Teil 2: U4-Station HafenCity Universität – die Lichtphilharmonie

Riesiger Ansturm: Innerhalb weniger Tage haben mehr als hunderttausend Hamburger die neue U-Bahn (U4) zwischen Jungfernstieg und der Hafencity in Beschlag genommen. Ein architektonisches Highlight ist die Endhaltestelle "HafenCity Universität" mit ihrer aufwändigen Beleuchtung. NahverkehrHAMBURG erklärt die Haltestelle.
Christian Hinkelmann
U-Bahnhof HafenCity Universität in Hamburg
U-Bahnhof HafenCity Universität der Linie U4 in Hamburg

Seit genau einer Woche ist Hamburgs neue Hafencity-U-Bahn für Fahrgäste geöffnet. Mehr als 100.000 Menschen haben die U4 seitdem „beschnuppert“. Das größte architektonische Highlight dürfte die Endhaltestelle „HafenCity Universität“ sein. Von außen liegt sie (noch) unscheinbar in einer Sand- und Baustellenwüste – unter der Erde entpuppt sich der Zweckbau aber als eine riesige und bis ins kleinste Detail durchinszenierte Lichtphilharmonie.

NahverkehrHAMBURG erklärt die Haltestelle im Detail:

Der U-Bahnhof „HafenCity Universität“ ist die zweite und letzte Neubaustation der U4. Die Fahrt vom Jungfernstieg dauert rund sechs Minuten. Bis 2018 soll die U4 von hier bis zu den Elbbrücken verlängert werden. Die Planungen hierfür laufen bereits, direkt hinter dem jetzigen Tunnelende haben sogar schon die ersten Arbeiten für den Bau einer Abstellanlage begonnen.

Die U4-Haltestelle liegt 16,5 Meter unter der Erde und wirkt mit einer Breite von 16 Metern und einer Raumhöhe von 10 Metern außergewöhnlich großzügig. Große Glaselemente verbinden Bahnsteighalle und Treppenaufgänge, sodass der Raum noch größer und transparenter wirkt.

Baubeginn war Ende 2007, die Entwürfe stammen vom Büro „Raupach-Architekten“ in München.

Die gesamte Station ist von der Gestaltung her auf das Thema „Hafen“ getrimmt.
Die Wandverkleidungen sind dunkel und sollen rostige Schiffsrümpfe aus Stahl symbolisieren. Zwölf riesige 6,5 Meter lange und 2,8 Meter hohe Boxen, die über …

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Der Hamburger Hauptbahnhof: der meistgenutzte Bahnhof Deutschlands – und eine historische Fehlplanung. (Foto: Christian Hinkelmann)

Hamburgs Hauptbahnhof: Ein Konstruktionsfehler seit 1906

Der Hamburger Hauptbahnhof ist chronisch überlastet. Doch das Problem ist kein neues: Historische Dokumente zeigen, dass der Bahnhof schon bei seiner Eröffnung vor rund 120 Jahren zu klein war. Eine Analyse der Fehlplanungen, die bis heute für Verspätungen sorgen – und warum die Kunsthalle abgerissen werden sollte.

Philipp Holz, 51, Sachgebietsleiter Auskunftsmedien bei der Hochbahn.

Dieser Mann bestimmt, wie lange Sie beim Umsteigen im HVV warten

Wenn Ihre HVV-App zwei Minuten fürs Umsteigen anzeigt, stammt das nicht von einem Algorithmus – sondern von einem Mann mit Stoppuhr. Philipp Holz von der Hochbahn läuft Hamburgs Bahnhöfe ab, um Ihre Wegezeiten zu messen. So sieht sein Job aus.

Heute kaum vorstellbar: Im Frühjahr 1976 wurde dieser Eisenbahnwaggon von einem Lastwagen auf einem schmalen Gleis über die Kreuzung Barnerstraße/Bahrenfelder Straße mitten in Ottensen (bei der FABRIK) gezogen. Das markante Eckgebäude steht immer noch und soll demnächst abgerissen werden. (Foto: Rainer Dodt)

Best-of: Die Geschichte von den Lastwagen-Güterzügen in Ottensen

Wer mit offenen Augen durch Ottensen und Bahrenfeld läuft, hat sie vielleicht schon mal gesehen: die vielen alten Gleisreste in Straßen und Industriehöfen. Was viele nicht wissen: Auf ihnen rollte noch bis 1981 eine Art Güterstraßenbahn. So sah der Betrieb damals aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner