Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.
Winter hat Hamburgs Verkehr fest im Griff
Diese Woche stand ganz im Zeichen des Winters. Schon lange nicht mehr war es so lange so kalt. Schon lange nicht mehr hat es so viel geschneit. Schon lange nicht mehr blieb der Schnee so lange liegen.
Zwar war das Wetter weit von dem entfernt, was in Skandinavien oder in den Alpen im Januar üblich ist, doch in Hamburg ist man mehr als zwei Wintertage in Folge nicht mehr wirklich gewohnt – und dementsprechend ging es vor allem am Montag und Donnerstag drunter und drüber auf Hamburgs Straßen und Schienen: Ausfälle, Verspätungen, Sperrungen.
Vor allem die S-Bahn war immer wieder besonders betroffen (hier lesen, warum sie den Winter verlernt hat), während sich Fußgängerinnen und Radfahrer über schlecht geräumte Rad- und Fußwege ärgerten. Das ging sogar so weit, dass der Senat im Laufe der Woche vorübergehend Tausalz dort…









11 Antworten auf „Winter hat Hamburgs Verkehr fest im Griff“
Jetzt muss ich doch etwas nachfragen:
Wie kommt im Newsletter die Bewertung zustande, ob im Regionalverkehr die Züge der Linien stark oder leicht gestört sind?
Mir fielen da schon mehrfach unlogische Unterschiede auf. Heute (14.01.) wird die RB41 mit einer Verspätungsangabe von bis zu 8 Minuten als „stark gestört“ bewertet, RE8 und RE80 mit bis zu 45 bzw. 22 Minuten jedoch nur als „leicht gestört“.
Ermittelt da eine KI etwas falsch oder sind das Bewertungen, die der >hvv liefert?
Hallo Herr Ruge,
vielen Dank für Ihre Nachfrage. Unsere Bewertung basiert auf mehreren Faktoren. Entscheidend ist unter anderem, wie viele Züge in einem bestimmten Zeitraum auf einer Linie unterwegs sind, wie dicht der Takt ist und wie viele dieser Züge verspätet sind oder ausfallen.
Aus diesen Daten berechnet ein von uns entwickelter Algorithmus, ob wir eine Lage als „leichte Störung“ oder „schwere Störung“ einstufen.
Vereinfacht gesagt:
Auf Linien mit einem dichten Takt (zum Beispiel alle fünf Minuten) fallen ein oder zwei verspätete Fahrten weniger ins Gewicht als auf Linien mit einem sehr dünnen Angebot (zum Beispiel Stundentakt). Fallen dort mehrere Züge aus oder kommen verspätet, sind deutlich mehr Fahrgäste betroffen – entsprechend bewerten wir das schwerer.
Grundsätzlich gilt außerdem: Viele Verspätungen wiegen für uns stärker als einzelne Verspätungen. Häufen sich auch kleinere Verzögerungen, deutet das auf ein grundsätzliches Problem auf der Linie hin. Eine einzelne, auch sehr hohe Verspätung ist dagegen meist ein Einzelfall, während der restliche Betrieb normal läuft.
Mit diesem Ansatz wollen wir vermeiden, dass einzelne Ausreißer eine gesamte Linie als „stark gestört“ erscheinen lassen.
In dem von Ihnen geschilderten Fall dürfte es so gewesen sein, dass auf der RB41 viele Züge verspätet waren und die Linie deshalb als „stark gestört“ eingestuft wurde. Auf den Linien RE8 und RE80 hingegen betraf die hohe Verspätung offenbar nur einen einzelnen Zug.
Im Liveticker auf unserer Website lässt sich diese Einordnung gut nachvollziehen. In der stark komprimierten Darstellung im Newsletter ist das derzeit jedoch nicht immer ausreichend transparent. Das werden wir nacharbeiten.
Vielen Dank für Ihren Hinweis.
Hallo Herr Hinkelmann,
danke schön für Ihre Erläuterungen, die das Ganze verständlich machen. Ich hatte schon so etwas ähnliches vermutet und in den Ticker geschaut und auch das „wird besser“, „wird schlechter“ in Betracht gezogen. Aber eine Regelmäßigkeit hatte ich zu dem Zeitpunkt der Anzeige dann doch nicht erkannt.
Vielleicht wäre es besser, solche Einmalausrutscher mit ihren Verspätungszeiten gar nicht in die Bewertung einfließen zu lassen, zumindest aber nicht diese hohen Zeiten anzuzeigen, da das doch für Verwirrung sorgen kann, wie bei mir. Wie Sie schon schrieben, ist es ja entscheidend für die Kommunikation, ob ein generelles Problem auf der Strecke vorliegt.
Stand heute morgen: Irgendwie kam wieder nur ein Vollzug auf der S3. Dürften Veddel viele Fahrgäste nicht mitgekommen sein. S5 fällt ja aus. Nachfolgende S3 schon im Normalbetrieb zu voll. Unverständnis, warum jetzt, wo seit Tagen kein Schnee mehr gefallen ist, nicht zumindest ausreichend Bahnen Harburg – Hbf gefahren werden können. Soll heute lieber Autofahren, wer ein Auto auftreiben kann?
Ein letzter Kontrollblick für heute:
Seit heute Mittag ist der Verkehr auf der Lübecker Strecke eingestellt. Der DB Navigator zeigt den Ausfall aller RB81 weiterhin an.
Die >hvv App meint weiterhin, dass auf der RB81 alles läuft: kein Hinweis in den aktuellen Meldungen (dort nur Hinweise auf den Ausfall der RB/RE im Westen und der RB82), und bei der Verbindungssuche von Tonndorf zum Hbf werden mir weiterhin alle RB81 angeboten. Man könnte auch wieder den alten Spruch schreiben: „Alles wie gewohnt.“
Und schnell noch ins andere Forum geschaut, dort wo die Threads zur S-Bahn (aber auch zur AKN) fast explodieren: Außer dem kurzen, „blutleeren“, in die R-Verkehr-Störungen verschobenen Hinweis keine weiteren Diskussionen dazu. Jetzt dreht sich’s dort wieder um den Metronom.
Gute Nacht!
Ich meinte natürlich die Einschränkungen bei den RB/RE im Westen und der RB82. Denn Ausfälle gab es wohl nur bei einzelnen Fahrten und keine Kompletteinstellung, wie bei uns.
Habe gerade nochmal in den DB Navigator geschaut: Es fährt zurzeit ein leidlicher Stundentakt der Ahrensburger Züge (Minute 6 ab Tonndorf).
Dass eine der Buslinien in den Vierlanden die längste innerhalb Hamburgs ist und die ehemalige Schnellbuslinie 49 in Blankenese die kürzeste, muss doch eigentlich jedem, der sich ein bisschen im Hamburger ÖPNV auskennt, klar sein. Warum beschäftigt die LINKE damit den Senat, anstatt selbst mal nachzusehen? Und warum ist das eine Meldung hier auf nahverkehrhamburg.de wert?
Habe mich auch gefragt, vor allem, warum sie gerade nach 2023 fragt. Aber manche schriftlichen Anfragen sind echt seltsam. Vor einigen Monaten hatte Frau Sudmann mal nach den Defiziten der Hochbahn in den vergangenen Jahren gefragt. Als ehemalige Vorsitzende des Verkehrsausschusses, darf man es schon erwarten, dass sie die Geschäftsberichte der Hochbahn liest, alles in der Schublade hat und nicht nachfragen muss… Vielleicht sollte ich mal ihr eine schriftliche Anfrage stellen.
Ist doch schön, wenn sie solche Anfragen stellt. Dann muss sie sich nicht um die Situation des ÖPNV, insbesondere der Schienenanbindung, im Bezirk Wandsbek kümmern. 😉
Kleiner Lagebericht aus Wandsbek:
Ich hatte heute einen Termin am Wandsbeker Markt und bin wohlweislich eher gefahren (und dadurch auch eher zurück gekommen). Bis 9 Uhr (Rückfahrt) war die ehem. B75 frei und die Linie 9 fuhr ohne Einschränkungen. Wie die Situation jetzt ist, kann ich natürlich nicht sagen, auf der Rückfahrt setzte das Schneetreiben gerade ein.
Beim Aussteigen bedankte ich mich beim Busfahrer dafür, dass er unter solchen Bedingungen seinen Job für uns macht, und wünschte ihm gute Fahrt.
Am Mittwoch Abend, als ich auf die RB81 gewartet hatte, habe ich auf dem S-Bahnsteig in der Bahnhofshalle Hbf ein tolle Sache erlebt. Der dortige Aufsichtshabende (heißt das heute noch so?) hatte sich lobenswert für die Information der Reisenden engagiert.
Da es wohl einige Störungen im Ablauf gab (zuerst kamen mehrere S1 hintereinander, dann kamen S5 bzw. S2/S7 verspätet, mit tw. Gleistausch zwischen 3 und 4, und es gab einen kurzzeitigen Polizeieinsatz auf Elbbrücken), hat er die Reisenden sofort und umfassend über Alternativen, wie: „S3-Langzug jetzt auf Gleis 3, wer nur bis Neugraben will, kann hier mitfahren / an der Zugspitze sind die Wagen leerer / bitte warten, Zug nach x kommt in y Minuten auf Gleis z / wer Richtung Süden will, in diese S5 bitte nicht einsteigen, sie wird nach Bergedorf abgeleitet, Fahrgäste dorthin können sie nutzen / …“
Einfach nur prima, dass soll hier einmal genannt werden. Auch in der Hoffnung, dass die S-Bahn GmbH hier mitliest.
Der problematische Tag war eigentlich der Freitag letzter Woche. Da war ja über 4 Stunden kein Busbetrieb in Harburg und Wilhelmsburg. Selbst heute ist dagegen unproblematisch, bis auf die S-Bahn, die zu wenige Fahrten anbietet und diese frei von Fahrplänen.