Unwetter stört Bahnverkehr: Keine Fernverkehrszüge mehr im Norden

Ein Unwetter über Hamburg und Norddeutschland hat für große Probleme im Bahnverkehr gesorgt. Der Fernverkehr im Norden wurde zeitweise komplett eingestellt.
Christian Hinkelmann
Vorbeifahrender ICE im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona
Vorbeifahrender ICE im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona

Ein Unwetter hat am Donnerstagabend in Hamburg und im restlichen Norddeutschland für große Probleme im Bahnverkehr gesorgt. Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr in ganz Norddeutschland gestoppt, wie das Unternehmen um 20 Uhr per Twitter mitteilte.

Demnach fuhren am Abend keine keine Fernzüge mehr auf den Strecken Hamburg – Berlin, Hamburg – Kiel, Hamburg – Bremen, Hamburg – Hannover und Hamburg – Stralsund.

#Nadine im Norden:

Update 9.8. 20:00 Uhr
Zugbetrieb für die Fernverkehrszüge d. DB wird nördlich von #Hannover eingestellt. Diese Strecken sind betroffen:
– Hannover – Hamburg – Kiel
– Hannover – Bremen – Norddeich
– Bremen – Hamburg
– Hamburg – Berlin
– Hamburg – Stralsund

— Deutsche Bahn Personenverkehr (@DB_Bahn) 9. August 2018

Auch im Nahverkehr gab es wegen Unwetterschäden Probleme: Die Bahngesellschaft „Metronom“ meldete am Abend starke Einschränkungen auf …

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Unwetter stört Bahnverkehr: Keine Fernverkehrszüge mehr im Norden“

Mich würde eine Kostenschätzung interessieren, wie teuer inzwischen die Einsparung des Baumschnitts durch den Streckendienst unter Mehdorn für die DB ist. Einmal mit Imageverlust/Vertrauensverlust („Die Bahn fährt“), einmal ohne. Kennt jemand soetwas?

Sind ja nicht nur die Kosten bzw. die ständigen Reparaturen und Ausfälle schlagen stärker ins Gewicht. Auf jede Fällung kommen gefühlt drei Bürgerinitiativen; interessanterweise häufig aus sehr bahnfreundlichen Kreisen. Könnte aber in Zukunft etwas besser werden, da es laut DB-Vertretern beim jüngsten Expertennetzwerk des BMVI Fortschritte bei georeferenzierten Karten gibt, sodass man ein besseres Bild darüber hat, welche Bäume eine Höhe erreicht haben, die zu solchen Problemen führt. Interessant sind ja nicht die Bäume, die zu lütt sind, um auf Gleise und Oberleitungen zu fallen, sondern nur jene, die entsprechend hoch wurden.

Puh, und jetzt stelle man sich mal vor, wir hätten auf der Straße ein schienengebundenes Verkehrssystem und machen uns davon stark abhängig. Da kann man halb Hamburg fällen.

Ob die eigene Erinnerung an den Kalten Krieg so der Maßstab ist? Und sicherlich gab’s im Busverkehr kaum Behinderungen, da das System flexibler ist. Auf den meisten Relationen ist ein Umweg bei umgekippten Bäumen möglich. Eine Straßenbahn kann noch nicht einmal einen Centimeter um einen Baum, der auf den Gleisen liegt oder sonstige Infrastruktur (Oberleitungen etc.) trifft, umfahren. Genau deshalb gab’s ja auch die von Ihnen genannten Probleme bei der U3 und den erwähnten Regionalzügen, obwohl es dort deutlich weniger Bäume in Trassen-Nähe gibt als bspw. Stadtbäume im Straßenraum.

Moin Lokstedter, schade, dass du unbedingt auf meine einfache Frage zur Deutschen Bahn eine Diskussion Straßenbahn vs. Bus lostreten musst.

Hallo Osthamburger,

tut mir leid. Eigentlich war es nur eine Randbemerkung, auf die mein ehem. PLZ-Vetter einging und ich entsprechend nochmal antwortete. So ist das mit Diskussionen manchmal. Schade daher, dass Du nicht auf meinen Hauptteil unter Deinem Kommentar eingingst, denn da ging es um die DB und die Frage nach dem Baumschnitt.

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