Diese Nahverkehrsprojekte in Hamburg sind derzeit in Planung

U4, U5, S4, S21, Busbeschleunigung – in Hamburg wird derzeit an so vielen verschiedenen Nahverkehrsprojekten geplant, wie schon lange nicht mehr. Gestern stellten der Hamburger Senat und die Hochbahn weitere Details und Zwischenstände zum gewünschten U-Bahn-Ausbau vor. Damit werden die Planungen zunehmend komplex. NahverkehrHAMBURG gibt einen Rundum-Überblick und erklärt die aktuellen Zeitpläne.
Christian Hinkelmann
Fotomontage: S-Bahn auf AKN-Strecke am Haltepunkt Burgwedel in Hamburg
Fotomontage: S-Bahn auf AKN-Strecke am Haltepunkt Burgwedel in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Diese ÖPNV-Projekte im Hamburger Raum befinden sich derzeit in Realisierung, bzw. Planung:

Bus:

  • Beschleunigung und Optimierung der wichtigsten Metrobuslinien in der Hansestadt.
    • Aktueller Status:
    • Baustufe A läuft seit 2012 bis voraussichtlich 2016. Baustufe B folgt bis 2020

S-Bahn:

  • S21
    Die AKN-Strecke zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen soll elektrifiziert und künftig von der Hamburger S-Bahnlinie S21 (Aumühle – Elbgaustraße) befahren werden. Da die S21 dann den Abschnitt Eidelstedt – Elbgaustraße nicht mehr anfahren kann, soll zwischen der Innenstadt und Elbgaustraße vermutlich eine zusätzliche Linie geschaffen werden.
    Einzelheiten hier lesen.

    • Aktueller Status:
    • Entwurfs- und Genehmigungsplanung läuft.
    • Beginn Planfeststellungsverfahren voraussichtlich 2015
    • Baubeginn ab 2017, Inbetriebnahme ab Ende 2019

    Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Ein Eelektrobus der VHH am Bahnhof Bergedorf.

Mehr als 200 Elektrobusse auf Hamburgs Straßen unterwegs

Ende August hatten Hochbahn und VHH insgesamt 204 batteriebetriebene Linienbusse in der Hansestadt im Einsatz. Doch die Umstellung von Diesel- auf Elektroantrieb ist mühsam. Ein Langfristvergleich zeigt: Das Wachstum der E-Flotte kommt nur langsam voran.

8 Antworten auf „Diese Nahverkehrsprojekte in Hamburg sind derzeit in Planung“

Der U-Bahnring wurde 1905-10 in wenigen Jahren gebaut,
Ohne Computer und mit viel Handarbeit.
Auch die U1 1963-68 ging doch flott vorran.

Ca. 500 Km U-Bahn in 20 Jahren. > http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_Shanghai
So geht Infrastruktur. Die wenigen m / Jahr in Hamburg sind doch lachhaft.

Wenn man die 700 Mill der Elbphilharminie in die U-Bahn gesteckt hätte wäre man schon viel weiter.
Im vorhandenen Netz sollte man aber nicht die Signaltechnik vergessen und mittelfristig einen 90 Sek Takt anstreben.
Da gibt´s zwar für Politiker keinen schönen Tunnel zum einweihen, es schafft aber mit wenig Aufwand viel Leistung.

Lieber Thomas Wehnert,

erstens sollten Sie klug genug sein, um zu wissen, dass so ein Projekt wie die U5 schrittweise realisiert wird. Vielleicht liegt es nicht auf Ihrem Arbeitsweg aber bis 2017 kommen zwei neue Haltestellen Ottensen und Oldenfeld, bis 2018 zwei weitere neue Haltestellen (Elbbrücken) mit einem Stück U4. Bis 2019 kommt die S-Bahn nach Schnelsen und Kaltenkirchen und bis 2023 die U4-Strecken nach Horner Geest und Grasbrook. 2024 ist die S4 fertig oder auf der Zielgeraden und 2027 käme spätestens der Anschluss von Bramfeld und danach kann es in ähnlichem Tempo weitergehen.

Wenn Sie frühere Alternativen wollen, bedanken Sie sich bei den vielen Vorgängersenaten seit 1985, die immer nur ein Projekt planten, das dann wieder begraben wurde. Der nächste Senat musste immer mit der viele Jahre dauernden Planung bei Null anfangen. Auch dieser Senat hat fast alles erst planen müssen.

Wenn Sie jetzt alternativen wollen, dann geht nur die Busbeschelunigung. Eine Stadtbahn käme auch kaum vor 2025 auf die Schiene.

Augenwischerei im Wahlkampf. Was helfen mir die vollmundigen Pläne auf dem täglichen Weg zur Arbeit? Hat sich eigentlich jemand mal klar gemacht, was Fertigstellung 2045 bedeutet? Bis die U5 in 30 (oder mehr) Jahren realisiert ist, bin ich (und die meisten heute Berufstätigen) jedenfalls schon Rentner. Aber vielleicht freuen sich ja meine noch gar nicht geborenen Kinder über die besseren Verkehrsverbindungen. Das wäre ja auch was…

Für die S4 ist außerhalb der Berufsverkehrszeit ein 20-Minuten-Takt vorgesehen.

Ist so eine S-Bahn-Linie in einer Stadt wie Hamburg sinnvoll?

Ich glaube nicht.

Der Bau der U5 löst im Gegensatz zu den Planungen der Stadtbahnlinien nicht das alte Hamburger Problem der fehlenden Radial Linien sondern zwingt statt dessen erst mal zur Fahrt in die heute schon überlasteten City Knoten und wieder raus

Ja das ist korrekt. Die Strecke nach Siemersplatz kommt in jedem Fall. Die Strecke nach Osdorf würde Hoheluftbrücke abzweigen von der Strecke nach Siemersplatz.

Das ist strategisch günstig weil man so mehrere Baumöglichkeiten hat. Wenn man von Osdorf aus die Strecke baut dann kann man zuerst den Abschnitt Osdorf – Altona Nord (Diebsteich) bauen und die Strecke hat schon den vollen Verkehrswert. Die Fahrgäste müssen dann aber ein paar Jahre in Diebsteich auf S-Bahn oder Fernbahn umsteigen bis die Stecke bis Emilienstraße fertig ist und die Strecke bekommt Anschluss auch ans U-Bahnnetz. Danach kann man bis Hoheluftbrücke weiterbauen und eröffnen. Als letzter Schritt folgt die Strecke über Uni bis Dammtor und Stephansplatz. Mit jedem Schritt wächst der Nutzen der U-Bahnstrecke. So kann Osdorf sehr schnell einen Schnellbahnanschluss bekommen, der nach und nach immer besser und höherwertiger wird und am Ende auch bis in die Innenstadt führt. Die erste Eröffnung wäre mit dieser Methode schon deutlich vor 2030 möglich!

Man kann natürlich auch in Emilienstraße Verbindungsgleise so bauen dass die Züge aus Osdorf erst einmal auf die U2 übergehen und nach Osten fahren. Dann könnte man die Strecke von Siemersplatz bis Dammtor bauen und später die Verbindung von Hoheluft zur Emilienstraße schaffen.

Bleibt die Frage, wieso die Strecke bis Siemersplatz so fest durchzogen ist. Zeichnungsfehler? Vorher waren alle Varianten stets gestrichelt. Entweder hat man das im Eifer des Gefechts übersehen — oder es kommt in der südlichen Variante zu einer Y-Strecke, die sich Hoheluft vereint?! Weiß da jemand mehr?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.