Wahlcheck Hamburg: Das versprechen die Parteien beim Autoverkehr

Wer will die umstrittenen Park-and-Ride-Gebühren wieder abschaffen? Welche Parteien will mehr autofreie Zonen in Hamburg einführen? Wir haben die Parteien dazu befragt.  
Christian Hinkelmann
Autos stehen an der Esplanade in Hamburg im Stau - im Vordergrund ein Taxi
Autos stehen an der Esplanade in Hamburg im Stau - im Vordergrund ein Taxi

Park-and-Ride-Gebühren wieder abschaffen? Umsteigemöglichkeiten für Autofahrer am Stadtrand auf andere Verkehrsmittel verbessern? Mehr autofreie Zonen?

Die Versprechen der einzelnen Parteien zum Thema Autoverkehr sind vor der Bürgerschaftswahl vielfältig – und anhand deren Wahlprogramme nicht immer gut miteinander vergleichbar. Deswegen haben wir die Parteien, die in der aktuellen Bürgerschaft vertreten sind, direkt befragt, was sie konkret zum Autoverkehr in der Hansestadt versprechen – und was nicht.

Die Antworten auf unsere Fragen lesen Sie hier in diesem Artikel. Darüber hinaus haben wir den Parteien auch noch weitere Fragen zum HVV (siehe hier) und zum Fahrradverkehr gestellt (siehe hier) – als Hilfestellung für Ihre Wahlentscheidung am kommenden Sonntag.

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Viel Spaß bei der Lektüre, Christian Hinkelmann, Herausgeber NahverkehrHAMBURG

Plant Ihre Partei in der kommenden Legislaturperiode weitere autofreie Zonen – und wo genau?

SPD

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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2 Antworten auf „Wahlcheck Hamburg: Das versprechen die Parteien beim Autoverkehr“

Die AFD entlarvt sich auch hier als Autofahrerpartei, die den massiven Autoverkehr im wesentlichen beibehalten will. Das Schlagwort “Autofahrerpartei” hat auch deren verkehrspolitischer Sprecher Herr Ehlebracht in der Bürgerschaft mal gesagt. Mit Klimaschutz hat die Partei bekennend nichts am Hut.

Sie gehört abgewählt (wobei die Verkehrspolitik vor dem Hintergrund ihrer offen rassistischen und teils kryptofaschistischen Politik noch das unwichtigste Kriterium ist).

Der ganze Unsinn grüner Verkehrspolitik wird in der Kombination der Antworten schön deutlich: Keine Autos mehr in der Innenstadt, stattdessen sollen alle mit dem ÖPNV fahren – allerdings nicht zu zentralen Orten wie dem Rathausmarkt oder der Mönckebergstraße, denn da sind ja Busse auch unerwünscht. Verlegen wir also die Busse von dort auf die Steinstraße. Dann stören da die Autos, also ab mit ihnen auf die Willy-Brandt-Straße – ach nee, die soll ja auch ein Boulevard werden und die Innenstadt an die HafenCity anschließen. Gut, dann halt nördlicher über die Alsterbrücken – Moment, die müssen in den kommenden Jahren grundsaniert werden und die Esplanade wird sowieso zurückgebaut.

Sowas wie ein Gesamtkonzept sucht man vergeblich. Dass ein erheblicher Teil des Autoverkehrs in der Innenstadt Durchgangsverkehr vor allem in Ost-West-Richtung ist und nicht Onkel Hugo und Tante Erna, die mit ihrem Diesel bis in den Eingang der Läden fahren wollen, wird ignoriert. Für diesen Verkehr gibt es aber eben oft keine brauchbaren ÖPNV-Verbindungen und auch keine leistungsfähigen Straßen-Alternativen. Elbe und Alster begrenzen dann doch irgendwie die Flexibilität in der Verkehrsführung und demonstrieren, dass Hamburg nicht Kopenhagen, Groningen usw. ist.

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