
Bahnanschluss für Osdorf: Entscheidung soll erst 2019 fallen
U-Bahn oder S-Bahn? Die Entscheidung, wie Osdorf an das Bahnnetz angeschlossen werden soll, verzögert sich immer weiter. Erst im Frühjahr 2019 soll sie fallen.

U-Bahn oder S-Bahn? Die Entscheidung, wie Osdorf an das Bahnnetz angeschlossen werden soll, verzögert sich immer weiter. Erst im Frühjahr 2019 soll sie fallen.

Für den lang geplanten Bahnanschluss von Osdorf lässt Hamburg jetzt zwei mögliche Routen untersuchen. Fünf weitere Streckenvarianten wurden verworfen – warum eigentlich?

Die Vorentscheidung für einen seit Jahrzehnten geplanten Bahnanschluss für Osdorf ist gefallen. In einer Machbarkeitsstudie sollen bis Ende 2018 nur noch zwei Streckenvarianten untersucht werden.

Bis Ende März muss die Wirtschaftsbehörde ihre Favoritenlösungen vorlegen, wie sie Osdorf und Lurup an das Bahnnetz anschließen will. Das hat die Bürgerschaft entschieden.

Jetzt darf jeder mitreden! Die Hochbahn hat gestern Abend offiziell mit der Bürgerbeteiligung für die geplante neue U-Bahnlinie U5 begonnen. Zahlreiche interessierte Bürger haben in der Bramfelder Stadtteilschule mit den Planern über den ersten Bauabschnitt der neuen Linie diskutiert. Dabei wurden einige neue Details bekannt.

Mit der geplanten neuen U-Bahnlinie U5 von Bramfeld und Steilshoop durch die Innenstadt bis nach Osdorf und Lurup sollen tausende Hamburger schneller ans Ziel kommen als bisher. Doch auf welchen Routen bringt die U5 wirklich Zeitvorteile und wo nicht? Sehen Sie hier eine Übersicht.

Noch gibt es keine offizielle Kostenschätzung aber erstmals hat ein Hamburger Bürgerschaftsabgeordneter jetzt eine ungefähre Zahl für die geplante neue U-Bahnlinie U5 in den Raum gestellt. Nach Angaben des FDP-Verkehrspolitikers Wieland Schinnenburg könnte die neue knapp 30 Kilometer lange Strecke zwischen Bramfeld und Osdorf rund fünf Milliarden Euro kosten.

Die geplante neue U-Bahnlinie U5 und die Verlängerung der U4 am Nordende haben den nächsten Schritt gemacht: Die Machbarkeitsstudien sind fertig. Gestern präsentierten die Hochbahn und Verkehrssenator Horch die Ergebnisse. Die präsentierten Linienverläufe waren zwar schon grob bekannt – im Detail gab es aber Änderungen.

Bis zum Jahr 2045 soll die Einwohnerzahl in Hamburg um 14 Prozent steigen – auf zwei Millionen Menschen. Im Umland soll das Plus einer Allianz-Prognose zufolge sogar bei 20 Prozent liegen. Auf den HVV kommen damit riesige Herausforderungen zu. Das heute schon häufig überlastete Netz wird die zusätzlichen Menschenmengen kaum verkraften können.

Ab heute wird die Hamburger Hochbahn von einem waschechten Berliner geleitet. Henrik Falk, ex-Finanzmanager der Berliner Verkehrsgesellschaft, übernimmt offiziell den Posten als Vorstandsvorsitzender der Hochbahn. Der 45-jährige löst damit seinen langjährigen Vorgänger Günter Elste (67) ab, der die Hochbahn in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit zahlreichen Erfolgsprojekten geprägt hatte.

Die Hamburger FDP hält einen Teilabschnitt der geplanten U-Bahnlinie U5 für zu teuer und damit kaum realisierbar. Dabei geht es um die Strecke zwischen City Nord, Innenstadt und Siemersplatz. Die Partei hat sich in den Fachausschüssen der Bürgerschaft gegen entsprechende Senatspläne ausgesprochen. Übermorgen debattiert die Bürgerschaft über den geplanten U-Bahn-Ausbau in Hamburg.

Nach dem Stopp der Olympia-Pläne hofft die LINKE jetzt auf eine schnellere Planung der U-Bahnlinie U5. „Da jetzt alle Ressourcen wieder für die Netzerweiterung genutzt werden können, sollte eine schnellere Planung – vor allem für Lurup und Osdorfer Born – möglich sein“, so die verkehrspolitische Sprecherin Heike Sudmann zu NahverkehrHAMBURG.

Wir haben 40 Mobilitäts-Thesen aus den Wahlprogrammen der Parteien verglichen – von HVV-Preisen über Radwege bis zum Autoverkehr. Das Ergebnis überrascht, denn es gibt einige unerwartete Bündnisse. Bei einem Projekt sind sich sogar alle Parteien einig. Hier die große Vergleichstabelle lesen.

Besseres Nachtbussystem und mehr Regionalzüge zum Hauptbahnhof einerseits und weniger AKN-Züge und ein abgehängter Bahnhof Altona andererseits. Der neue HVV-Fahrplan bringt für Fahrgäste Licht und Schatten. Hier die vollständige Übersicht.

Heute in unserer Serie zur Bürgerschaftswahl: Was, wenn die SPD die Bürgerschaftswahl in Hamburg gewinnt und ihr Mobilitäts-Wahlprogramm zu 100 Prozent umsetzen könnte? Würde der Autoverkehr dann wieder beliebter? Hätten Radfahrende mehr Nachteile? Und was wäre mit dem HVV-Ausbau? Ein Gedankenexperiment.

Beim Bikesharing ist Hamburg schon länger kein Vorreiter mehr. In vielen anderen Städten werden Leihräder deutlich häufiger ausgeliehen als in der Hansestadt. Die Verkehrsbehörde könnte viel von drei Erfolgsfaktoren anderer Angebote lernen. Das Stadtrad müsste sich dafür aber verändern.

Die Anzeichen verdichten sich, dass Stadt, Bund und Bahn möglicherweise nach günstigeren Alternativen zum geplanten S-Bahn-Tunnel suchen könnten, um die Verkehrsprobleme im Schienenknoten Hamburg zu lösen. Zumindest hat das Projekt Verspätung.

SPD und Grüne in Hamburg bleiben sich beim Thema Verkehrspolitik zwar grundsätzlich treu, aber der neue Koalitionsvertrag birgt auch Überraschungen. Einige einst hoch gehandelte Projekte tauchen gar nicht mehr auf, andere wurden zeitlich nach hinten verschoben – um bis zu 15 Jahre. Eine Analyse.
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