Teil 1: U4-Station Überseequartier – Die Unterwasserwelt

Die neue Hafencity-U-Bahn (U4) kommt bei den Hamburgern offenbar gut an: Seit Beginn Eröffnung am vergangenen Mittwoch haben knapp 100.000 Fahrgäste die architektonisch spektakulären Haltestellen "Überseequartier" und "HafenCity Universität" beschnuppert. NahverkehrHAMBURG erklärt die beiden Stationen in einer Mini-Serie. Heute: "Überseequartier".
Christian Hinkelmann
U-Bahnhaltestelle Überseequartier in der HafenCity in Hamburg
U-Bahnhaltestelle Überseequartier der Linie U4 in der HafenCity in Hamburg

Die neue U4 vom Jungfernstieg in die Hafencity hat seit ihrer Eröffnung in der vergangenen Woche einen Fahrgastansturm erlebt. Bis gestern Abend haben nach Hochbahn-Angaben grob geschätzt knapp 100.000 Hamburger die neue U-Bahn-Linie “beschnuppert” – obwohl rund um die beiden Haltestellen “Überseequartier” und “HafenCity Universität” noch Baustellen und Brachland dominieren.

NahverkehrHAMBURG erklärt die beiden neuen Stationen in einer Serie. Heute: “Überseequartier”.

Der U-Bahnhof “Überseequartier” ist die erste Neubaustation der U4 und soll später im Herzen der Hafencity liegen. Die Fahrt vom Jungfernstieg dauert rund vier Minuten.

Die Haltestelle liegt knapp 20 Meter unter der Erde und zählt damit zu den tiefsten U-Bahnhöfen in Deutschland. Die Station ist mit einer Breite von 17 Metern und einer Deckenhöhe von acht Metern für Hamburger Verhältnisse ungewöhnlich hoch und großzügig. Laut Hochbahn wurde der Bahnhof so konzipiert, dass überall große offene Räume mit freier Sicht und maximaler Übersichtlichkeit entstehen.

Baubeginn der Station war Ende 2007. Die Gestaltung, die vom Architektenbüro “netzwerkarchitekten” in Darmstadt stammt, soll an eine Unterwasserwelt erinnern.

Die Wände in der Bahnsteighalle sind mit blauem Metall verkleidet, dass unten tiefblau ist und nach oben hin immer heller wird. Die silbrig schimmernde Hallendecke besteht aus unregelmäßig gelochtem blanken Edelstahl, der von unten angestrahlt wird und wie ein…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Ein Hochbahn-Mitarbeiter steht vor einem einfahrenden U-Bahnzug in der Station Wandsbek Markt in Hamburg

Deswegen kauft eine private Initiative Schwarzfahrende in Hamburg frei

Schwarzfahren ist laut Gesetz von 1935 eine Straftat. Wer nicht zahlen kann, landet im Knast. Eine Initiative will das ändern und kauft Sträflinge frei. Der Gründer Arne Semsrott über seine Motive, wie viel Geld er dem Staat erspart und warum Sozialtickets aus seiner Sicht keine gute Lösung sind.

Menschen steigen mit Mundschutz-Masken in eine S-Bahn am Dammtorbahnhof.

So viel soll der Verstoß gegen die neue 3G-Regel im HVV kosten

Seit heute gilt im öffentlichen Nah- und Fernverkehr deutschlandweit die 3G-Regel, um die stark steigenden Corona-Infektionszahlen besser einzudämmen. So intensiv will der HVV kontrollieren und so hoch wird die Strafe bei Missachtung der Regel voraussichtlich ausfallen.

Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 an der Haltestelle Landungsbrücken

Das sind die Hintergründe für den Fehlstart der neuen HVV-App

Tausende Negativ-Bewertungen in App-Stores und kritische Nachfragen im Verkehrsausschuss. Hochbahn erklärt Hintergründe für App-Fehlstart. Verkaufszahlen sind trotz Pannen stark gestiegen. Diese neuen Funktionen sind in den nächsten Wochen geplant.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.