Vorentwurfsplanung für die S4 voraussichtlich im Mai fertig

Die geplante S-Bahn zwischen Hamburg und Bad Oldesloe steht kurz vor einem großen Etappenziel: Im Mai soll die seit einem Jahr laufende Vorentwurfsplanung für die S4 fertig sein. Dann steht fest, wo die neuen Bahngleise genau verlaufen werden und wie viel der Bau kostet. Danach sollen Kosten und Nutzen gegenübergestellt werden.
Christian Hinkelmann
Visualisierung: Die künftige neue Haltestelle Holstenhofweg an der S4 in Hamburg
Visualisierung: Die künftige neue Haltestelle Holstenhofweg an der S4 in Hamburg

Die seit einem Jahr laufende Vorentwurfsplanung für eine S-Bahnlinie zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist voraussichtlich im Mai fertig. Das teilte die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) in Kiel mit.

Demnach werden zurzeit noch letzte Untersuchungen in den Bereichen Umwelt, Schall und Baugrund abgeschlossen.

In der Vorentwurfsplanung werden der genaue Verlauf der Strecke sowie der Bau und Umbau von Bahnhöfen und anderen nötigen Einrichtungen festgelegt und durchkalkuliert. Somit kann genau vorhergesagt werden, welche Baumaßnahmen im Einzelnen nötig sind und was die S4 voraussichtlich kosten wird.

Nach Abschluss der Vorentwurfsplanung soll in diesem Sommer eine Standardisierte Bewertung des Projektes beginnen, in der ein so genannter Kosten-Nutzen-Faktor errechnet wird.

Ist der volkswirtschaftliche Nutzen im Ergebnis größer als die Kosten, können beim Bund Fördergelder beantragt und die Entwurfs- und Genehmigungsplanungen begonnen werden. Dies wird laut LVS vermutlich Anfang/Mitte 2014 der Fall sein.

Die S4 soll voraussichtlich bis 2020 zwischen Hamburg-Altona und Bad Oldesloe…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Eine Hamburger U-Bahn vom Typ DT5 fährt auf einem Viadukt im Hafen, während sich unten der Autoverkehr staut

Wie die Auto-Zwickmühle die Hamburger Verkehrswende torpediert

Verkehrssenator Tjarks freut sich zu früh über den 2025 gesunkenen Autobesitz. Weite Teile der Hamburger haben zu wenig Vertrauen in Bus, Bahn und Carsharing als Alternative zum eigenen Auto. Der Senat müsste dringend nachsteuern, wenn die Verkehrswende gelingen soll.

"Jede Minute, die der Bus außerhalb der Haltestellen nicht fährt, ist eine verlorene Minute, in denen die Fahrerinnen und Fahrer Geld kosten, keine Leistung erbringen können und an anderer Stelle fehlen", meint der Hamburger Verkerhsplaner Arne Witte.

Best-of: Busverkehr in Hamburg: „Rote Ampeln verschärfen den Personalmangel“

Zu langsam, zu teuer, zu unattraktiv: Hamburg verschwendet mit seinem derzeitigen Bussystem viel Steuergeld und wertvolles Personal, meint der Verkehrsplaner Arne Witte im NAHVERKEHR HAMBURG-Interview und glaubt, dass die vorhandenen Ressourcen viel effizienter für die Verkehrswende eingesetzt werden könnten. Das sind seine Ideen und Vorschläge.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner