriveNow, Cambio und CiteeCar“

Warum???
Warum sollen “in” der Stadt noch mehr Switchh-Stationen mit noch mehr Betreibern installiert werden?
Im innerstädtischen Bereich gibt es ein ausreichendes Angebot des ÖPNV. Mehr Radstationen für den kurzen Weg zwischen Start- bzw. Zielort und Station des ÖPNV sind optimal.
Autos sollten lieber an größeren ÖPNV-Stationen in der äußeren Stadt angeboten werden.
Am und außerhalb des Ring 3 = (Blankenese, Elbgaustraße, Niendorf, Schnelsen, Langenhorn, Poppenbüttel, Wandsbek, Rahlstedt, Bergedorf, Wilhelmsburg, Harburg, Neugraben).
Dort ist das Angebot des ÖPNV geringer, so dass das Switchh-Angebot dort – besonders in den Abendstunden und am Wochenende – eine wirkliche Verbesserung darstellen würde.
Car2Go macht aber genau das Gegenteil: Aus reinem Gewinnstreben verständlich; aus Sicht eines Nutzers abschreckend.

So wird das Ziel die Zahl der privaten Fahrzeuge zu reduzieren nicht erreicht. Schade.

Sehr schön, dass nun auch Cambio zum Anbieterkreis dazu gehört. Cambio hat neben Greenwheels das einzige wahre CarSharing System für Leute, die das eigene Auto wirklich ersetzen wollen. Car2Go und DriveNow sind ja nur für Kurzstrecken geeignet. Die Stundepreise bei Cambio sind sehr günstig und die Fahrzeugauswahl sehr groß, so dass man auch längere Fahrten machen kann. Ich nutze cambio sogar für Urlaubsfahrten.
Ich als HVV Nutzer freue mich darüber sehr!

“So wird das Ziel die Zahl der privaten Fahrzeuge zu reduzieren nicht erreicht. Schade.”

Moin Holger,

das stimmt so nicht. Hier muß zwischen den Anbietern differenziert werden. Anbieter wie cambio, Greenwheels und Citeecar haben genau dieses Ziel und können dies auch mit einer Abschafferquote belegen. Kunden von stationsbasierten CarSharing verzichten meist auf ein eigenes Auto oder schaffen dieses ab. Daher wird in der Regel gesagt, ein CarSahring Auto ersetzt 10 private PKW. Dies ist aber nur bei gut ausgebautem ÖPNV möglich.

Die Freefloater (Car2go, DriveNow, etc) werden eher als Alternative zum ÖPNV genutzt.

Mit besten Grüßen
Matthias Gunder

@Matthias Gunder
Ihre Aussagen kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich war jedoch von einer anderen Überlegung ausgegangen: Mehrere meiner Kollegen und Bekannten, die im hamburger Umland wohnten und täglich mit dem Auto zue Arbeit nach Hamburg gefahren sind, hatten die unendlichen täglichen Staus satt. Sie wohnen jetzt wieder in Hamburg und nutzen regelmäßig den ÖPNV. Sie berichteten mir dass ehemalige Nachbarn mit dem gleichen Gedanken spielen. Wenn sie früher zwei Fahrzeuge besaßen so ist es jetzt nur noch eines. Nicht wegen Carsharing sondern wegen der besseren Anbindung an den ÖPNV.
Für mich, der nicht im inneren Hamburg wohnt, ist Car2Go uninteressant. Ich muss, um in den “Geschäftsbereich” hinein zukommen, 8 Stationen mit dem Bus fahren. Wenn die zusätzlichen Anbieter den Geschäftsbereich, in dem ich das Fahrzeug abstellen und den Mietvorgang beenden kann, weiter zum Stadtrand erweitern könnte es, besonders in den Abendstunden, eine interessante Ergänzung zum ÖPNV sein.
Wie ich scho oben geschrieben habe macht Car2Go genau das gegenteil: Der Bereich wird reduziert. Ich kann nur hoffen, das die Konkurenz das Geschäft belebt und der Kunde einmal König wird; auch jene Kunden, die etwas näher zum Stadtrand wohnen.

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