Verkehr in Hamburg: Das versprechen die Parteien

Noch drei Tage bis zur Bürgerschaftswahl in Hamburg. Aber welche Partei setzt sich eigentlich für welche Verkehrsprojekte ein? Wer verspricht was und wer ist gegen was? Wir haben die Parteien befragt. Lesen Sie hier unseren exklusiven Schnell-Check.
Von Christian Hinkelmann
Fotomontage: Ein Zug der Linie U5 Richtung Bramfeld
Fotomontage: Ein Zug der Linie U5 Richtung Bramfeld

Welche Partei setzt welche verkehrspolitischen Prioritäten? Wer verspricht neue U-Bahnlinien? Wer den Bau einer Stadtbahn und neuer Radwege? Und wer will Schnellbus-Zuschläge abschaffen?

Wir haben in den vergangenen Wochen alle Bürgerschaftsparteien befragt und ihnen genau elf Fragen zum Thema Verkehr gestellt.

Lesen Sie hier die zusammengefassten Ergebnisse in unserem NahverkehrHAMBURG-Schnell-Check.

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4 Antworten auf „Verkehr in Hamburg: Das versprechen die Parteien“

Verkehrspolitisch müsste ich jetzt voll auf Rot/Gelb setzen.
Die SPD müsste sich mit der U5 in der Koaltion durchsetzen und die FDP mit dem Stop der Busbeschleunigung, dann wäre ich sehr zufrieden.

Wobei ich mir letzte Woche selbst schon genau so eine Tabelle gemacht habe und zu leicht anderen Ergebnissen gekommen bin:

1) Ich habe die Frage nach weiteren S-Bahn-Projekten auf der Agenda mit reingenommen und die genannten Vorhaben aus meiner Sicht bewertet (Beispielsweise SPD: Ottensen, Elbbrücken, Fahrzeugbeschaffung und S32 Top! Grüne: Taktverdichtung Wedel Flop!). Das lässt sich natürlich nicht so gut in einer Tabelle mit pro/contra darstellen.

2) Die Verlängerung der U4 nach Nord und Süd habe ich getrennt betrachtet, weil die Aussage der SPD zu der Verlängerung nach Süden bei weitem nicht so positiv ist wie nach Norden

3) Die Ansicht der SPD zur Umverteilung des Straßenraums habe ich anders gelesen. Die wollen das im Einzelfall entscheiden. Ich hätte da eher ein “?” in die Tabelle gemacht.

4) Die CDU will nach meiner Lesart den Radverkehr eher nicht ausbauen im Sinne von Fahrradstraßen/Fahrradstreifen. Die wollen die normalen Radwege sanieren. Das gleiche gilt für die FDP. Klar, beides ist irgendwie ein Statement pro Radverkehr, aber das klingt bei den anderen Parteien enthusiastischer.

5) Die Linke ist meiner Ansicht klar gegen eine U5, dafür aber für die Verlängerung der U4.

6) Bei den ÖPNV-Zuschüssen ist die FDP schon auf einer Linie mit den anderen Parteien.

Mal eine kurze Frage an die Verkehrsexperten unter euch:
Wersich erwähnt ja regelmäßig seinen Wunsch, in intelligente Verkehrssteuerung zu investieren. Scholz sagte an einer Stelle im NDR-Duell vom 11.02. sinngemäß Hamburg hätte schon jetzt eines der modernsten Systeme in der BRD.

Die einzige “Intelligenz” die ich bislang sehe ist im Zuge der Busbeschleunigung entstanden (Ampelvorrangschaltung). Große Kreuzungen wie bspw. Esplanade/Stephansplatz werden video-überwacht, also ggf. von Menschenhand beeinflusst. Die Verkehrsspuren an der Alster werden 2x täglich mittels Hütchen verändert…

Also bewundernswert finde ich das alles nicht. In Berlin werden den Autofahrern teilweise Geschwindigkeitsempfehlungen dynamisch errechnet. Und auch in Heidelberg gab es bereits in den 90ern Laternen, die aus einer 50er eine 40er-Zone gemacht haben (klar ist das Oldschool, waren aber schließlich auch die 90er ;-))

Also gibts in der Stadt Innovationen die ich übersehen habe?

Was soll eine S4 nach Bad Oldesloe im 1h-Takt, die sich zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe mit Höchstgeschwindigkeit 140 km/h auf den Fernbahngleisen tummelt, welche für 160 km/h ausgelegt sind?

Was soll eine S4 nach Ahrensburg im 20 Minuten-Takt? Dort verkehrt der Stadt-Busverkehr im ½ h-Takt.

Warum braucht Stormarn ein anderes SPNV-Konzept als der Kreis Steinburg?

Auf der Strecke Hamburg – Neumünster verkehrt bis Pinneberg die S3, darüber hinaus nach Elmshorn und Itzehoe nur Regional-Bahnen (RB) und Regional-Expresszüge (RE), die RB ohne Halt bis Pinneberg, der RE ohne Halt bis Elmshorn.

Eine S4 von Hamburg Hbf nach Rahlstedt ist dringend nötig. Die Orte der Stormarn-Achse aber benötigen einen ebenso schnellen Anschluss an Hamburg wie jene an der Achse Pinneberg – Elmshorn, d.h. RB ohne Halt bis Rahlstedt und RE-Anschlüsse von Ahrensburg, Bargtgeheide und Bad Oldesloe.

Jou, Jou, die innovativen Kräfte der Hamburger Politik zum Thema ÖPNV. Grad wollte ich auch mein Bestes zum Thema geben, da entdeckte ich beim recherchieren die Web-Site “http://www.hamburger-untergrundbahn.de”. Besonders das Kapitel ‘1967-1973’ sagt alles über Politik und Enwicklung im Hamburger ÖPNV. Zum Schluß fragt man sich dann, wo die letzten 50 Jahre geblieben sind und was die Politik in Hamburg damit gemacht hat. Ich denke, dass es in den nächsten 50 Jahren nicht viel anders ausehen wird.
Übrigens, weis einer der verehrten Leser wo die Hamburger Straßenbahn bei der 100 Jahr – Feier der Hamburger Hochbahn versackt worden ist.
Für einen Tipp wären ich sehr dankbar

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