U1 im Alstertal wird im nächsten Jahr drei Monate lang gesperrt

Im Sommer 2022 wird die U1 auf verschiedenen Teilstrecken im Alstertal zwölf Wochen lang unterbrochen. Grund: Haltestellen werden saniert und zwei neue Brücken eingebaut. Was warum und wo geplant ist.
Von Thomas Röbke
Die Hochbahn will im Jahr 2022 mehrere Brücken an der U1 austauschen, wie hier an der Alsterdorfer Straße in Ohlsdorf. So soll die neue Brücke aussehen.
Die Hochbahn will im Jahr 2022 mehrere Brücken an der U1 austauschen, wie hier an der Alsterdorfer Straße in Ohlsdorf. So soll die neue Brücke aussehen.
Foto: Hochbahn

Wer mit der U-Bahn auf dem Abschnitt zwischen Ohlsdorf und Kellinghusenstraße unterwegs ist, muss von Mitte Juni bis Anfang September 2022 mehr Zeit einplanen.

Sinnvolle Alternativstrecken mit anderen Schnellbahnlinien gibt es nicht, also heißt es: Umsteigen in die Ersatzbusse. Eine „12- bis 14-wöchige Sperrung von verschiedenen Teilstrecken“ kündigte Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum auf Nachfrage von NAHVERKEHR HAMBURG an. Der Grund: Die Hochbahn erneuert die Haltestellen Ohlsdorf, Hudtwalckerstraße und Alsterdorf; die Brücken Carl-Cohn-Straße und Alsterdorfer Straße werden komplett ausgetauscht.

Erste Bauarbeiten schon im Frühling

Bereits im Frühjahr 2022 sollen die Arbeiten an der U1-Strecke am oberen Alsterlauf beginnen. Dafür ist es in der ersten Phase noch nicht notwendig, den laufenden Betrieb einzuschränken. Im Sommer werden dann an den Haltestellen Hudtwalckerstraße und Alsterdorf „die Arbeiten im Rahmen des barrierefreien Ausbaus vorgenommen, die nicht im laufenden Betrieb stattfinden“, so Kreienbaum. Parallel wird die Haltestelle Ohlsdorf saniert: „Exakte Termine sind noch nicht final festgelegt.“

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4 Antworten auf „U1 im Alstertal wird im nächsten Jahr drei Monate lang gesperrt“

Jetzt scheine sich Hochbahn und Deutsche Bahn einen Wettbewerb liefern zu wollen, wer reiß schneller und mehr historische Bahnbrücken ab und ersetzt sie durch gesichtslose Neubauten. Damit gehen weiter und eisenbahnhistorische Zeugnisse verloren und die Stadt bekommt immer mehr ein gelacktes Aussehen aber verliert ihre Individualität.
Hoffentlich bereitet der post Corona Finanzmangel derm ganzen U5-Unsinn alsbald ein Ende!

Also ich kann mich mit den Entwürfen eigentlich ganz gut anfreunden. Leider gehen tatsächlich alte Brücken verloren, aber zumindest bei der Brücke über die Alsterdorfer Straße haben sich die Planer ein paar gute Gedanken gemacht. Es wirkt nicht ganz so lieblos wie das, was meist von der DB kommt. Ihre Verbindung zur U5 erschließt sich mir bei der Thematik überhaupt nicht, auch wenn bestimmte Weichenplanungen den zukünftigen Betrieb der Selbigen positiv beeinflussen könnte. Aber mit oder ohne U5 verändert sich das äußere Bild der Stadt wohl kaum.

Irgendwann haben Brücken nunmal das Ende ihrer Lebensdauer erreicht 🙂 Und da die Hochbahn kein Museum ist, sondern sicheren und effizienten Nahverkehr bereitstellen soll, ist es doch besser die Brücken zu ersetzen, ehe man vor lauter Instandhaltungsrückstand Langsamfahrstellen einrichten muss (was ja die Methode DB wäre, wie man von den Elbbrücken oder der Sternschanze weiß).
Und wie Sie am Ende des Artikels lesen können, werden die alten Formen nachempfunden. Das macht die DB auch nicht, sondern versucht der Stadt eine Art Fehmarnsundbrücke anzudrehen…

Stimmt, die ganzen historischen Brücken, die durch die U5 zwischen Borgweg und Arenen abgerissen werden müssen… Und erst recht der notwendige Abriss der historischen Elbbrücke für die U4 zum Moldauhafen…
Ihre Argumente werden immer wirrer. Rückwärts immer vorwärts nimmer.

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