
Der Ruf nach mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger auf Hamburgs Straßen wird in der Corona-Krise immer lauter. Verkehrsexperten und ein Prominenter unterstützen die Bewegung. Heute entscheidet die Bürgerschaft.

An der Alster ist seit gestern eine Autospur vorübergehend zum Radweg umfunktioniert – gegen den Willen der Stadt und nur bis heute Abend. Das steckt hinter der Aktion und das sind die ersten Nutzungszahlen.

Fast 100 Prozent der Hamburger Fahrgäste halten sich an neue Maskenpflicht. So will der HVV die Nutzung kontrollieren und das droht bei Missachtung.

Corona macht möglich, was Verkehrswende-Debatten nie geschafft haben: Eine beherzte Umverteilung des knappen Verkehrsraums in Großstädten. Ein paar Beispiele.
Freiwilliges Tragen in Bus und Bahn gescheitert: Ab Montag gilt im HVV eine Maskenpflicht für alle Fahrgäste. Das müssen HVV-Kunden jetzt beachten.

Berlin prüft, 30 Straßen vorübergehend autofrei zu machen, um in Corona-Zeiten mehr Platz für spielenden Kinder zu schaffen. Die Verkehrsbehörde lehnt das ab – die GRÜNEN sind offenbar unzufrieden.

Verkehrsclub Deutschland fordert vorgezogenen Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg. Pro Bahn will kurzfristigen Angebotsausbau auf bestimmten Strecken.
Wird heute eine Mundschutz-Pflicht im Öffentlichen Nahverkehr beschlossen? Wie könnte so etwas in Hamburg aussehen? Interview mit einem Verkehrsbetrieb, bei dem so eine Masken-Pfllicht bereits Realität ist.

Mitarbeiter von Arztpraxen und Pflegeinrichtungen sowie Patienten können ab sofort kostenlos in zwei Hamburger Stadtteilen mit dem Shuttledienst Ioki fahren. Das muss vor der Buchung beachtet werden.

Der Fahrradclub ADFC fordert deutlich mehr Platz fürs Rad in Hamburg. Radwege seien oft zu schmal, um den vorgeschriebenen Abstand von 1,5 Metern in Corona-Zeiten einzuhalten. Vorwürfe gegen Verkehrsbehörde.

Ein Viertel der Bevölkerung hält es laut Studie für angemessen, wenn der Öffentliche Verkehr in Corona-Krise komplett eingestellt würde. Weitere Studie sieht Veränderung des Mobilitätsverhaltens.

Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung wegen Corona: Bahn halbiert Züge auf Linie RE7 zwischen Hamburg und Neumünster. Fahrgäste nach Kiel und Flensburg müssen öfter umsteigen.
Geisterhafte Leere – da, wo sich sonst täglich eine halbe Million Menschen tummeln. Der Hamburger Hauptbahnhof wirkt wegen des Coronavirus wie ausgestorben. Bedrückende Fotoserie.

Wegen der Corona-Krise fahren viele HVV-Stammkunden deutlich weniger oder gar nicht mehr mit Bahnen, Bussen und Fähren. Jetzt kommt der Verbund diesen Fahrgästen entgegen.

Trotz stark zurückgehender Fahrgastzahlen hat der HVV bisher sein Angebot voll aufrechterhalten. Ab dem 1. April ist damit Schluss. Der Fahrdienst Moia spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die Corona-Krise hat in Hamburg auch einen Vorteil: Die Luftverschmutzung an den Straßen ist spürbar gesunken. An einer Hauptstraße in Altona wurde der beste Wert seit zehn Jahren gemessen.

SPD-Verkehrspolitikerin verspricht: Geplante neue U- und S-Bahn-Strecken sollen trotz Corona-Krise gebaut werden. Einstellung der Planungen wäre „töricht“.

Der Mobilitätsforscher Andreas Knie über Chancen, die sich im Verkehrsbereich aus der Corona-Krise ergeben und warum On-Demand-Shuttle- und Carsharing-Dienste vermutlich nicht überleben werden.

Weltweit steigen Pendler aus Angst vor dem Coronavirus auf das Fahrrad um. New York verzeichnet 50 Prozent mehr Radfahrer, Bogotá markiert Autospuren in temporäre Radwege um. In Hamburg ist so etwas nicht geplant.

Wegen des Coronavirus verliert der Öffentliche Nahverkehr in Deutschland derzeit massiv Fahrgäste. So stark sind die Passagierzahlen in mehreren Städten eingebrochen.

Eigentlich wollte die Bahngesellschaft Metronom ihren Verkehr ab diesem Wochenende wegen der Corona-Krise deutlich einschränken – doch dazu kommt er erst einmal nicht.