Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

VHH investieren 10 Millionen Euro in neue Elektrobus-Werkstatt

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein machen ihren Betriebshof in Bergedorf fit für Elektrobusse. Insgesamt investiert das Unternehmen 10 Millionen Euro in die Zukunft.
Christian Hinkelmann
Soll demnächst in den Fahrgasteinsatz kommen: Ein Elektro-Gelenkbus der VHH
Soll demnächst in den Fahrgasteinsatz kommen: Ein Elektro-Gelenkbus der VHH
Foto: VHH

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) bereiten sich auf das Elektrobus-Zeitalter vor und investieren insgesamt 10 Millionen Euro in eine neue Werkstatt auf ihrem Betriebshof in Bergedorf.

Gestern war der erste Spatenstich für den Neubau, in dem künftig rein elektrisch angetriebene Busse repariert und gewartet werden sollen, wie das Unternehmen mitteilte. Dazu gehört eine elektrische Prüfausrüstung, ebenso wie Dacharbeitsplätze und Kranbahnen, da viele der elektrischen Komponenten bei E-Bussen auf dem Fahrzeugdach verbaut sind.

Der rund 2.700 qm große und fast 10 m hohe Hallenneubau soll fünf Busspuren aufweisen. Diese können doppelt belegt werden, also entweder mit zwei Standard Stadtbussen oder mit einem 18 m langen Gelenkbus.

Ab 2020 beschaffen die VHH nur noch reine Elektrobusse

„Wir werden unser Unternehmen in zentralen Bereichen weiter digitalisieren und auch in ein smartes Lademanagement investieren, damit aus einer Vision schon bald Realität werden kann“, so VHH-Geschäftsführer Jan Görnemann.

Hintergrund für die Bemühungen ist eine politische Vorgabe des Hamburger Senats, nach der die kommunalen Verkehrsbetriebe in der Hansestadt nur noch emissionsfreie Linienbusse neu anschaffen dürfen.

Derzeit betreiben die VHH zwei rein elektrische Kleinbusse in Blankenese. Ein batteriebetriebener Gelenkbus für die stark belastete Metrobuslinie 3 befindet sich derzeit noch in einer VHH-internen Testphase.

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 490 am Bahnhof Elbbrücken in Hamburg

S-Bahn nach Osdorf kommt frühestens 2040

Seit 40 Jahren soll eigentlich eine S-Bahn nach Osdorf und Lurup fahren. Doch das Projekt verzögert sich immer weiter. Inzwischen ist klar: Vor 2040 wird die Strecke nicht in Betrieb gehen. Und: Die Zahl der geplanten Stationen wird immer weniger. Heute präsentiert der Senat seine aktualisierte Routenplanung. Das sind die Gründe für die ständigen Verzögerungen.

Die HVV-App an einem U-Bahnhof in Hamburg.

Der App-Dschungel des HVV: Holzweg oder richtige Lösung?

Sechs verschiedene Apps bietet der HVV inzwischen an. Für fast jeden Bedarf eine eigene. Trotzdem fehlen darin bis heute teils wichtige Funktionen, die in anderen Städten längst Standard und bei Fahrgästen sehr beliebt sind. Und sind so viele Apps überhaupt der richtige Weg?

5 Antworten auf „VHH investieren 10 Millionen Euro in neue Elektrobus-Werkstatt“

Witzig, wo hier wieder einmal über Oberleitungen gesprochen wird, egal ob für Bus oder Strassenbahn.
Für mich persönlich wären Oberleitungen eine optische Verschandelung der Stadt.

Haben sich die Befürworter der Oberleitungen eigentlich einmal Gedanken darüber gemacht, was es für ein Theater wegen des Elektrosmogs gibt ?

Wegen der Oberleitungen auf der Linie A1 für die dann kommende S21 gibt es nun tatsächlich Anwohner, die deswegen klagen wollen… http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article209910215/Widerstand-gegen-Elektrifizierung-der-AKN.html

Gruss
Jan

Bekanntlich hat Hamburg engstirnigen Dogmen: Niemals Straßenbahnen sowie niemals Oberleitungsbusse.
Dumm ist nur, dass O-Busse auf einer Buslinie wie der 3 (oder 5 oder 6) sehr viel wirtschaftlicher und umweltfreundlicher unterwegs sind, als E-Busse mit Batterien.
Ich muss immer schmunzeln, wenn es seit Jahren um Elektromobilität von öffentlichen Verkehrsmitteln in Hamburg geht. In Straßburg (Straßenbahn) und Salzburg (O-Bus) geht es seit Jahrzehnten elektromobil zu. Hamburg gibt hingegen viel Geld für Erprobungen aus, das Ergebnis ist bisher NULL.
Die Blankeneser Klein-E-Busse fallen übrigens ständig aus und haben gigantische Betriebskosten.

Sie können eine Weltstadt wie Hamburg nicht mit einem Dorf wie Straßburg (uckermark?!!) vergleichen!

Ein Bus, auch wenn er aussieht wie eine halbe Stadtbahn, ist ein Bus, ist ein Bus, ist ein Bus.

Er wird genauso
– im Stau stehen,
– vom MIV ausgebremst werden (durch Hineindrängeln beim Einbiegen aus Seitenstraßen, Parkbuchten etc, Vordrängeln beim Spurwechseln, nicht Herauslassen aus Busbuchten, und, und, und),
– die rote Ampeln erwischen,
– rütteln, schütteln und schaukeln
wie ein ganz normaler Dieselstinkerbus.

Nein!
Auf gar keinen Fall!

Dieses „Gefährt“ hat das Potenzial Autofahrer dazu zu bewegen(!), von ihrem PKW umzusteigen!

Und es bringt Menschen, die einen gefühlten Gewaltmarsch und mehr von sog. Schnellbahnen entfernt wohnen (gemessen sind es fast 2/3 Hamburgs Bewohner) ein Gefühl des „Anschlusses“ – und das nur wegen des Designs und des Antriebs.

Aber ansonsten ist alles chiko.

Und seitdem Hamburg die effektivste Umweltzone Deutschlands hat, werden diese Busse auch verdammt viel zur Ökölogie beitragen.
Hat Hamburg doch, oder?!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert