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VHH macht Metrobuslinie 3 zur Premiummarke

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein positionieren ihre Metrobuslinie 3 ab sofort als eigene Premiummarke. Dafür wurden zehn neue Gelenkbusse von außen mit einem speziellen Markendesign und dem Slogan "Hamburgs Äquator" versehen.
Christian Hinkelmann
Ein Metrobus der Linie M3 an der Feldstraße
Ein Metrobus der Linie M3 an der Feldstraße

Dabei wird Hamburg als Weltkugel und der Linienweg der Linie 3 als Äquator dargestellt. Daneben werden die wichtigsten Haltestellen und der 5-10 Minuten-Takt hervorgehoben.

Damit soll die Linie bei Hamburgern und Touristen noch bekannter gemacht werden.

Zu den Markenstandards gehören laut VHH kostenlose Internetzugänge in allen Bussen, drei TFT-Monitore mit Fahrgastinformationen, vier Türen, Außenlautsprecher, überwiegend mehrsprachige Busfahrer und in den neusten Fahrzeugen Fußböden in Holzlaminat-Optik.

Die Metrobuslinie 3 verkehrt zwischen dem Schenefelder Platz am westlichen Stadtrand über Osdorfer Born, Innenstadt, Rothenburgsort sowie Tiefstack und wird täglich von rund 30.000 Fahrgästen genutzt. Viele Stadtteile entlang der Linie haben keinen Schnellbahnanschluss.

In den Spitzenzeiten sind 25 Gelenkbusse im Einsatz, die Fahrzeit beträgt über eine Stunde. Das Durchschnittsalter der eingesetzten Busse liegt laut VHH unter einem Jahr.

Bis 2016 soll die Linie 3 im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms des Hamburger Senats mit Vorzugsschaltungen an allen Ampeln und neuen Haltestellen mit Echtzeitinformationen und teilweise Fahrkartenautomaten zusätzlich auf…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „VHH macht Metrobuslinie 3 zur Premiummarke“

„Schade nur, dass die VHH auch bei Eigenwerbung nicht davor zurückschrecken, die Fensterscheiben zuzukleben. Komplett unbeklebte Fensterscheiben wären eigentlich mal das richtige Zeichen. Der Fahrgast muss im Vordergrund stehen (und der möchte in der Regel lieber die freie Sicht nach draußen haben!)“
Warum? Die meisten Sitze sind im Vorderwagen doch sowieso mit dem Rücken zum Fenster. Also kann man doch erst gar nicht durch die Fenster schauen, sondern man ist gezwungen, den Innenraum anzusehen.

Das Wichtigste bei der ganzen ÖPNV-Planerei ist doch, dass sie auf eine hohe Zustimmung innerhalb der Bevölkerung stößt. Zustimmung bekommt man nur, wenn man informiert und überzeugt. Man muss also ordentlich die Werbetrommel rühren. Funk-und Printmedien müssten ständig und vor allem sichtbar für Jedermann berichten. Die VHH macht das hier sehr gut. Auch bei der Hochbahn wird man noch in diesem Jahr reichlich neue und gut ausgestattete Busse auf Strecke bringen. Die VHH hat es etwas leichter, die Busse nur für eine bestimmte Linie herzurichten, weil sie nur wenige Linien hat, auf denen Gelenkwagen an allen 7 Wochentagen eingesetzt werden. Eigentlich sind es nur die Linien 2,3. Selbst die 21 fährt zu 50% ohne Gelenkwagen und an Sonntagen sieht man auch auf der 2 reichlich Solobusse. Nimmt man den Westen (Mitte) als Referenz, gibt es bei der Hochbahn alleine hier die Linien 4,5,6, 20,25 die an allen 7 Wochentagen mit Gelenkwagen betrieben werden.

5 bis 10-Minuten-Takt? Das ist wohl nur in der Innenstadt so. Von Schenefeld fährt er ab 8 Uhr morgens nur alle 20 Minuten und ist dann immer voll wie eine Konservenbüchse. Ich weiß das, denn ich fahre jeden Morgen mit dem 3er zur Arbeit, und wenn dann mal einer ausfällt, dann wartet man 20 minuten bis der nächste kommt.

Die M3 ist wirklich eine spannende Linie, insbesondere auch seit der Verlängerung über Hammerbrook und Rothenburgsort nach Tiefstack. Wird Zeit, dass sie zu einer Stadtbahn wird (jaja, die alte Leier!). Nein, im Ernst: schön, dass wenigstens versucht wird, aus einem eigentlich viel zu „kleinen“ und qualitativ nicht sehr hochwertigen Verkehrsmittel Bus das Beste zu machen. Schade nur, dass die VHH auch bei Eigenwerbung nicht davor zurückschrecken, die Fensterscheiben zuzukleben. Komplett unbeklebte Fensterscheiben wären eigentlich mal das richtige Zeichen. Der Fahrgast muss im Vordergrund stehen (und der möchte in der Regel lieber die freie Sicht nach draußen haben!), auch, wenn dann vielleicht die Werbewirkung und bei Nicht-Eigenwerbung auch die Werbeeinnahmen geringer ausfallen. Letzteres sollte sich die Hochbahn insbesondere mal für die Linie M5 hinter die Ohren schreiben. Zu guter Letzt bleibt noch zu sagen, dass auch bei der M3 in Sachen Busbeschleunigung ein klares Bekenntnis „pro Bus und kontra Autoverkehr“ fehlt. Wie soll denn die M3 ohne Busspur in der Stresemannstraße ausreichend beschleunigt werden? Wenn der Ottonormalverbraucher mit dem Fahrrad oft schneller vorankommt als mit einer der wichtigsten Metrobuslinien und wenn Busspuren nur wegen Angst vor etwas weniger Platz für die platzverschwendenden Autos nicht realisiert werden ist etwas arg faul im Stadtstaat.

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