Wo Falschparker besonders oft Hamburgs Radwege blockieren

Tausende falsch geparkte Autos wurden 2023 auf Hamburgs Fahrradwegen, Radspuren und Fahrradstraßen erwischt. Eine gemeinsame Recherche von NAHVERKEHR HAMBURG und dem NDR Datenteam zeigt jetzt erstmals, welche Orte am stärksten betroffen sind. Alle Daten im Überblick und wieso die zuständigen Behörden diese Hotspots nicht entschärfen.
Paul Meerkamp
Archivbild vom Mühlenkamp in Winterhude aus dem Jahr 2017: Obwohl auf dem Gehweg inzwischen Poller stehen, ist der Fahrradstreifen weiterhin ein Falschparker-Hotspot.
Archivbild vom Mühlenkamp in Winterhude aus dem Jahr 2017: Obwohl auf dem Gehweg inzwischen Poller stehen, ist der Fahrradstreifen weiterhin ein Falschparker-Hotspot.

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Autos haben auf Fahrradinfrastruktur eigentlich nichts zu suchen. Wenn sie verbotenerweise doch dort abgestellt werden, zwingen sie Radfahrerinnen und Radfahrer zu gefährlichen Ausweichmanövern. Eine neue exklusive Analyse von NAHVERKEHR HAMBURG und dem NDR Datenteam belegt: Konflikte zwischen dem Radverkehr und Falschparkerinnen und Falschparkern gehören in Hamburg zum Alltag.

Insgesamt 8.820-mal registrierten die Behörden 2023 illegal abgestellte Autos auf den Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen der Hansestadt. Zwei Bezirke waren dabei besonders betroffen. Außerdem gibt es klare Schwerpunkte, teilweise mit mehreren Hundert Falschparkerinnen und Falschparkern im Jahr.

Teil 2 der Analyse von Hamburgs Falschpark-Hotspots

Wo in Hamburg wie oft Falschparkerinnen und Falschparker erwischt werden, war lange ein gut gehütetes Geheimnis. Monatelang zeigten die Verkehrsbehörde von Anjes Tjarks (Grüne) und die Innenbehörde von Andy Grote (SPD) bei einer ersten Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz von NAHVERKEHR HAMBURG mit dem Finger aufeinander. Die jeweils andere Behörde sei dafür zuständig, eine Liste aller Ordnungswidrigkeiten des sogenannten „ruhenden Verkehrs“ zu übermitteln.

Im vergangenen Jahr stellte die Innenbehörde dann doch exklusiv einen riesigen Datensatz zur Verfügung – ausnahmsweise gebührenfrei. Wegen der enormen Datenmengen werten wir die Ordnungswidrigkeiten Schritt für Schritt aus. Im vergangenen Jahr hatten wir bereits analysiert, wo Falschparkerinnen und Falschparker sehr oft den Busverkehr behindern.

Jetzt belegt der zweite Teil unserer XXL-Datenrecherche, welche Radwege häufig unbenutzbar sind. In diesem Artikel findet sich auch wieder eine Tabelle der Spitzenplätze – inklusive Downloadmöglichkeit. Außerdem erklären wir, wie sich die schlimmsten Schwerpunkte entschärfen ließen. Aber werden diese Daten von Hamburgs Behörden selbst überhaupt ausgewertet, um die Fahrradinfrastruktur dauerhaft freizuhalten? Wir haben nachgefragt.

Die Analyse von NAHVERKEHR HAMBURG und dem NDR Datenteam zeigt: In zwei Bezirken werden besonders viele Falschparkerinnen und Falschparker auf Fahrradinfrastruktur erwischt. Betroffen waren 2023 laut den Daten der Innenbehörde vor allem die Bezirke Hamburg-Mitte (2.333 Ordnungswidrigkeiten) und Hamburg-Nord (2.298 Ordnungswidrigkeiten).

Mehr als die Hälfte der Fälle in Mitte und Nord

Zusammen machen die Fälle aus diesen beiden Bezirken mehr als die Hälfte der Ordnungswidrigkeiten auf Fahrradinfrastruktur aus, bei denen Autos verbotenerweise abgestellt wurden. Die hohen Zahlen dort könnten an häufigeren Kontrollen liegen, an einem stärkeren „Parkdruck“ oder schlechter gestalteter Infrastruktur, die illegales Parken nicht baulich verhindert.

Karte Falschparker auf Radwegen nach Bezirken
So ungleich verteilten sich die Ordnungswidrigkeiten von illegal auf Fahrradinfrastruktur abgestellten Autos über die Bezirke

Stadtweit waren primär Radwege und Radfahrstreifen auf der Fahrbahn betroffen. Auf diese entfielen 91 Prozent der Ordnungswidrigkeiten des „ruhenden Verkehrs“. Deutlich weniger Fälle wurden auf Fahrradstraßen registriert (neun Prozent). Auffällig ist außerdem: Nur 79-mal wurde bei insgesamt 8.820 Fällen festgestellt, dass die falschgeparkten Autos länger als eine Stunde die Radinfrastruktur blockierten.

Aus den Daten geht nicht hervor, ob die Fahrerinnen und Fahrer ihre Fahrzeuge meistens schnell wegfuhren oder einfach keine zweite Kontrolle mit zeitlichem Abstand mehr stattfand. Fürs längere Falschparken werden ein höheres Bußgeld und ein Punkt in Flensburg fällig. Das könnte die abschreckende Wirkung verstärken.

Wie oft Falschparkerinnen und Falschparker mit dem Abschleppwagen von Radwegen entfernt wurden, kann die Hamburger Polizei nicht nachvollziehen. „Das Abschleppen von abgestellten Fahrzeugen auf Radverkehrsanlagen ist nicht Bestandteil einer statistischen Erhebung“, teilt ein Sprecher auf Anfrage mit. Deutlich wird bei der Datenanalyse hingegen: Manche Radwege sind stark überproportional betroffen.

Worst of: Wo Radwege sehr häufig blockiert werden

An elf Hotspots wurden 2023 mehr als hundert Ordnungswidrigkeiten wegen illegalem Parken und Halten registriert. Die folgende Tabelle listet alle Straßenzüge auf, in denen rein rechnerisch fast jede Woche Falschparkerinnen und Falschparker erwischt wurden. Sie kann bei Bedarf heruntergeladen werden. Wichtig ist: Es könnten weitere Schwerpunkte existieren, die unentdeckt blieben, weil es dort weniger Kontrollen oder Privatanzeigen gab. Auch die Hamburger Polizei hält eine hohe Dunkelziffer von Falschparkerinnen und Falschparkern, die nicht erwischt wurden, für wahrscheinlich.

Trotzdem ergeben sich klare Muster, wenn man die Spitzenreiter betrachtet: unklare Markierungen, keine Poller oder andere baulichen Hindernisse gegen das Befahren und schlecht erkennbare Radwege, die lange nicht saniert wurden. Auf den meisten Straßen verteilen sich die Fälle nicht über die komplette Länge, sondern ein Großteil der Ordnungswidrigkeiten entsteht an wenigen Abschnitten.

Platz 5: Fuhlsbüttler Straße

Eine Ausnahme von der Regel stellt die Fuhlsbütteler Straße dar, die vom Ohlsdorfer Friedhof bis nach Barmbek führt. Dort erstreckten sich die 160 Fälle, in denen Autos den Radfahrstreifen blockierten, über einen Abschnitt von rund drei Kilometer Länge.

Das sind mögliche Gründe: Der Fahrstreifen für den Radverkehr ist hier baulich nicht vom Autoverkehr getrennt. Das dürfte auch daran liegen, dass die Gehwegflächen zwischen den Bäumen der Allee für parkende Autos freigeben sind. Wer einparken will, muss also den Radfahrstreifen überqueren.

Platz 4: Schiffbeker Weg

Mindestens 203-mal standen Autos im Jahr 2023 auf dem Radweg im Schiffbeker Weg. Überdurchschnittlich oft wurden Falschparker auf Höhe der Hausnummern 73 und 75 registriert. Den Radweg dort muss man allerdings erst einmal finden. Die schmale graue Piste, die dort hinter den Bäumen entlangläuft, ist kaum zu erkennen.

Das sind mögliche Gründe: Während der Radweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite zumindest teilweise mit Metallbügeln gegen das Falschparken ausgestattet ist, fehlen auf dieser Seite über eine längere Strecke entsprechende Elemente. Außerdem erinnert die Gestaltung an viele Straßenzüge, an denen das Parken auf den Flächen zwischen den Bäumen erlaubt ist. Das ist hier aber nicht der Fall.

Platz 3: Veddeler Brückenstraße

Die Veddeler Brückenstraße ist teilweise eine Fahrradstraße, über die auch die Hamburger Veloroute 10 führt. Dort kam es 2023 zu 219 Ordnungswidrigkeiten, weil Autos rechtswidrig abgestellt wurden. Der Radverkehr, der auf Fahrradstraßen eigentlich unbeschwert fließen soll, wurde also rein rechnerisch vier Mal pro Woche behindert – ohne Dunkelziffer. Ein großer Teil der Falschparker wurde auf dem Abschnitt vor den Hausnummern 99 und 101 registriert.

Das sind mögliche Gründe: Dort war zeitweise eine Baustelle, bei der Baustellenfahrzeuge auf der Fahrradstraße parkten. Anscheinend hatten die Bauherren nicht genügend temporäre Parkverbote für ihre Fahrzeuge einrichten lassen. Außerdem sind Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite immer wieder für das Problemstoffmobil der Hamburger Stadtreinigung reserviert. Möglicherweise verführt das zusätzlich zum Parken auf der Straße.

Grundsätzlich sind Fahrradstraßen in Hamburg vergleichsweise schlecht gekennzeichnet. Neben den Schildern zu Beginn und am Ende finden sich nur kleine Piktogramme in größeren Abständen auf der Fahrbahn. In Berlin werden Fahrradstraßen mit riesigen Markierungen in kompletter Fahrbahnbreite und durchgehenden grünen Streifen an der Seite versehen. Auch die Stadt Kiel verwendet deutlich größere Fahrradstraßen-Symbole auf der Fahrbahn als Hamburg.

Platz 2: Hellbrookkamp

227-mal standen Autos im Jahr 2023 auf den Radwegen im Wandsbeker Hellbrookkamp. Auffallend viele wurden vor dem Ärztezentrum erwischt. Vor dem befindet sich zwar ein regulärer Parkplatz, trotzdem weichen Autofahrerinnen und Autofahrer wohl regelmäßig auf den Radweg davor und auf der gegenüberliegenden Straßenseite aus. Gut markiert oder durch Poller gegen das Falschparken geschützt sind die Radwege auf diesem Abschnitt ebenfalls nicht.

Das sind mögliche Gründe: Zwar gibt es eine entsprechende Beschilderung, die das Parken explizit verbietet. Aber der Radweg selbst weist keine Piktogramme oder farbliche Abgrenzung auf. Links von der betroffenen Stelle beginnt außerdem das legale Gehwegparken. Eine naheliegende Lösung wären Fahrradbügel als trennende Elemente, die auch den Besucherinnen und Besuchern des Ärztezentrums nützen würden.

Platz 1: Billstedter Hauptstraße

Der erste Platz für sehr häufig blockierte Radwege geht an die Billstedter Hauptstraße. 295 Ordnungswidrigkeiten bemerkten die Hamburger Behörden hier im Jahr 2023. Schon bei den Falschparkerinnen und Falschparkern, die oft Busspuren verstellten, war die Billstedter Hauptstraße auf einem der Spitzenplätze gelandet.

Ein Schwerpunkt fällt bei den Behinderungen des Radverkehrs auf dieser Straße besonders auf: ein kurzer Abschnitt vor mehreren Imbissen auf Höhe der Hausnummer 51. Dort werden Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer von einem Fahrstreifen auf der Fahrbahn zu einem Radweg auf dem Niveau des Gehwegs geführt. Doch sowohl die Bodenmarkierung als auch das Schild sind an dieser Stelle verblasst.

Das sind mögliche Gründe: Trotz eines einzelnen Pollers wirkt die Stelle wie eine Forstsetzung der Parkbuchten im weiteren Straßenverlauf. Ärgerlich: Wer die Auffahrt auf den Radweg verpasst, muss im zwei- und dann dreispurigen Autoverkehr mitfahren. Auf der folgenden riesigen Straßenkreuzung kommt es laut dem Unfallatlas der Statistikämter immer wieder zu Unfällen – auch mit Radfahrerinnen und Radfahrern. Eine Umgestaltung des Abschnitts, der rund ein Drittel der Ordnungswidrigkeiten dieser Analyse auf der Billstedter Hauptstraße ausmacht, läge nahe.

Das sagen der Fahrradverband ADFC und die Hamburger Behörden

Für den Fahrradverband ADFC sind falsch geparkte Autos auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen eine der größten Gefahrenquellen für Radfahrende. „Falschparken ist kein ‚Kavaliersdelikt‘, sondern gefährlicher Egoismus von Autofahrenden“, sagte Dirk Lau, Sprecher des Hamburger ADFC, gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG. Probleme mit Falschparkerinnen und Falschparkern gebe es in der Hansestadt flächendeckend.

Der ADFC-Sprecher Lau fordert: „Die Überwachungsdichte und Kontrollen der Behörden müssen deutlich erhöht werden, um das gefährliche Falschparken einzudämmen.“ Die Umgestaltung von Falschpark-Hotspots, etwa durch Poller, begrüßt er ausdrücklich. Außerdem solle sich Hamburg auf Bundesebene für höhere Bußgelder einsetzen. Die Polizei kann derweil keine Schwerpunkte erkennen.

„Das Phänomen ist im gesamten Stadtgebiet in unterschiedlichen Ausprägungen feststellbar“, teilt ein Sprecher der Hamburger Polizei mit. Es seien jedoch nicht nur Autos, Lieferwagen und Lastwagen, die Radwege zuparkten. Auch E-Scooter und Fahrräder würden bei den regelmäßigen Kontrollen oft Fahrradinfrastruktur blockieren. Aber er räumt ein: „Bei ordnungswidrig oder unachtsam abgestellten E-Scootern oder Fahrrädern lässt sich das Problem häufig schnell selbst beheben.“ Bei Autos müsse unter Umständen ein Abschleppwagen anrücken.

Weg zur Umgestaltung der Falschpark-Hotspots ist kompliziert

Dass die häufig zugeparkten Radwege Hamburgs nicht längt umgestaltet wurden, könnte daran liegen, dass weder die Polizei, noch die Innen- oder Verkehrsbehörde eine entsprechende Auswertung bisher vornahmen. Die Zuständigkeiten für Umbaumaßnahmen sind komplex. „Bauliche Veränderungen von Verkehrswegen liegen in der Zuständigkeit der Straßenbaulastträger“, erklärt der Sprecher der Hamburger Polizei. Das seien die Verkehrsbehörde, Bezirksämter und der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer.

Die Verkehrsbehörde wiederum verweist darauf, dass Falschparkerinnen und Falschparker Sache der Innenbehörde seien. Aber man verfolge das gemeinsame Ziel eines „geordneten Parkens“. Wenn die Verwaltung Hinweise über gefährliche Schwerpunkte aus der Bevölkerung oder anderen Dienststellen erhielten, würden diese von der Innenbehörde geprüft. „Sollte bei der Erstbeurteilung festgestellt werden, dass bauliche Anpassungen erforderlich sind, erfolgt ein Hinweis an die Verkehrsbehörde oder den zuständigen Bezirk“, teilt eine Sprecherin der Verkehrsbehörde NAHVERKEHR HAMBURG mit.

Dann würden die Hinweise entweder in baulichen Sofortmaßnahmen umgesetzt oder bei der nächsten geplanten Instandsetzung eingearbeitet: „Da die Instandsetzung als Teil einer Gesamtmaßnahme oft wirtschaftlicher ist, ist der Zustand von Radwegen dabei nicht das einzige Kriterium für die Beurteilung der Dringlichkeit.“ Wenn es zu einer Umgestaltung komme, könnten etwa Ladezonen eingerichtet werden oder klug platzierte Fahrradbügel das Falschparken auf Radwegen verhindern.

Falschparker-Problem bleibt ungelöst

Die Analyse von NAHVERKEHR HAMBURG und dem NDR Datenteam zeigt: Hamburg hat auf seinen Radwegen offenbar ein strukturelles Problem mit Falschparkerinnen und Falschparkern. Trotz vieler Kontrollen lädt die Gestaltung vieler Radwege weiterhin zum Falschparken ein. Selbst wenn in den ausgewerteten Daten der Innenbehörde aufgrund der Dunkelziffer Schwerpunkte fehlen: Die Häufung vieler Fälle legt nahe, wo Handeln angebracht wäre. Dass die entsprechenden Daten über Ordnungswidrigkeiten von der Innenbehörde nicht regelmäßig veröffentlicht werden, erschwert es, die Fortschritte bei der Umgestaltung nachzuvollziehen.

Weitere Berichte über diese gemeinsame Recherche von NAHVERKEHR HAMBURG und dem NDR Datenteam erscheinen auf der Website des NDR, im NDR-Fernsehen und NDR-Hörfunk. Der Dank für die Zusammenarbeit gilt der NDR-Datenjournalistin Isabel Lerch und dem NDR-Reporter Nico Stubbe. Die Datenauswertung wurde außerdem ermöglicht durch die technische Unterstützung der Organisation CorrelAid und eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz über die Plattform Frag den Staat. Danke!

Der Kopf hinter diesem Artikel

Paul Meerkamp besitzt, seit er zehn Jahre alt ist, eine ÖPNV-Dauerkarte. Der Politik- und Datenjournalist wohnt in Kiel. Nach der Arbeit düst er gerne mit dem Rad oder der Fähre zum nächsten Strand. Seine Recherchen drehen sich oft um Statistiken und Gesetzesänderungen.

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5 Antworten auf „Wo Falschparker besonders oft Hamburgs Radwege blockieren“

Also wenn ich Falschparkern auf Rad- und Fußwegen ausweichen muss, dann schaffe ich es häufig nicht richtig, irgendwie komme ich um die Außenspiegel oft nicht vollständig rum…

Wenn die Knöllchenpreise für Parken auf Radwegen so hoch wären, wie beim Parken vor Feuerwehreinfahrten oder Behindertenparkplätze (i.d.R. 55 Euro und ein Punkt in Flensburg), dann käme man dem Problem schnell bei. Noch schneller vielleicht, wenn man die ab 1.2.2025 gültigen Bußgeldsätze der Niederlande anwenden würde: Bei Parkverstößen fängt der Spaß bei 120 Euro (Minimum) an, nach oben hin offen, weil Einkommensabhängig gestaffelt!

ich habe in 2023 und 2024 mehr als 200 von diesen (leider wird das ja nicht als Vergehen verfolgt) angezeigt. Es handelt sich hier idR um Kriminelle, die ihr Auto als Werkzeug benutzen, um in den Strassenverkehr einzugreifen. Aber was will man machen, wenn die „CSU im Norden“ Autos weiter fahren lassen will, neue Parkplaetze bautund im uebrigen meint, dass Leute auf ein Auto angewiesen sind. Das trifft in der Weise auch auf einen Raucher zu, der auf seine Zigarette „angewiesen“ ist. Nur es ist nicht Aufgabe des Staates das Rauchen bzw. das Autofahren zu unterstuetzen.

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