U3 wird in der Hamburger Innenstadt 14 Monate lang gesperrt

Das wird eine der längsten U-Bahn-Sperrung seit Jahren: Voraussichtlich ab September 2020 will die Hochbahn die U3 in der Hamburger City 14 Monate lang komplett sperren. Das sind die Gründe.

Menschen steigen in U-Bahn am Bahnhof Rathaus in Hamburg
Menschen steigen am Bahnhof Rathaus in Hamburg in eine U-Bahn der Linie U3

So eine lange Streckensperrung hat es bei der Hamburger U-Bahn schon sehr lange nicht mehr gegeben: 14 Monate lang will die Hochbahn die Innenstadtstrecke der U3 zwischen Hauptbahnhof und Baumwall komplett dicht machen und in der Zeit ein ganzes Bündel an Bauarbeiten durchführen.

Kernstück des Großprojekts ist die Sanierung des U-Bahn-Trogs, der zwischen den Haltestellen Rathaus und Rödingsmarkt liegt. Die über 100-jährige Bausubstanz muss nach Angaben der Hochbahn durch einen kompletten Neubau ersetzt werden.

Tunnelausgang am Rathaus muß neu gebaut werden

Die Arbeiten können laut Hochbahn nicht im laufenden U-Bahn-Betrieb umgesetzt werden und erfordern deshalb eine mehrmonatige Unterbrechung der U3 zwischen Hauptbahnhof und Baumwall.

Der U-Bahn-Trog, in dem die U-Bahn vom Rathaus kommend den Tunnel verlässt und auf die Rampe Richtung Rödingsmarkt fährt, liegt im Wasser. Die tragenden Holzpfähle weisen deutliche Erosionserscheinungen auf und müssen laut Hochbahn komplett erneuert werden. Für die dafür notwendige Absenkung des Wasserspiegels im Mönkedammfleet soll ein Damm errichtet werden. Anschließend können die Trogwände und die Sohle abgerissen werden. Die neue Sohle aus Stahlbeton soll mit rund 100 Mikropfählen im Untergrund verankert werden.

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11 Antworten auf „U3 wird in der Hamburger Innenstadt 14 Monate lang gesperrt“

Danke, danke, danke, liebe Geschäftsleute der Mö! Ihr seid einfach Hamburgs Beste und nach euch richtet sich die Welt.

Und ich kann es noch immer nicht fassen, dass bei dieser Gelegenheit nicht die Bahnsteige auf Standard verlängert werden. Mir ist klar, sass durch moderne Leittechnik und automatisierten Betrieb noch höhere Taktungen möglich sind, aber auch unter diesen Umständen bringt eine Fahrzeugverlängerung zusätzliche Kapazitäten. Und irgendwo muss man mal mit der Bahnsteigverlängerung anfangen, so dass man eines Tages wirklich alle Bahnsteige umgebaut hat. Hamburg, Chance vertan!

@HVV-Kritiker: Die Frage wäre auch ob überhaupt jede zu kurze Station baulich überhaupt noch nachträglich verlängerbar wäre, denn irgendwo hin muss auch der Treppenaufgang verlängert werden. Allein im Bereich um die Mönckebergstraße und Hafen müsste man Mönckebergstraße, Rathaus, Rödingsmarkt , Baumwall, Landungsbrücken, St. Pauli, Feldstraße verlängern. Alleine diesen Abschnitt zu überbrücken ist ein sehr, sehr, sehr langer Streckenabschnitt und gestaffelt würde man auch jedes mal von 1-1,5 Jahre ausgehen können.

Wenn man will, könnte man schon. Oder man verkürzt die Bahnsteige auf dem Ostring wieder auf 80m, damit der Rest nicht “oxidiert”. 😉
Doch warum mache ich mir jetzt wieder Gedanken für die, die sowieso schon eine super Schnellbahnanbindung haben und deren super Schnellbahnanbindung ich auch mit meinem ProfiTicket, das wieder überdurchschnittlich teurer wird, mitfinanziere. Jetzt soll erst mal für mich die S4 gebaut werden. (Heute wieder gemerkt: Überall kommt man in HH problemlos hin und her ohne zu warten oder sich nach Zeiten richten zu müssen, nur nicht nach Hause.)

@HVV-Kritiker: Bevor man sich Gedanken macht wie man die Bahnsteige am Ring verlängert, sollte man sich eher damit befassen wie man den Hauptbahnhof ausbauen kann, bzw. wie man überhaupt Laufwege besser strukturieren kann. Egal welche Röhre am Hauptbahnhof, alle sind irgendwie eine Qual. U3 und U1 ist ein Gewusel im Tunnel und bei der U4 / U2 ist es teilweise ein Balanceakt zwischen Gleis und den aussteigenden Fahrgästen. Besonders die Bahnhofsanlage Hauptbahnhof ist wirklich nicht Fit für weitere Kapazitäten und das obwohl sie die Jüngste Anlage im U-Netz Hauptbahnhof ist.

Wobei man auch zusehen muss das man die S-Bahn komplett aus dem Hauptgebäude holt und in einer großen Anlage im Tunnel vereint.

Die U3 wird immer behindertenfreundlicher und wird barrierefrei umgebaut.
Das ist gut, aber kostet Ärger und Zeit und Stillegungen und viel Geld.
In Altona will der Senat u n b e d i n g t einen der besten barriere-freien Bahnhöfe für Fernbahn, Regionalbahn, Nachtzüge abreißen.
Immobiliengeschäfte !!!!!
Der Fern-und Regionalbahnhof Altona hat in Europa was seine Barrierefreiheit betrifft unübertroffene Spitzenwerte.
Reisegruppen lieben diese Barrierefreiheit!
Vom Taxi, aus den Stadtteilen und selbst vom Busbahnhof kommst du direkt und ohne eine Treppe an die Gleise 5-12. Kein Aufzug, keine Fahrtreppe.
Und die Behindertenbeauftragte der FHH schweigt und schweigt, diverse Menschen mit Behinderungen schreiben sich in dieser Stadt die Finger wund, RollifaherInnen protestieren.

Gerade ist das Bahnhofsgebäude Altona für 91 Mio€ zum 4x verkauft worden.
Es wandert von einer Immobilien“krake“ zur nächsten. Die Renditen dabei sind wunderbar.
siehe hier
https://www.kontextwochenzeitung.de/medien/443/immobilien-verhoekern-mit-der-bahn-6198.html

Tja, wenn der “Prellbock” auch soviel für die S4 übrig hätte, wie für den Erhalt von Altona, dann würde ich sicher auch dafür sein. Aber so heißt es für mich nur “Nitschewo” zum Altonaer Gammelbahnhof. Diskussionen sind ja bekanntlich nicht gewünscht.

@HVV-Kritiker: Mit Prellbock Altona kann man nicht diskutieren, alles FIKTIVE für Altona ist ein Argument und alles andere Fiktive für Diebsteich ist für Prellbock nur Fiktiv.

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