Testbetrieb: Uetersen bekommt ab 20. Februar wieder einen Bahnanschluss

Uetersen bekommt ab dem 20. Februar wieder einen Bahn-Anschluss - allerdings nur eine Woche lang. Ein kostenloser Probebetrieb soll zeigen, wie so ein Angebot von der Bevölkerung angenommen werden würde. Hier geht es zum Fahrplan.
Dieser Triebwagen der neg soll zwischen dem 20. und 25. Februar kostenlos zwischen Uetersen und Tornesch pendeln
Dieser Triebwagen der neg soll zwischen dem 20. und 25. Februar kostenlos zwischen Uetersen und Tornesch pendeln
Foto: NEG

Gute Nachricht für Pendler im Kreis Pinneberg: Nach 55 Jahren  fahren auf der alten Bahnstrecke zwischen Tornesch und Uetersen ab dem 20. Februar wieder Züge – zumindest sechs Tage lang.

Dabei handelt es sich um einen Probebetrieb, mit dem die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft neg, der die Strecke gehört, testen will, ob und wie ein regelmäßiger Bahnverkehr zwischen den beiden Städten von der Bevölkerung angenommen werde werden. In Tornesch und Uetersen wird seit einigen Jahren über eine Reaktivierung des Bahn-Personenverkehrs nachgedacht.

„Wir sehen die Testfahrten als Werbung für das Produkt Bahn und wollen damit demonstrieren, wie man morgens am Stau vorbei zur Arbeit kommen kann“, erklärte neg-Chef Ingo Dewald gegenüber NahverkehrHAMBURG. Die Fahrten sind für alle Fahrgäste kostenlos.

Geplant ist während des Probebetriebs zwischen dem 20. und 25. Februar ein Pendelverkehr im Stundentakt, der in Tornesch auf die Regionalzüge der Nordbahn von und nach Hamburg abgestimmt ist.

Fahrten im Stundentakt dauern 11 Minuten

Die Fahrt auf der rund 4 Kilometer langen Strecke dauert insgesamt 11 Minuten und findet mit einer beschaulichen Geschwindigkeit von 30 bis 50 Stundenkilometern statt, wie neg-Geschäftsführer Ingo Dewald gegenüber NahverkehrHAMBURG erklärte. Sollte es später einmal zu einem dauerhaften Betrieb kommen, sollen die Züge schneller fahren. Sie würden nach Planungen der neg dann nur noch 6 Minuten für die Strecke brauchen.

Die erste Zugfahrt startet montags bis freitags in Uetersen um 5.12 Uhr und erreicht Torn…

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10 Antworten auf „Testbetrieb: Uetersen bekommt ab 20. Februar wieder einen Bahnanschluss“

Hiermit sollte der Grundstein gelegt werden für eine neue S-Bahnlinie S22 Uetersen – Geesthacht. In Uetersen müßte die Strecke natürlich wieder gebaut werden bis zur historischen Endhaltestelle Röpckes Mühle (bis Finkenbrook liegen die Gleise noch), zwischen Nettelnburg und dem Geesthachter Freibad ist die gesamte BGE-Strecke samt Anschlußbahn noch vorhanden. Beide Strecken sind in (relativ) guten Zustand.

nach 5 Tagen Testbetrieb kann man kein valides ERgebnis erwarten, auch wenn die Fahrten Kostenlos sind. Wenn der Triebwagen nur 11 Minuten fährt, warum werden nicht 2 Fahrten pro Stunde angeboten? Dann wäre das Angebot attraktiver. Noch attraktiver wären gleich durchgehende Verkehe bis nach Altona. Das ginge ja auch mit Dieseltriebwagen, denn schließlich fährt ja auch die Marschbahn mit Dieseltraktion bis bis Hamburg Altona. Wenn wirklich ein Umsteigen vom Auto erreicht werden soll, dann muss auch etwas Attraktives angeboten werden. Ein durchgehender Zug nach Hamburg-Altona – wo noch ausreichend Kapazität für eine solche neue Linie wäre, würde sich sicher großen Zuspruches erfreuen und wäre ein echter Beitrag zur Verkehrswende.

Die Strecke gehört der NEG, der Triebzug gehört der NEG, daher brauch man fur eine Woche Betrieb keine Trasse beantragen.
Ist doch alles einfach gemacht.

Die Idee hat leider den Schönheitsfehler, dass eine S22 in dem Gleisnetz der S-Bahn keine Trassenkapazitäten hätte. Also könnte nur die S2 umgeleitet werden. Doch genau die wird mit Langzügen für das Wegschaffen der Massen am Bergedorfer Bahnhof unverzichtbar. Die S21 ist als Ganztagslinie auch nicht prädestiniert dafür, in Nettelnburg geflügelt zu werden. Die S-Bahnversion ist für Geesthacht doch auch vom Tisch. Bei gerade mal 5000 Fahrgästen am Tag…

Zwischen Altona und Tornesch wäre eine S22 ein Überangebot. Das gilt auch für eine Verlängerung der S21 von Elbgaustraße. Da die S32 nur im Berufsverkehr fahren wird, bleibt eine Verlängerung der S3 erste Wahl. Doch damit wird die Linie noch länger und für die Utersener ist die Fahrt damit auch recht lang. Die S4 wird sicher in der Zukunft nicht in Tornesch geflügelt, da die Langzüge bis Elmshorn durhcfahren müssen.

Stellt sich aber die Frage, ob die S4-West bei einer echten Verkehrswende dort überhaupt ausreicht. Sie müsste morgens einige tausend Pendler mehr aufnehmen…. Sollte man besser gleich zusätzlich mit der S2 bis Elmshorn planen und die S-Bahnstrecke für durchfahrenden Züge ertüchtigen?

Gut. Am Ende ist es mir egal, welche S-Bahnlinie nach Uetersen und welche nach Geesthacht fährt: Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, daß eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs nach Geesthacht ebenfalls überfällig ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß es Richtung Geesthacht nur 5000 Fahrgäste am Tag geben würde. Man darf auf keinen Fall von den aktuellen Fahrgastzahlen der Busse ausgehen, denn sehr viele sind bereit, ihren Wagen stehen zu lassen für eine Bahn, aber nicht für einen Bus. Aktuell fahre ich immer mit dem Auto bis Bergedorf, um dort in die Bahn einzusteigen, denn ich bin keineswegs bereit, für eine Busfahrt den deutlich höheren Tarif für die Tarifzone C auszugeben. Für eine Bahn (egal ob S-Bahn, Stadtbahn oder AKN-ähnliche Bahn laß ich meinen Wagen dagegen gerne stehen. Neben Geesthacht liegen auch noch Börnsen, Escheburg und das südliche Bergedorf an der Bahnstrecke. Ganz zu schweigen von den Pendlern aus dem Umland, u.a. die Ortschaften an der B404 südlich der Elbe, die ebenfalls von dieser Bahnverbindung profitieren könnten.

Ob eine langlaufende S-Bahn-Linie so sinnvoll (Verspätungsanfälligkeit) wäre, ist zu bezweifeln. Und für eine zusätzliche S22 wäre im Citytunnel oder auf der Verbindugnsbahn kaum Platz, wenn die S4 kommt. Daher würde sich für die Anbindung von Geeshacht doch eher eine Straßenbahn anbieten, die ist kostengünstiger und bei Betrieb nach BOStrab auch einfacher durch die Wohngebiete zu führen und würde für das Fahrgastaufkommen von Geesthacht nach Bergedorf mehr als ausreichen.

Ich wage mal eine komplette Neuordnung des S-Bahnnetzes vorzuschlagen, wo von dem Prinzip abgewichen wird, jede Linie abwechselnd durch den City-Tunnel und über die Verbindungsbahn zu schicken, dafür aber mit gesicherten Anschlüssen am Hauptbahnhof (S1-S2, S3-S4), Altona (S1-S3) und Diebsteich (S2-S4). Dann paßt auch alles in die Zeitfenster.

S1 Wedel – Blankenese – Altona – City Tunnel – Hbf – Ohlsdorf – Poppenbüttel (alle 10 min)
S10 Blankenese – Altona – City Tunnel – Hbf – Ohlsdorf – Flughafen (alle 10 min)
S4 Lurup – Diebsteich – City Tunnel – Hbf – Ahrensburg – Bargteheide (alle 5/10 min)
S2 Elmshorn – Diebsteich – Verbindungsbahn – Hbf – Bergedorf – Aumühle (alle 20 min)
S20 Uetersen – Diebsteich – Verbindungsbahn – Hbf – Bergedorf (alle 20 min)
S21 Kaltenkirchen – Diebsteich – Verbindungsbahn – Hbf – Nettelnburg – Geesthacht (alle 20 m)
S21 Burgwedel – Diebsteich – Verbindungsbahn – Hbf – Nettelnburg – Speckenweg (alle 20 m)
S3 Altona – Verbindungsbahn – Hbf – Harburg – Neugraben (- Buxtehude – Stade) (alle 5 min)

S1 (S10) und S4 bilden somit eine Liniengruppe, total unabhängig von der Liniengruppe S2 (S20-S21) und S3. Also bei Verspätungen auch kein Einfluß von einer Liniengruppe auf die andere. Im City Tunnel und auf der Verbindungsbahn verkehren bis zu 4 Züge im 10 Minutenzeitraum. Da ist noch etwas Spielraum bei kleineren Verspätungen. In diesem Netz würden die Fahrgäste sich auch viel leichter zurechtfinden als in dem Liniengewirr was die S-Bahn derzeit plant. Bei Straßenbahnen ist es üblich aus allen Richtungen in alle Richtungen kreuz und quer zu fahren. Bei Schnellbahnen sollte es schon eine deutliche, starre Linienstruktur geben. Das beste Prinzip ist natürlich immer “eine Strecke = eine Linie”, wie es bei der Hochbahn bis zur Eröffnung der U4 üblich war. Bei der S-Bahn ist das zwar nicht möglich, aber mit dem Prinzip der Liniengruppen wird zumindest darauf hingezielt.

Hallo SPM9153,

tolle Weiterentwicklung deiner bisherigen Ideen! Aber vermutlich für Hamburg zu flexibel. 😀
Auf jeden Fall sollten bei diesem Vorschlag Bovestraße-Rahlstedt (S4) und Burgwedel-Eidelstedt sowie Nettelnburg-Speckenweg (S21) mit Gleichstrom-Stromschiene ausgerüstet werden, damit diese Verstärker mit Einsystemfahrzeugen fahren können und das auch auf diesen Strecken bei Ausfall des Oberleitungsbetriebs infolge von “Sabinen”. Dann würden Zweisystemer nur noch für 50% S4, S2, S20, 50% S21 und 50% S3 benötigt, bei einem Gleichstrom-S-Bahngleis nach Elmshorn und Uetersen sogar noch weniger.

Aber ist nicht gerade die Überlastung der Strecke nach Elmshorn ein Problem? Es wird doch immer gesagt, dass kein Platz mehr für zusätzliche Züge ist?

Da die Erschließung schlechter ist als mit dem Bus, ist der Wert dieser kurzen Strecke fraglich. Möglicherweise gibt es beim Busverkehr Optimierungspotenzial, gerade beim Umstieg in den Zug. Aber eine Bahnlinie ist nicht grundsätzlich im Vorteil, so lange die Busse nicht überfüllt sind. Ich finde das alles nicht überzeugend.

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