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Werden die Schnellbusse in Hamburg abgeschafft?

Der Hamburger Senat soll prüfen, ob das Schnellbus-Netz aufgelöst und in das bestehende Metro- und Stadtbusnetz integriert werden kann. SPD und Grüne haben den Senat in einem Antrag dazu aufgefordert. Das Ergebnis der Prüfung soll im nächsten Frühjahr vorliegen.
Christian Hinkelmann
Schnellbus der Hochbahn am Jungfernstieg
Schnellbus der Hochbahn am Jungfernstieg
Foto: Christian Hinkelmann

Sie sind inzwischen kaum noch schneller als herkömmliche Busse und verlieren durch den fortschreitenden barrierefreien Ausbau von U- und S-Bahn jetzt auch noch ihr letztes Alleinstellungsmerkmal: Die zuschlagpflichtigen Hamburger Schnellbusse, die umsteigefrei von den Außenbezirken in die City fahren und vor allem bei Senioren beliebt sind.

Jetzt gibt es erstmals ernsthafte Überlegungen, die acht Schnellbuslinien abzuschaffen. SPD und Grüne haben den Senat in einem Antrag aufgefordert, zu prüfen, wie die einzelnen Schnellbuslinien ausgelastet sind, wo es Parallelverkehr zu anderen Bahn- und Buslinien gibt. Außerdem soll analysiert werden, inwieweit die Schnellbusse noch nachfragegerecht sind und wie sie in das bestehende Metro- und Stadtbusnetz zu integriert werden könnten. „Eine sinnvolle Zusammenführung könnte Synergieeffekte freisetzen und die Wirtschaftlichkeit erhöhen“, heißt es in dem Antrag.

Weniger Busse sollen dadurch aber nicht in Hamburg fahren: „Uns ist wichtig, dass es bei einer etwaigen Anpassung zu keiner Verschlechterung des Verkehrsangebotes insgesamt kommt“, so Grünen-Verkehrsexperte Martin Bill.

Etwas verhaltener in Bezug auf eine Schnellbus-Abschaffung ist die SPD: „Wenn wir mehr über die Nutzergruppen wissen – zum Beispiel Personen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind – dann können wir auch besser beurteilen, ob sich Alternativverbindungen anbieten oder ob die Schnellbusse beibehalten werden sollten“, so die verkehrspolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Martina Koeppen.

Bis Ende Mai soll der rot-grüne Senat Ergebnisse vorlegen.

Das Hamburger Schnellbusnetz wurde 1960 eingerichtet und besteht derzeit aus acht Linien. Die Benutzung kostet 1,90 Euro Zuschlag. Ursprüngliches Ziel war es mal, eine leistungsstarke, schnelle und komfortablen Ergänzung zu dem damals noch kleinen U- und S-Bahnnetz zu schaffen. Doch wirklich schnell sind die Schnell…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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23 Antworten auf „Werden die Schnellbusse in Hamburg abgeschafft?“

Die Strassenbahn war vor 1978 eine zuschlagfreie Direktverbindung von U/S-Bahn freien Stadtteilen. Nach der Stillegung zu gunsten des Autoverkehrs, werden Einwohner dieser Stadtteile teilweise mit einem sehr hohen Zuschlag ‚bestraft‘. Von diesen kommt man sonst ausschließlich nur mit mehrfachem Umsteigen an sein Ziel! Warum gehen die „schnellbusse“ nicht einfach den gleichen Weg wie die Strassenbahn? Bis heute warten viele Stadtteile, auf damals großmundig versprochene Schnellbahnen.
Interressant währe doch wirklich der wahre Hintergrund, warum Hamburg deutschlandweit den geringsten ÖPNV-Nutzeranteil hat.
„schnellbusse“, hohe Fahrpreise und der gebrochene Verkehr treiben mich auf weiten Strecken hinters Steuer.
Auf mittleren und kurzen Entfernungen schwinge ich mich meistens aufs Rad.

Das über den Zuschlag geklagt wird . Kann ich nicht so recht verstehen.
Bei der Tageskarte sind es 1,90 € für den Tag . Inkl. 1 Klasse in der Regional Bahn .
Auch bei der Minigruppen Karte lediglich 1,90 € für die ganze Gruppe .
CC Karte oder Hamburg Card inkl.
Wie in der 1 Klasse soll der Gast ( nicht Beförderungsfall ) einen Sitzplatz haben .
Wer glaubt das die Abschaffung des Schnellbusses , die Probleme in den überfüllten Metrobussen löst irrt !
Es werden Verbindungen wegfallen und Ersatzlos gestrichen . Das Ändert nichts an den Angebot der Stadtbusse .
Die paar Fahrgäste der Schnelbusse ( so die Gegner ) Können doch noch in den Metrobussen einen Platz finden .
Linien wie 39er 31er oder die Berziegen werden bleiben . Als Stadtbusse !

Da die Schnellbusse ja von CC-Karteninhabern kostenlos genutzt werden können, darf die Linie 35 getrost als “ Sozialbus-Jenfeld“ bezeichnet werden.

Die Schnellbusse fahren tatsächlich (fast) alle Haltestellen an. Aber ich finde dass es trotzdem kein Grund ist die kompletten SB-Linien abzuschaffen sondern die Linien die an allen Haltestellen anhalten sie durch normale StadtBusLinien zu ersetzen z.B. Linie 36 in die 136 umwandeln und dass sollte man prüfen welche Linien auch als Stadtbus fahren kann und nicht die Schnellbusse komplett abschaffen.

@oepnv-liebhaber
Zitat: „Den Zuschlag wegnehmen, diese Busse für alle ohne Extraaufwand Nutzbar machen.“

Und damit die Schnellbusse gleich noch unnoetiger zu machen (weniger freie Sitzplaetze fuer z.B. Rentner, Menschen mit Behinderungen, Faule wie mich usw.).
Ich bin vllt. nur selten in Hamburg, aber benutze dann doch lieber den Schnellbus. Ich koennte natuerlich auch den Bus zur naechsten U-Bahnstation nehmen, aber die Taktung und der nicht vorhandene Uebergang (also Zug faehrt ab waehrend der Bus gerade ankommet) sorgen eher dafuer das ich dann doch lieber den Schnellbus nehme und zumeist meine Ruhe habe. Und wenn jemand behauptet die Schnellbusse sind so gut wie nie voll, dem kann ich empfehlen morgens nach 9 Uhr den 31, 35 oder 36 in Richtung Innenstadt zu nehmen.
Natuerlich ist der Zuschlag ziehmlich happig, aber wenn ich dann mit der RE/RB weiterfahren muss ist es schon klasse vom Schnellbus in die erste Klasse der Bahn zu steigen!

Ich finde, die Schnellbusse müssen umgehend abgeschafft werden, da es keine Schnellbusse mehr sind.
In den ich fahre, halten heute die Schnellbusse auf bestimmten Strecken an jeder Haltestelle an.
Z.B. Linie 37 – 39 usw.
Altona, Fabrik, Daimlerstraße, S-Bahn Bahrenfeld, Bahrenfeld-Markt, Osdorfer Weg, fast an jeder Haltestelle bis nach Schenefeld.
Früher sollte der Schnellbus nur alle zwei bis drei Stationen halten, was schon lange nicht mehr gegeben ist.
Ich kann auch trotzdem nicht sagen, das ich mit dem Schnellbus schneller ankommen werde, tw. sogar länger als mit dem Metrobus.
Ich sage, alle Schnellbusse sollten unmittelbar abgeschafft werden und als normale Linien verkehren.

Wie paßt „größere Haltestellenabstände als üblich“ und „Senioren-/Mobilitätseigengeschränktengerecht“ eigentlich zusammen?

Und müssen im Zuge bzw Zeitalter der Inklusion und Barrierefreiheit nicht ALLE öffentlichen Angebote für ALLE gleich gut nutzbar sein? Also jeder Bus gleich gut?

Nur ist man in Hamburg leider völlig konditioniert, was das angeht.
Hier wurden noch in den 90ern U-Bahnstationen ohne Lift gebaut. Und seit zwei Jahren wird mittels einer riesengroßen Kampagne suggeriert, daß Hamburg seinen ÖV total-toll-kundenfreundlich und höchstwahrscheinlich-wie-sonst-nirgendwo barrierefrei ausbaut.
Man ist schon mit sehr sehr wenig zufrieden hier in HH beim ÖV…

Also:
Den Zuschlag wegnehmen, diese Busse für alle ohne Extraaufwand Nutzbar machen.

@ Schleichbus :
Habichtsplatz ist eine der ganz wenigen „Schnellbus-alternativlosen“ Haltestellen. Da hast Du wirklich Pech zumal der 39er – Ostast in Fahrtrichtung Richtung Wandsbek häufig verkehrsbedingt verspätet ist.
Die KSB-Karte nützt einem als Pendler nichts.

Auch die Haltestelle Erdkampsweg Ost wird ab 20:45 nur vom Schnellbus 39 bedient. In diesem Zusammenhang noch ein sarkastische „Danke“ an den nach Berlin abgehauenen, pressefreudigen, selbsternannten CDU-„Verkehrsexperten“ , der wegen dieser Sache ständigen „Besuch“ von Fuhlsbüttler Rentnern in sein dort gelegenes Stadtteilbüro bekam aber den Sachverhalt bis zuletzt nicht begriffen hatte oder wollte.
Wenn der 39er „fällt“ ist nach 20:45 das Ortszentrum Fuhlsbüttels busmäßig tot.
Die Möglichkeit den 179 an der 607er Nachtbushaltestelle an der Kreuzung Ratsmühlendamm/Brombeerweg halten zu lassen kennt nicht jeder.
Kleiner Trost : Die HHA und PVG (Bergziegen) wollen tendenziell den Schnellbus beibehalten…ich weiß es eben ;-).
VHH (L.31) weiß ich nicht, ist nicht so meine Welt.

Leute, es sind die „S“PD und die „Grünen“! Da wird es sowieso nichts mit der Abschaffung des SchnellbusZUSCHLAGS. (SB und CE -CityExpress- gibt es auch im Ruhrgebiet. Und die sind dort wirklich schneller und kosten zudem nichts zusätzlich!)
Hauptsache es wird geredet und so getan, als ob etwas getan wird. Aber diese Hamburgensie – so überholt wie sie auch sein mag – ist eben heilig. Schließlich sind sie ja so gut gefedert…

Für mich gilt – rein aus Prinzip: Schnellbusse sind mir lieb und teuer. Vor allem Letzteres.

Hamburg. Alles bleibt beim alten.

Schnellbusse müssen bleiben. Ich zahle den Zuschlag gern!
Schnellbusse sind ein Zusatzangebot des HVV welches – bis auf die Bergziege unter den besonderen Betriebsbedingungen – niemand in Anspruch nehmen muss der es nicht möchte. Es gibt sonst im Westen (Othmarschen, Nienstedten und Osdorf) nur ganz wenige Haltestellen wo dieser Bus ein Alleinstellungsmerkmal hat.
Für die Jüngeren:
Schnellbusse : Das ist ein traditioneller Name, hat nichts mit „schnell“ zu tun selbst wenn sie hin und wieder ein paar Haltestellen auslassen. Man wollte schon vor Gründung des HVV den Stadtteilen, welche keinen SPNV-Anschluss haben auch einen direkten Busanschluss in die City bieten. Schnellbusse wie Schnellbahnen.

Schnellbusse sind neben der 1.Klasse in den RE’s und RB’s das letzte bisschen ÖPNV-Kultur was der HVV zu bieten hat. Gute Fahrzeuge (besonders die 6030, 6031 und die Citaros auf der Linie 31 gefallen mir), mehr Sitzabstand, bessere Federung.
Man hat besonders morgens seine Ruhe und ein wenig mehr Sitzkomfort.
Ich verstehe den Neid der Koalition nicht. Haben die nicht aktuell wirklich wichtigere Probleme in einer Stadt wo kleine Kinder frieren müssen und sich erkälten?
Auch ist zu berücksichtigen, daß sich besonders am 37er-Westast viele Gehbehinderte gezielt angesiedelt haben welche es schätzen nicht isoliert in Sonderbussen z.B. zu den Bahrenfelder Werkstätten oder auch woanders hin fahren zu können.
Merkwürdige Taktzeiten wie alle 7/8 – Minuten morgens (wer kann sich so etwas merken?), dafür aber Samstags- Nachmittags und Mo-Fr. ab 20:00 nur alle 30 Minuten oder Sonntags alle 15 Minuten wie beim 37er – Westast könnte man mit dem Fahrplanwechsel verbessern. Der Fahrplan stammt noch aus Zeiten wo Samstags ab 14:00 alle Geschäfte schlossen…Das kennen die Jüngeren gar nicht mehr.

Möglicherweise doppelte Message da nicht klar lesbar, bitte ggfs. 1xl öschen

Das kommt immer darauf, wie man es sehen will. Ist der Schnellbus wirklich um so viel langsamer? Oder benötigt er vielleicht nur 5 Min. als der normale Weg? Wenn ich mit dem Stadtbus nur nächsten Schnellbahnhaltestelle fahren muss, dort umsteigen, dann Ri. City, wenn ich dann zum Rathaus möchte, müsste ich eventuell noch einmal umsteigen. Es ist gut möglich, das der Schnellbus dann nur drei Minuten länger braucht. Ich kenne einige Kollegen, denen kommt es nicht darauf an, den schnellsten weg zur Arbeit zu nehmen, sondern den bequemsten. Da nimmt man gerne 5 Min. mehr in Kauf, aber wählt dann Umsteigehaltestellen, die man lieber benutzt, als welche, die man aus welchen Grund, auch nicht mag. Eben, gerade für ältere Menschen und für Rollstuhlfahrer, wie auch gebehinderten Menschen, aber auch für die, die nicht gerne mit der U-Bahn durch den Tunnel fahren, ist das eine Alternative. In den letzten und in den nächsten Jahren hat/wird man zig Millionen dafür ausgeben, damit alles behindertengerechter sein wird. Da will man dann das aufgeben, was den Menschen bisher guten Dienst geleistet hatte? Es geht hier meistens nicht um die Leute, die alles machen können, sondern man muss auch an die Minderheit denken. Ich kann nicht glauben, das die so unwirtschaftlich sind, denn ich sehe genauso gut etliche Fahrzeuge, auch Gelenkbusse, die in der Nebenzeit fast leer durch die Gegend fahren. In den nächsten Jahren wird sich das Bild weiter darin verändern, das wir mehr ältere Menschen als jüngere haben werden.

Wohne im Dulsberg (U Straßburger Str) und muss häufig zum Habichtsplatz. Der Schnellbus (Linie 39) fährt den Ring 2 längs, der wäre eine echte Alternative. Ohne Schnellbus ist die Verbindung nur mit Umweg und Umstieg in Barmbek und einigen 100 m Fußweg zu machen.

Weil es insgesamt nur 2 km Entfernung sind, habe ich darauf keine Lust.

Der Schnellbus würde aber als Monatsticket über € 110 kosten. Nur für die Strecke zum Habichtsplatz. Das sind über € 1 pro Kilometer. Kein anderes Angebot, sagt der HVV. HVV-„Schnellbus“ zum Taxipreis, ohne mich, sage ich.

Ich habe mir deshalb vor ein paar Jahren für das Geld lieber ein Auto zugelegt.

Ich bin da sehr zwiegespalten, da ich an einer Bushaltestelle wohne die sowohl von einem Schnellbus als auch von Metro und Stadtbuslinien bedient wird (und ich nur ein „normals“ d.h. Abo ohne Schnellbus habe)
Einerseits ärgere ich mich, wenn es schlechtes Wetter ist oder ich es eilig hat, das ich „auf den nächsten“ Bus warten muss. Und das ich ggf. auf S- oder U-Bahn umsteigen muss um in die City zu kommen.
…andererseits finde ich aber auch „gut“ das (wie im Artikel ja schon angemerkt) die Älteren Rentner und Co diesen Bus nutzen und nicht „meinen“ Bus mit langsamen Ein- und Aussteigen ausbremsen (ja es klingt vielleicht im ersten moment Asi, ist aber nicht so gemeint), da sich bei diesen Schnellbussen die Fahrer einfach mehr Zeit lassen (was ich ja auch gut finde) bis z.b. alle Sitzen etc …

Für mich ist der Schnellbus auch eher ein Bummelbus (absolut nicht negativ gemeint) aber der Kutschiert nunmal den entschleunigten Bürger ganz gemächlich in die City und man kann schön aus dem Fenster schauen wie die Stadt an einem vorbeizieht. (Der Name ist daher vielleicht eher das Problem)

Daher: Schon schade das diese Busse leer sind und andere mega voll, aber naja … auch nicht sooo schlimm in meinen Augen.

100% Unterstützung für die Abschaffung diieser „Schnellbusse“. Für alle Nicht-Seniorenticket-Inhaber sind diese oft halbleeren Busse ein Ärgernis. Mit welchem Recht kosten die Busse mehr Geld? Die S-Bahn oder der Regionalzug sind doch auch nicht teurer, weil sie (sogar tatsächlich) schnell sind.
Außerdem, schnell ist auch anders als unsere „Schnellbusse“. Ohne Frage wäre es sehr wünschenswert, in unterversorgten Gebieten schnelle Busse anzubieten, die mit Haltestellenabständen von 500 bis 1000 Metern wirklich höhere Beförderungsgeschwindigkeiten erreichen. Eine solche Gattung könnte sich eher an einer Straßenbahn orientieren, also wenig meandrierende Streckenführung, kein Fahrscheinverkauf beim Fahrer, Zustieg an allen Türen. – Aber bitte zuschlagsfrei.

Die Schnellbusse müssen blieben und es sollte eher mehr davon geben! Auf was für Ideen die kommen! Der Komfort ist wesentlich besser: Die Federung hat eine ganz andere Klasse, die Geräuschdämmung ebenfalls. Der Bus zieht ruhig und entspannend seine Bahn, ganz im Gegenteil zu den Stadtbussen. Sitze und Sitzabstände sind natürlich auch wesentlich besser. Es gibt Studien dazu, dass die Zahl der Halte und der Fahrgastwechsel wesentlich sind für den Stress bei den Fahrgästen. Das Zickzackgefahre der Stadtbuslinien ist auch eine Katastrophe.

Diese Ausstattung sollte auch auf Stadtbuslinien selbstverständlich sein, wenn man Leute vom Auto wegbringen will. Mercedes nennt diese Ausstattung „Comfort“, glaube ich (statt „Basis“). Ist im Gesamtbild garnicht so teuer.

Man sollte mal probeweise den Schnellbuszuschlag abschaffen, dann wird man sehen, dass die Fahrgäste solche Busse wollen. Auf vielbefahrenen Strecken wären parallel zusätzliche Schnellbusse sinnvoll. Z.B. auf der M3, M4, M22, etc. mit größeren Haltestellenabständen.

Die Wirtschaftlichkeit könnte alleine schon durch Abschaffen des Zuschlags erhöht werden, durch den zu hohen Zuschlag von 1,40 fährt niemand damit und die Reisegeschwindigkeitsvorteile sind wie schon im Artikel genannt dafür zu gering, zu mal teils parallel verlaufende zuschlagslose Eilbuslinien verkehren. Ich würde ab und zu an einigen Stellen gerne mal den Schnellbus benutzen, aber nicht mit diesem hohen Zuschlag.

Ich plädiere eigentlich auch für eine Abschaffung der Schnellbusse – oder zumindest des Zuschlags. Aber Freunde, die selber betroffen sind, haben mich auf einen wichtigen Punkt bzgl. Schnellbusse hingewiesen: Sie können ja von Menschen mit Schwerbehindertenausweis kostenlos (wenn man den kleinen Eigenanteil für das Wertmarken-Beiblatt außen vor lässt) kostenlos genutzt werden. Da auf den Linien ja grundsätzlich (wie fast überall in Hamburg) Niederflur-Busse verkehren und zudem die Zuschlagspflicht dafür sorgt, dass diese Busse (oftmals) verhältnismäßig leer sind, bieten sie eine gute Mobilitätsalternative für Fahrgäste mit Behinderung. Hinzu kommt, dass ja das Schnellbahnnetz noch immer nicht überall barrierefrei ausgebaut ist und dass zudem die Schnellbusse Relationen bedienen, die oftmals von den Schnellbahnen nicht abgedeckt werden. Das alles überzeugt mich zwar nicht 100%ig hinsichtlich der weiteren Existenzberechtigung der zuschlagspflichtigen Schnellbusse, aber auf jeden Fall ist das ein wichtiger Punkt, den man bei der Abschaffung im Auge behalten sollte. Es müssten Alternativen geschaffen werden.

Ich finde es nicht gut! Gerade im Hamburger Osten ist die Linie 31 wichtig, wenn es im Bereich der S-Bahn 21 einen ersatzverkehr gibt der nicht Barrierefrei gestaltet ist. Ich habe immer wieder das Problem, dass ich schlecht bis gar in die Innenstadt komme mit meinem Rollstuhl.

Ich finde es nicht gut! Gerade im Hamburger Osten ist die Linie 31 wichtig, wenn es im Bereich der S-Bahn 21 einen ersatzverkehr gibt der nicht Barrierefrei gestaltet ist. Ich habe immer wieder das Problem, dass ich schlecht bis gar in die Innenstadt komme mit meinem Rollstuhl.

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