Wochenrückblick: Altona verliert Züge, Carsharing ersetzt Autos

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-News der Woche für Hamburg und Umland: Am alten Bahnhof Altona beginnt die Abkoppelung vom Verkehr, Carsharing ersetzt laut Studie in Hamburg viele Privatwagen und S-Bahn-Fahrgäste in Pinneberg bekommen keinen besseren Takt.
Christian Hinkelmann
Gleisanlagen im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona
Gleisanlagen im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir Ihnen die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Abkopplung vom alten Bahnhof Altona beginnt

Noch ist zwar unklar, ob der neue Fernbahnhof Altona am Diebsteich wirklich pünktlich 2027 fertig wird, aber die langsame Abkopplung des alten Bahnhofs beginnt trotzdem bereits im Dezember. Wegen der Bauarbeiten am neuen Fernbahnhof werden rund um den Diebsteich dann nicht mehr genügend Zufahrtsgleise zum alten Bahnhof verfügbar sein, teilte das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium mit. Das sorgt für Trassenkonflikte, insbesondere bei den Nordbahnzügen, die montags bis freitags außerhalb des Berufsverkehrs nach Altona fahren. Sie sollen in Zukunft zum Hauptbahnhof umgeleitet werden. Der alte Bahnhof Altona könnte damit in den Nebenzeiten seine Direktverbindung nach Elmshorn verlieren. Ganz sicher ist das aber noch nicht. Die Abstimmungen mit der DB Infrago laufen laut Ministerium noch.
Mehr hier:

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Eine Hamburger U-Bahn vom Typ DT5 fährt auf einem Viadukt im Hafen, während sich unten der Autoverkehr staut

Wie die Auto-Zwickmühle die Hamburger Verkehrswende torpediert

Verkehrssenator Tjarks freut sich zu früh über den 2025 gesunkenen Autobesitz. Weite Teile der Hamburger haben zu wenig Vertrauen in Bus, Bahn und Carsharing als Alternative zum eigenen Auto. Der Senat müsste dringend nachsteuern, wenn die Verkehrswende gelingen soll.

Menschen warten am Hamburger Hauptbahnhof auf eine S-Bahn.

Fahrgastpsychologie bei Störungen: Wann Frust im Nahverkehr gefährlich wird

Ausfälle, Verspätungen, widersprüchliche Störungsinfos: Frust im Hamburger Nahverkehr hat viele Ursachen. Doch oft bleibt er erstaunlich leise. Warum ist das so? Und ab wann wird dieser stille Ärger für Verkehrsunternehmen gefährlich? Antworten gibt der Mobilitätspsychologe Prof. Marcel Hunecke.

3 Antworten auf „Wochenrückblick: Altona verliert Züge, Carsharing ersetzt Autos“

Der Hauptbahnhof ist hoffnungslos überlastet. Auf Grund meiner schlechten Planung saß ich ca. 20 Minuten auf dem Bahnsteig Gleis 11. Permanent wurden Gleisänderungen, der Ausfall von Regionalbahnen und Fernzügen durchgegeben. Jetzt sollen also noch mehr Züge zum Hauptbahnhof geleitet werden. Wann begreift man bei der Bahn und auch im Senat, dass die Aufgabe von Altona ein Planungsfehler war und ist.

Noch mehr Züge in den schon jetzt überlasteten Hamburger Hauptbahnhof zu lenken halte ich nicht für eine gute Idee. Es mag zwar theoretisch gehen aber die zu ca. einem Drittel stark verspätet ankommenden Fernzügen bringen die Fahrpläne im Hauptbahnhof und auf der Verbindungsbahn immer wieder durcheinander. Es sollten noch möglichst viele Züge im alten Altonaner Bahnhof enden solange das noch nicht im neuen möglich ist. Die Alternative wäre sonst nur (noch) weniger Fernzüge (oder gar keine mehr?) in Dammtor halten zu lassen oder weniger und dann möglichst lange Nahverkehrszüge fahren zu lassen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner