Wird die S-Bahn nach Kaltenkirchen noch teurer?

Hamburg und Schleswig-Holstein wollen sich offenbar in den nächsten Wochen zu den aktuellen Kosten für das gemeinsame S-Bahn-Projekt äußern. Die letzte Kalkulation stammt noch aus Zeiten vor Inflation und Ukraine-Krieg. Und eine überraschende Planänderung könnte die Kosten noch weiter erhöhen.
Christian Hinkelmann
Um ein paar Meter ist der alte Bahnsteig in Bönningstedt bereits verlängert worden. In den kommenden Wochen folgen noch mehr. Bis Ende April soll die Erhöhung und Verlängerung des Bahnsteigs fertig werden.
Um ein paar Meter ist der alte Bahnsteig in Bönningstedt bereits verlängert worden. In den kommenden Wochen folgen noch mehr. Bis Ende April soll die Erhöhung und Verlängerung des Bahnsteigs fertig werden.

Steht das nächste Bahnbauprojekt im Norden vor einer weiteren Preissteigerung?

Der Umbau der AKN-Linie A1 zwischen Hamburg und Kaltenkirchen zur zukünftigen S-Bahnlinie S5 könnte noch teurer werden als ursprünglich geplant. Nach NAHVERKEHR HAMBURG-Informationen sind die zuletzt geschätzten Kosten von 120 Millionen Euro für die Elektrifizierung und den Umbau aller Haltestellen auf der 30 Kilometer langen Strecke nicht mehr aktuell. Die jüngste Kalkulation stammt aus dem Jahr 2021, also einer Zeit vor dem Ukraine-Krieg und der extremen Inflation. Angesichts der Entwicklungen bei den Hamburger U-Bahnlinien U4 und U5, deren Baukosten sich aus ähnlichen Gründen zuletzt um 20 bzw. 60 Prozent erhöhten, scheint ein Anstieg der Kosten auch bei der S5 sehr wahrscheinlich.

Ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums wollte eine Preissteigerung auf Nachfrage zwar nicht bestätigen, aber er dementierte sie auch nicht. Und die AKN ließ darüber hinaus wisse…

Alle Rechte vorbehalten.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, teilen Sie gern den Link.

Ihr Zugang ist persönlich und darf nicht geteilt werden. Sie dürfen Artikel oder wesentliche Teile davon nicht vervielfältigen, veröffentlichen oder weiterleiten (z. B. in Pressespiegeln, per E-Mail, Messenger oder als PDF). Für diese Nutzungen ist eine gesonderte Lizenz nötig.

Lizenzinformationen: info@nahverkehrhamburg.de

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Eine Digital-S-Bahn im Oktober 2021 im Bahnhof Bergedorf. (Foto: Christian Hinkelmann)

Automatische S-Bahn in Hamburg hat Verspätung

Hamburg setzt große Hoffnungen in eine digitale, weitgehend automatische S-Bahn: mehr Kapazität, weniger Verspätungen, stabilerer Betrieb. Doch das Milliardenprojekt kommt langsamer voran als geplant. Und für Fahrgäste könnte es erst einmal noch ungemütlicher werden.

Heute kaum vorstellbar: Im Frühjahr 1976 wurde dieser Eisenbahnwaggon von einem Lastwagen auf einem schmalen Gleis über die Kreuzung Barnerstraße/Bahrenfelder Straße mitten in Ottensen (bei der FABRIK) gezogen. Das markante Eckgebäude steht immer noch und soll demnächst abgerissen werden. (Foto: Rainer Dodt)

Best-of: Die Geschichte von den Lastwagen-Güterzügen in Ottensen

Wer mit offenen Augen durch Ottensen und Bahrenfeld läuft, hat sie vielleicht schon mal gesehen: die vielen alten Gleisreste in Straßen und Industriehöfen. Was viele nicht wissen: Auf ihnen rollte noch bis 1981 eine Art Güterstraßenbahn. So sah der Betrieb damals aus.

2 Antworten auf „Wird die S-Bahn nach Kaltenkirchen noch teurer?“

Das wegen der allgemeinen Inflation die Baukosten steigen ist ja nicht so dramatisch, der Nutzen steigt ja auch. (Und die Steuereinnahmen.)

Und beim Grund für die Abstellanlage Tanneneck frage ich mich dann schon ob das nicht auch mit anderen AKN-Plänen zusammenhängt? So im Sinne, in Kaltenkirchen wäre noch Platz für die S-Bahnen wenn man nicht auch noch den Betrieb auf der Strecke nach Neumünster verstärken wollte?

also wir lassen das „Seitenschiene“ wäre besser einmal bei Seite. Aber: unabhängig von den Kostensteigerungen: Was hat die AKN eigentlich während der 10 Jahre Planungszeit gemacht? Wen jemand sein Haus in dieser Form planen und bauen würde, wäre der Mensch pleite bevor das Haus fertig ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner