
Nachdem das Land Schleswig-Holstein beschlossen hat, Kellinghusen und Geesthacht wieder an das Bahnnetz anschließen zu wollen, ist die Freude in beiden Städten groß. Wann die ersten Züge fahren, ist aber noch völlig offen.

Neue Tarifangebote, WLAN im Zug und neue Bahnstrecken: Schleswig-Holstein will jährlich 30 Millionen Euro zusätzlich in den Nahverkehr stecken – dank höherer Zuschüsse des Bundes.

Am Wochenende startet die Kieler Woche – eines der größten Segelfeste der Welt. Die Bahn setzt zahlreiche Sonderzüge ein, darunter auch auf der eigentlich nicht regulär befahrenen Strecke nach Schönberg. Hier geht es zu den Sonderfahrplänen.

Grünes Licht für die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberger Strand. Wirtschaftsminister Meyer hat die Wiederaufnahme des Personenverkehrs für unumkehrbar bezeichnet. In diesem Jahr sollen die Planfeststellungsverfahren beginnen. Betriebsstart könnte 2018 sein. Das ist deutlich später als bisher geplant.

Gute Nachricht für den ÖPNV: Bundestag und Bundesrat haben zugestimmt, dass die Länder für den Betrieb des Schienenpersonennahverkehrs künftig mehr Geld bekommen. Ab Januar wird der Bund statt 7,3 dann 8 Milliarden Euro an die Länder auszahlen. Danach steigt die Summe jährlich um 1,8 Prozent. Offen ist aber die Verteilung des Geldes.

Trotz Einigung mit dem Bund über mehr Nahverkehrs-Geld will Schleswig-Holstein noch nicht entscheiden, wohin die zusätzlichen Millionen fließen sollen. Erst soll die genaue Höhe der Mittel feststehen. Kellinghusen und Schönberg werben bereits um die Gelder und wollen damit zwei alte Bahnstrecken reaktivieren.

Kellinghusen und Schönberg fordern vom Land eine schnelle und klare Entscheidung zum Bau von zwei neuen Bahnstrecken. „Wir erwarten kurzfristig konkrete Fortschritte in der Umsetzung“, heißt es. Auch Kaltenkirchen drängt mit deutlichen Worten auf einen S-Bahn-Anschluss. Hintergrund ist, dass der Bund den Ländern ab 2016 deutlich mehr Geld für den Nahverkehr zugesagt hat.

Nur viereinhalb Monate nach dem endgültigen Aus der jahrelang geplanten Stadtregionalbahn gibt es in Kiel einen neuen Anlauf. SPD, Grüne und SSW fordern den Oberbürgermeister dazu auf, die Planungen für eine erste Strecke von Schönberg quer durch die Innenstadt bis Schilksee anzuschieben. Heute wird sich der Bauausschuss im Rathaus mit dem Thema beschäftigen.

Mehr Geld für den Nahverkehr! Der Bund erhöht ab dem kommenden Jahr seine Zuschüsse für den Betrieb von Zügen und Bussen. Schleswig-Holstein profitiert davon überdurchschnittlich. Mit dem zusätzlichen Geld könnten jetzt zwei stillgelegte Bahnstrecken in Kellinghusen und Schönberg reaktiviert werden. Auch für zwei geplante S-Bahnlinien dürften die Chancen steigen.

Zur diesjährigen Kieler Woche fahren bis zum kommenden Wochenende fast 200 zusätzliche Züge. In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag fahren die Züge der Deutschen Bahn die ganze Nacht durch: mit stündlichen Verbindungen ab Kiel Richtung Lübeck, Eckernförde, Neumünster und Rendsburg. In vielen Zügen wird das Platzangebot durch zusätzliche Wagen erhöht.

Kiel und das Umland bekommen doch keine gemeinsame Stadtregionalbahn. Nach mehr als zehn Jahren Planung hat Kiel das Projekt jetzt endgültig für gescheitert erklärt. Ganz vom Tisch ist die Idee aber noch nicht: Oberbürgermeister Kämpfer will jetzt eine Straßenbahn innerhalb Kiels prüfen und Finanzierungsmöglichkeiten ausloten lassen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den Bundestag aufgefordert, mehr Geld für den regionalen Bahnverkehr zu zahlen. Der Bund soll die so genannten Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder den laufenden Nahverkehrsbetrieb finanzieren, erhöhen – von derzeit 7,3 auf 8,5 Milliarden Euro.

Schleswig-Holstein hat in den vergangenen 17 Jahren 34 neue Bahnstationen eröffnet. Das geht aus einer neuen Übersicht des landesweiten Verkehrsverbundes NAH.SH hervor. Die meisten neuen Bahnhöfe waren große Erfolge. Es gab nur einen Flop – und der wurde inzwischen wieder geschlossen.

In einer Podiumsdiskussion in Kellinghusen haben mehr als 200 Bürger und Verkehrspolitiker des Landes über die geplante Reaktivierung der Bahnstrecke nach Kellinghusen diskutiert. Dabei waren nach einem Medienbericht offenbar auch zahlreiche Gegner vor Ort.

Dem Bahnverkehr im Norden droht möglicherweise der Rückwärtsgang – zudem droht mehreren geplanten Projekten offenbar das Aus. Der Grund: Der Bund will die Fördergelder für den Betrieb des Schienennahverkehrs nicht erhöhen. Schleswig-Holstein und Niedersachsen schlagen nun Alarm.

Stadt-Regional-Bahn in Kiel und Bahn-Reaktivierungen für Kellinghusen, Rendsburg und Schönberg: In Schleswig-Holstein liegen seit Monaten zahlreiche geplante Bahn-Projekte ausgebremst auf Eis. Der Grund: Zu wenig Fördergeld aus Berlin. Jetzt droht den Projekten möglicherweise das Aus. Eine Analyse.

Morgen beginnt die Kieler Woche 2014 – und die Bahn verstärkt ihr Angebot auf vielen Strecken im Norden.

Erster Spatenstich: In Kiel haben die Vorarbeiten zur Reaktivierung des Personenbahnverkehrs zum Schönberger Strand begonnen. Erst einmal wird nur ein kleiner Abschnitt im Kieler Stadtgebiet ausgebaut. Die endgültige Entscheidung über den Ausbau der ganzen Strecke soll erst im Sommer fallen. Schuld ist der Bund.

Die umstrittene Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberg für den Personenverkehr bekommt jetzt deutliche Unterstützung aus der Bevölkerung. Eine Bürgerinitiative hat innerhalb weniger Wochen knapp 3.000 Unterschriften für den Bahn gesammelt. Morgen fahren dort zum 100. Geburtstag der Strecke kostenlose Personenzüge.

Die Deutsche Bahn vergrößert den Kieler Hauptbahnhof und richtet zwei zusätzliche Bahnsteiggleise außerhalb der Bahnhofshalle ein. Wegen dieser Bauarbeiten gibt es ab April Einschränkungen im schleswig-holsteinischen Bahnverkehr.