U3-Haltestelle Mundsburg hat jetzt Aufzüge

Die mehr als 100 Jahre alte U3-Haltestelle Mundsburg hat ab sofort Aufzüge. Gestern nahm die Hochbahn zwei gläserne Lifte an den beiden Außenbahnsteigen in Betrieb. Außerdem wurden ein Blindenleitsystem installiert und die Bahnsteige teilerhöht – allerdings nur provisorisch.
Christian Hinkelmann
Menschen steigen in einen U-Bahnzug am Bahnhof Mundsburg in Hamburg
Menschen steigen in einen U-Bahnzug am Bahnhof Mundsburg in Hamburg

„Die Teilerhöhung wäre eigentlich nur durch eine Begradigung der Strecke möglich – ein Kraftakt, der kurzfristig nicht zu stemmen ist. Wir haben uns entschieden, dennoch nicht auf die in einigen Jahren geplante Erneuerung der Brücke und eine Umtrassierung zu warten, sondern schon jetzt eine Übergangslösung zu entwickeln, die schnell realisierbar ist“, so der zuständige Abteilungsleiter der Hochbahn, Kurt Rohr.

Demnach wurde vorübergehend eine Leichtbaukonstruktion installiert, die die Bahnsteige mittig auf einem Abschnitt von sieben Metern um 20 Zentimeter erhöht und so einen fast ebenerdigen Einstieg in die U-Bahnen erlaubt. Allerdings bleibt ein unüblich breiter Spalt zwischen Bahnsteig und Zügen.

Insgesamt hat die Hochbahn 1,5 Millionen Euro in den barrierefreien Ausbau der denkmalgeschützten Haltestelle investiert, die täglich von rund 21.000 Fahrgästen genutzt wird.

Aktuell arbeitet die Hochbahn noch am barrierefreien Ausbau der Haltestellen Legienstraße, Rauhes Haus, Hallerstraße und Ochsenzoll. Am Stephansplatz starten die Arbeiten diesen Sommer.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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