Wie die Hochbahn die Lücke an ihrer Spitze überbrückt

Wochenrückblick: So sieht der Zeitplan für die vorläufige Nachfolge des freigestellten Hochbahn-Chefs aus, so weit ist der Tunnelbau der U4-Verlängerung im Hamburger Osten, und deswegen ist die U5 schon jetzt so teuer wie maximal zugesagt.
Christian Hinkelmann
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 auf der Linie U3 am Baumwall in Hamburg. (Foto: Christian Hinkelmann)
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 auf der Linie U3 am Baumwall in Hamburg. (Foto: Christian Hinkelmann)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die wichtigsten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Wie die Hochbahn die Lücke an ihrer Spitze überbrückt

Es war ein Paukenschlag in der Branche: Nachdem Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Verkehrssenator Anjes Tjarks (GRÜNE) am späten Dienstagvormittag noch in einer Pressekonferenz über die aktuellen Pläne der U5 nach Osdorf und Lurup sprachen (ausführlich hier) und der ebenfalls angekündigte Hochbahn-Chef Robert Henrich überraschend auf dem Podium fehlte, folgte nur wenige Stunden später die Erklärung dafür: Henrich lässt seinen Vertrag bei der Hochbahn zum Jahresende auslaufen und wurde noch am Dienstag umgehend von seinen Aufgaben entbunden.

Seitdem spekuliert die Hamburger Verkehrsbranche über die Gründe. Die sofortige Freistellung lässt darauf schließen, dass der Abtritt nicht ganz freiwillig geschah. Medien berichten übereinstimmend von einem gestörten Verhältnis zwischen He…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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8 Antworten auf „Wie die Hochbahn die Lücke an ihrer Spitze überbrückt“

Schon witzig wenn Henrich ‚Mut zur Veränderung fordert‘. Kontext: Er kommt aus einer Branche die seit über 20 Jahre Versprechungen macht die sich bisher alle als falsch erwiesen haben…

Falls Sie autonomes Fahren meinen, einfach mal nach Kalifornien fliegen. Bisher sind die meisten von einer solchen Reise äußerst ernüchtert über Deutschlands Rückständigkeit zurückgekehrt.

Ich finde seine Forderung logisch. Wenn seit 20 Jahren Erwartungen nicht erfüllt und Versprechungen nicht eingehalten werden, dann muss sich was verändern. Und dazu braucht es Mut! 🙂

Herr Hamster, auch in Kalifornien (und Phoenix) leifert die Branche jetzt erst was sie vor 20 Jahren für in 5 Jahren versprochen hat. Und es gibt immernoch keine autonomen Autos die von z.B. von Kalifornien nach Phoenix fahren können, es geht immer nur innerhalb einer Stadt nachdem die Karren durch Testfahrten die Straßen dieser Stadt praktisch auswendig gelernt haben.

Fräulein Tochter, wenn man selbst große Versprechen macht wenn andere schon mit ähnlichen Versprechen gescheitert sind, und dann nicht liefert, halte ich es eher nicht für logisch das fehlender Mut das Problem ist…

Kosten für die U5: ich frage mich schon, wieso ein Km U Bahn heutzutage 500Mio kostet, waren es in den neunziger Jahren noch 50 Mio (100 Mio DM). Die Inflation in den letzten dreissig Jahren hat doch keine 1000% betragen. Unabhängig davon wäre es schön, zu erfahren, welchen Beitrag Hamburg letztlich selbst beitragen muß.

Ja, ich verstehe es auch nicht. Es lässt sich nicht mit der Inflation erklären. Und auch die Gehälter haben sich nicht verzehnfacht. Wo bleiben die Milliarden? Eine U-Bahn in Hamburg ist unbezahlbar geworden. Mich würden mal Vergleichszahlen aus anderen Städten und Ländern interessieren. Ich denke, die Chinesen würden noch nicht einmal 50 Mio pro Kilometer ausgeben.

So pauschal kann man das nicht sagen. Die Verlängerung der U4 in die Horner Geest ist 2,6 km lang und kostet 561 Mio. Euro, also 215 Mio. pro Kilometer. Aber die wird eben in offener Bauweise erstellt und nicht per Tunnelbohrmaschine. Und die 1,3 Kilometer von der Hafencity bis zu den Elbbrücken kosteten 178 Mio. Euro. Hängt halt viel davon ab wie und wo gebaut wird, sowie was im Weg ist und weggeräumt werden muss (z.B. Kanalisation).

Die U4 vom Jungfernstieg bis zur Hafencity Universität hat bei ca. 3 km Länge übrigens nur 323 Mio. gekostet. Aber die verläuft relativ tief unter der Stadt und es gab nur zwei Haltestellen zu bauen, da Jungfernstieg schon Bahnsteige hatte (für die Horner Geest musste auch eine neue Haltestelle an der Horner Rennbahn gebaut werden).

alles richtig was Sie sagen, übrigens Cross Rail (50km 30km Tunnel Vortrieb wesentlich größer als die U5 kostete 18 Mrd. (vollendet 2020). Die Erweiterung der subway in New York mit 3 Stationen war mit 5 Mrd. USD dabei. Die Frage aber bleibt, was genau macht die U5 soviel teurer als die die U4 sei es zu den Elbbrücken bzw. nach der Horner Geest. Ich nehme einmal an, daß die fahrerlose U Bahn erhebliche Entwicklungskosten mit sich bringt. Insgesamt wäre mehr Transparenz wünschenswert. (übrigens: Leisten kann man sich das: „Unbezahlbar“ ist makroökonomisch betrachtet überhaupt nichts.)

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