Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die wichtigsten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.
U3 fährt ab Montag öfter
Am Dienstag hatten NAHVERKEHR HAMBURG und Hamburger Abendblatt noch über Verzögerungen beim Hamburg-Takt und bisher nicht eingelöste 5-Minuten-Takt-Versprechen bei der U-Bahn berichtet. Am Donnerstag überraschte die Hochbahn dann mit dieser Nachricht: Der 5-Minuten-Takt auf der U3 wird ab kommenden Montag ausgeweitet – und zwar auf dem Abschnitt zwischen Barmbek und Wandsbek Gartenstadt.
Samstags gilt er künftig zwischen etwa 10 und 21 Uhr (bisher 10-Min-Takt). Montags bis freitags fahren die Züge ebenfalls eine Stunde länger im dichten Takt, statt bis 20 Uhr nun bis 21 Uhr. Hintergrund ist eine verbesserte Anschlusssicherung zwischen U1 und U3 an der Haltestelle Wandsbek-Garten…









6 Antworten auf „U3 fährt ab Montag öfter und EU-Kommission unterstützt neue Bahnstrecke im Norden“
Nein, es ist keine „Überraschung“ und auch kein „Geschenk“.
Man sieht wieder an dem ganzen ewigen Herausgeschiebe des Termins, dass man das eigentlich nur ungern möchte. Im Gegensatz zum samstäglichen 5-Minuten-Takt zu diesem ominösen Westfield-Center, der sofort und auf der Stelle mit dem Fahrplanwechsel gekommen war, kann man in Wandsbek mit der Takterweiterung nicht mal am kommenden Sonnabend beginnen, damit die Menschen endlich mal etwas davon hätten. Nein, es wird prompt erst am Montag damit begonnen.
Warum tut man sich in dieser Stadt immer so schwer, einfach einmal etwas ohne großes Trara für die Menschen in Wandsbek zu tun? Selbst an der einzigen Schnellbahnlinie im Bezirk, an der etwas gemacht werden kann, scheint das immer nur „mit größten Mühen“ zu gehen. Eigentlich müssten die Zwischenzüge alle bis Volksdorf fahren, und nicht nur bis Farmsen. Und das schon lange.
Und dann wundert man sich, dass bei uns so viele Auto fahren?
PS: Hat sich Frau Sudmann auch für den 5-Minuten-Takt nach Wandsbek-Gartenstadt stark gemacht?
Mir gefällt es nicht, dass hier solch eine populistische Aussage von einer Politikerin – „Schlag für die Menschen“ – zitiert wird. Hier wird niemand geschlagen! Die allermeisten Menschen, die in Lurup wohnen, sind dort mit dem Wissen hingezogen, dass die Anbindung an das Schnellbahnnetz ausbaufähig ist bzw. sind mit diesem Wissen dort aufgewachsen.
Aber ist es wirklich so schlimm? Der Metrobus 2 braucht vom Eckhoffplatz (Lurup Center) zum Bahnhof Altona 24 Minuten. Als Kind brauchte ich mit dem Bus 22 Minuten zum Wandsbeker Markt und vermisste deshalb nichts.
Das Problem bei der 2 ist vielmehr, dass er von Celsiusweg bis Altona neun Minuten braucht, weil er sich durchs enge Ottensen quält. Das ist der eigentliche Fahrzeitfresser, nicht die Luruper Chaussee.
Okay, aber ein Hochleistungsbussystem würde die Fahrzeit auch nicht halbieren. Auf meiner „Hausstrecke“ damals in Rahlstedt war 1972 der Eilbus E62 eingeführt worden, was die Fahrzeit um 5 Minuten reduzierte. Gleichzeitig wurde damals vom Osdorfer Born nach S-Hochkamp der E84 eingeführt, der sich aber offensichtlich nicht einer solch großen Beliebtheit erfreute.
Zu meinem Beitrag von 9:05 Uhr: Den von mir erwähnten „Populismus“ bezog ich nur auf diese eine kurze im Artikel zitierte Aussage. Ich kenne nicht das vollständige Statement. Grundsätzlich begrüße ich es sehr, wenn sich Politiker und Politikerinnen kümmern – auch direkt um die Menschen vor Ort.
Ich habe mich inzwischen schlauer gemacht: „Populismus“ ist ein sehr unpräziser Ausdruck, welchen man nicht verwenden sollte. Daher möchte ich meine diesbezügliche Aussage von 9:05 Uhr zurückziehen.
Sicherlich ist sich jeder, der in einen Stadtteil zieht, über die Anbindung dort bewusst.
Aber es gibt eben auch Ankündigungen seitens der Politik, die eben wieder und wieder kassiert oder geschoben werden.
Ich wohne in Tonndorf; als ich 2011 hierher zog, hieß es, dass die S-Bahn ab Ende der 10er / Anfang der 20er Jahre fahren würde.
Ihre Aussage, dass Sie damals über 20 Minuten ohne Probleme zum Hbf kamen, ist auch am Thema vorbei: bevor der U-Bahn-Ring gebaut wurde, sind die Menschen auch von Barmbek aus zu Fuß zur Arbeit im Hafen gegangen, das sollte nicht der Maßstab für heutige Anforderungen an den ÖPNV sein.
Vor allem ist es ja auch so, dass man gerade in Hamburg nicht problemlos dort hinziehen kann, wo man gern möchte. Selbst, wenn man finanzielle Aspekte völlig ausblendet.
Als ich bei meinem letzten „externen Programmiereinsatz“ bei einem Kunden in HH mit dem Gedanken trug, bei meiner alten Firma zu kündigen und hier sesshaft zu werden, wurde mir von hiesigen Kollegen empfohlen, unbedingt nach Eimsbüttel, Ottensen, Schanzenviertel, Eppendorf oder Winterhude zu ziehen, da es dort am kultigsten ist, mit vielen Kneipen, Szenekultur usw. Ein anderer schwor auf Eilbek als „Geheimtipp“, da es dort eine super Anbindung durch U- und S-Bahn gibt, die Mieten noch nicht so teuer sind und sich der Stadtteil künftig zum begehrten Szeneviertel entwickeln wird. Der Osten und der Nordosten von HH wurden aber von allen immer irgendwie mit schlechten Urteilen belegt (ebenso die Großsiedlungen im Westen und Süden).
Bei meiner Wohnungssuche hatte ich dann die Erfahrung gemacht, dass ich gar keine Chance habe, in diesen begehrten urbanen Vierteln eine Wohnung zu finden. Vor allem nicht in der überschaubaren Zeit bis zur Arbeitsaufnahme bei meinem neuen Arbeitgeber. Von „Notlösungen“ abgesehen, um zum 1.1.2002 überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben, aus denen ich aber irgendwann wieder ausgezogen wäre, hatte ich drei Wohnungsangebote, die mir wirklich zugesagt hatten. Das erste war im Westen, in Lurup, das zweite im Norden, in Fuhlsbüttel. Das dritte, was ich dann auch bekommen hatte, war eben ebenfalls in Tonndorf.
Wohnung und Gegend gefallen mir. Aber die S-Bahn wurde uns 2002 auch schon so versprochen, als ob sie morgen gleich gebaut würde.
Das mal nur so zu dem immer mal wieder hervorgebrachten Spruch „Dann suche dir doch eine Wohnung in U- oder S-Bahn-Nähe!“.