In Schleswig-Holstein entscheidet sich heute, welches Unternehmen künftig den Bahnverkehr auf den Strecken Hamburg-Kiel und Hamburg-Flensburg betreiben soll. Der Finanzausschuss im Landtag wird hierzu eine Entscheidung treffen, die vom Wirtschaftsausschuss zur Kenntnis genommen wird. Grundlage ist ein entsprechender Vergabevorschlag. Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts wird darin ein Zuschlag an die Deutsche Bahn-Tochter „Regionalbahn Schleswig-Holstein“ empfohlen.
Dem Bericht nach hat die RB SH das günstigste Angebot für den Betrieb abgegeben und ihre Mitbewerber „Nord-Ostsee-Bahn“, und Nordbahn (AKN und Benex/Hochbahn) mit einem Kampfpreis von 2,86 Euro pro gefahrenem Zugkilometer deutlich unterboten (NOB: 5,81 €, Nordbahn: 6,85 €).
Laut Abendblatt war dieser niedrige Preis möglich, weil die Bahn-Tochter auf beiden Strecken mit deutlichen Fahrgaststeigerungen rechnet und dem Land diese Zusatzeinnahmen garantiert. So will das Unternehmen für den Betrieb jährlich 13 Millionen Euro kassieren und gleichzeitig die Anzahl der Züge verdoppeln (Hamburg-Kiel: künftig alle 30 Minuten, Hamburg-Flensburg künftig alle 60 Minuten). Zurzeit zahlt das Land für beide Strecken pro Jahr rund 20 Millionen Euro mehr.
Außerdem soll die Bahn ihre bisher auf diesen Strecken eingesetzten lokbespannten Doppelstockzüge offenbar weiterhin einsetzen dürfen. Dies überrascht, da das Land in seiner Ausschreibung für das „Netz Mitte“ bislang den
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