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Verkehrswende? In zwei Wochen verliert Fehmarn seinen Bahnanschluss

Seit 117 Jahren fahren auf Fehmarn Eisenbahnen. In 14 Tagen ist damit Schluss. Dann wird die Strecke von Neustadt zur Insel stillgelegt. Erst in frühestens sieben Jahren gibt es Ersatz. Das sind die Hintergründe und so sieht die Zukunft des Fährbahnhofs Puttgarden aus.
Christian Hinkelmann
Intercity auf der Fehmarnsundbrücke
Ein Intercity auf der Fehmarnsundbrücke (Vogelfluglinie).
Foto: Christian Hinkelmann

Verkehrswende hin oder her: Wer mit der Bahn umweltfreundlich nach Fehmarn an den Strand reisen will, wird ab übernächster Woche scheitern: Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke nach Fehmarn wird mitten in der Sommersaison eingestellt. Am 30. August ist Schluss. Gegen 20:30 Uhr wird die letzte Regionalbahn aus Neustadt die ikonische Fehmarnsundbrücke überqueren und um 20:49 Uhr im Fährbahnhof Puttgarden eintreffen. Danach gehen dort die Licher aus – für immer.

Mit dieser letzten Zugfahrt endet eine Ära – und ein jahrzehntelanger Niedergang der so genannten Vogelfluglinie – eine Bahnstrecke, auf die die damalige Bundesbahn in den 1960er Jahren noch mächtig stolz war.

Warum der Bahnverkehrt nach Fehmarn genau eingestellt wird, was die Alternativen für die Fahrgäste sind, wann Fehmarn seinen Bahnanaschluss zurückbekommen soll und was aus dem alten Fährbahnhof in Puttgarden wird, lesen Sie hier.

Erst in sieben Jahren fahren wieder Züge

Das Aus für den Bahnverkehr nach Fehmarn ist nur vorläufig. In frühestens sieben Jahren sollen wieder Züge auf die Insel rollen, sagt die Deutsche Bahn auf Nachfrage von NAHVERKEHR HAMBURG.

Bis dahin soll die alte eingleisige Bahnstrecke zwischen Bad Schwartau und Puttgarden zu einer zweigleisigen und elektrifizierten Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut werden, auf der die Züge künftig bis zu 200 Km/h schnell fahren können. Während auf dem südlichen Abschnitt zwischen Bad Schwartau und Neustadt erst einmal weiterhin ganz regulär Züge fahren, wird der nördliche Teil der Strecke von Neustadt bis Fehmarn in dieser Zeit komplett stillgelegt.

Warum ist das so? Warum wird die Bahnstrecke nach Fehmarn nicht parallel zu den Bauarbeiten weiter betrieben?

Altes Stellwerk in Puttgarden ist schuld

Die Deutsche Bahn erklärt die Stilllegung ab Ende August mit einem altersschwachen St…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Verkehrswende? In zwei Wochen verliert Fehmarn seinen Bahnanschluss“

Das alles war mir nicht bekannt; danke für den erhellenden Artikel. Trotzdem kann ich es kaum glauben, dass eine ganze Region „befristet“ von der DB abgehängt werden wird. Technische Gründe vorzuschieben ist recht albern, da geht alles, wenn man will und zahlen will. Im AR der Bahn sitzen schließlich Politiker der Parteien, die von der Verkehrswende reden. Gut, dass ich ein Auto habe … (bisschen Ironie). BG

Hier haben sich einige Tippfehler, vor allem am Beginn eingeschlichen….
Wenn man das ganze so liest beschleicht einem das Gefühl, dass es zwar gewisse Fortschritte im Norden gibt, die andere aber teuer bzw. mit weniger guten Bahnanschlüssen bezahlen müssen. Nicht sehr ermutigend. Es geht anscheinend immer noch darum möglichst viele ganz schnell zu befördern. Dass man dabei Regionen abhängt oder schlechter versorgt, oder eben Ausweichmöglichkeiten abbaut, ich denke, das wird man bereuen…

Schade, das man ab Neustadt nicht mehr mit der Bahn weiterkommt. Allerdings sind die technischen Probleme doch zu groß, um einen Weiterbetrieb während der Bauphase als sinnvoll erscheinen zu lassen.
Wichtiger ist aber sowieso was aus der Bäderbahn wird. Denn wenn die Wege von Scharbeutz und Timmendorf zum Strand noch weiter werden (sie sind jetzt schon nicht gerade kurz), dann wird das Umsteigen gerade für Tagesgäste noch unattraktiver. Hier sollte noch einmal nachgebessert werden.

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